Glaube Liebe Tod (Ein Martin-Bauer-Krimi 1)

  • von Peter Gallert, Jörg Reiter
  • Sprecher: Oliver Siebeck
  • 11 Std. 48 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt von der Situation, folgt ihm der Beamte und will ihn retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Diesmal hat Bauer gewonnen, doch am nächsten Tag ist der Polizist tot, erschossen mit seiner Dienstwaffe. Selbstmord, das ist klar. Gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Aber nimmt man sich deshalb das Leben? Seelsorger Martin Bauer will die Wahrheit herausfinden.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

90%

... aller Morde, hörte ich neulich, würden aufgeklärt. Und ich sah vor meinem geistigen Auge irgendeinen beliebigen Gerichtsmediziner, der einschränken würde "... aller als Morde erkannten Todesfälle ...", was dann gleich sehr viel weniger wäre. Denn nicht jeder Tote landet auf dem Seziertisch. Und nicht einmal jeder, der dort landet, gilt gleich als Mordopfer. Selbst wenn er es ist, solange die Fremdeinwirkung nicht offenkundig ist. Die Wirklichkeit ist nicht CSI Irgendwo. Die Wirklichkeit hat ihre personellen und technischen Grenzen.

Was sich da anfänglich wie einer von diesen Provinz-Krimis darstellt, hätte eigentlich sehr schnell ein Ende finden können. Selbstmord und Akte zu.
Aber da ist Bauer, der Polizeipfarrer, der sich einbringt, manchmal über Gebühr, dem die Menschen rund um die Geschehnisse nicht gleichgültig sind. Der helfen will, wie ein Pfarrer das eben so tut.
Als der zweite Erzählstrang hinzu kommt, ist die Geschichte plötzlich nicht mehr so beliebig. Und man beginnt zu wünschen, dass Bauer nicht nachlässt, damit alles ans Tageslicht kommt.

Und natürlich tut Bauer das. Bis an seine eigene Schmerzgrenze.

Ehe man sichs versieht, ist das eine Geschichte über mancherlei. Über europäisches Süd-Ost-Gefälle. Über Lebensläufe, die so, aber auch ganz anders hätten werden können. Über viel zu oft nicht erfüllte Träume vom großen Glück. Über die Frage, wie viel jemand aushalten kann, ehe er sich wehrt. Und was, wenn man sich nicht wehren kann? Wenn die Macht des Bösen so groß ist und von solch einer Gewalttätigkeit, wie es der normale Alltag überhaupt nicht mehr kennt?

Ich bin, gestehe ich, kein großer Krimileser(hörer). Alle wirklich grausamen Geschichten meide ich. Diese hier hatte für mich jedoch etwas Tröstliches, auch wenn mir klar ist, dass üblicherweise Polizeigeistliche (so es sie denn überhaupt hauptberuflich gibt) mehr das schöne Alibibeiwerk sind, wenn irgendetwas Furchtbares passiert ist. Ob sie etwas zu bewirken vermögen, wage ich zu bezweifeln, seien ihre Motive so hehr wie auch immer.

Das Konzept des Polizeigeistlichen, der - wider seinen eigentlichen Auftrag - von den Menschen um die Geschehnisse so gefesselt ist, dass er selbst in die Ermittlungen einsteigt, ist mir ausnehmend sympathisch. Bauer wird auch für die kommenden Teile auf meiner Leseliste bleiben.

Siebeck, klar, liefert - wie immer - gut ab. Seine unaufgeregte Art zu lesen lässt den Protagonisten den Vortritt. So soll es sein.

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- erphschwester

Ein paar Längen...

Insgesamt ganz gut, zwischendurch ein paar Implausibilitäten, aber sonst ein ganz netter Krimi mit viel Duisburger Lokalkolorit
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- piet theisohn

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 12.05.2017
  • Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH