Luftgärten (Kate Brannigan 2) : Kate Brannigan

  • von Val McDermid
  • Sprecher: Tanja Geke
  • Serie: Kate Brannigan
  • 8 Std. 44 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Kate Brannigan ermittelt wieder: An mehreren Einfamilienhäusern verschwinden buchstäblich über Nacht die eben erst angebauten Wintergärten. Eine kleine Ermittlung, denkt die toughe Privatdetektivin, und doch weckt der sonderbare Fall ihre Neugier. Schon bald stellt sich heraus, dass er gefährliche Dimensionen annimmt und Kate in Lebensgefahr bringt...

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Kritikerstimmen

Brannigan ist mittlerweile die interessanteste Detektivin des Genres.
-- The Times

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

nette Kriminalgeschichte

gut geschriebene Geschichte, ungewöhnlicher Inhalt und auch der Verlauf ist überraschend; wie schon beim ersten Hörbuch - leider in einer anderen Zeit entstanden, nichts desto trotz lohnt sich das Hören, wirklich nette Unterhaltung
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- hoeschele

Trivialliteratur...

Es war mein erster Val McDermid.
Und ich wurde bitter enttäuscht.
Das alte Agatha-Christie-Strickmuster, davon gleich zwei, die vorraussehbar am Ende miteinander verwoben werden, eine Sprache, wie Sie Raymond Chandler erfand und die von der Autorin nicht weiterentwickelt wurde, dafür aber jedes Krimiklischee bemüht, welches seit Agatha Christie, Raymond Chandler und Ed McBain seinen Weg in die Kriminalliteratur fand.

Um der Geschichte eine Überraschung mit auf den Weg zu geben, ist ausgerechnet die Person am Ende "der Täter", die als einzige, gar kein Motiv hat. Was für eine merkwürdige Konstruktion.

Bis hier hin ist dieses Buch einfach nur trivial.

Schlimm wird es durch einige Details.

Die "Heldin" ist eine junge Frau, die zwei Drittel ihres Jurastudiums hinter sich brachte, dann aber das Studium abbrach und als Privatdetektivin zu arbeiten begann. Die Autorin hat jedoch weder das Strafgesetzbuch, noch die Strafprozessordnung des Landes ihrer Heldin gelesen, obwohl die schottische Autorin des Englischen mächtig sein durfte. So ist der Autorin, wie auch der Heldin der Unterschied zwischen einer Befragung und einer Vernehmung und einem Verhör, der auch im britischen Recht existiert, nicht bekannt. Gleiches gilt auch für den Unterschied zwischen Festnahme und Verhaftung und einige andere Details, die man wahrnimmt, wenn man mal eine Strafprozessordnung und ein Strafgesetzbuch gelesen hat. Das sind beides übrigens in Rechtsstaaten überschaubar "halbdicke" Büchlein.

Auch besitzt ein Privatdetektiv keine Schweigepflicht, sondern eine Auskunftspflicht, wenn er von einem Polizisten befragt wird. Jornalisten dürfen ihre Informanten, also die Quellen verschweigen, aber keine Inhalte, und Seelsorger, Ärtzte und Anwälte dürfen Inhalte verschweigen, aber nicht immer die Quellen.
Kate Brannigan hingegen, einfach nur Privatdetektivin gibt einem Verdächtigen ein falsches Alibi und belügt die Polizei und verweigert Aussagen gegenüber der Polizei und das alles ohne Konsequenzen durch die Polizei?

Auch hat die Autorin wohl noch nie selbst versucht, mit einer Kreditkarte eine Tür zu öffnen. (Das funktioniert nämlich nicht.)

Und in Zeiten der (von der Autorin in diesem Werk selbst erwähnten) Dauervideoüberwachung auf den Straßen Britanniens immer und überall der rasant schnell zu fahren...-...erstaunlich dass Kate Brannigan noch ihren Führerschein besitzt. So funktioniert das nämlich mit einem Automobil mit einem britischen Kennzeichen und einer britischen Fahrerin auf einer britischen Straße nicht (mehr). Gleiches gilt für den (oder die) Bösen in diesem Buich.

Man könnte ein Buch über die Unkenntnis der Autorin und ihrer Heldin schreiben.

Gesteigert wird das Missvergnügen durch die schlechte Übersetzung. Die Übersetzerin scheint hier und da mit der deutschen Gramatik zu kämpfen. Um nur ein Beispiel zu nennen: "hängen" ist ein unregelmäßiges Verb. Die Vergangenheitsform muss "hing" lauten, nicht "hängte".

Gut, umgangssprachlich mag das in einigen Gegenden Deutschlands nicht auffallen, aber von einem Buch erwarte ich, dass es sich sehr genau an die Gramatikregeln hält, wenn eine Autorin ihre Heldin eine Geschichte in der ersten Person Einzahl erzählen lässt und diese Heldin zwei drittel des Weges durch ein Jurastudium hindurch absolviert hat. Man mag es kaum glauben, aber die Sprache ist das Handwerkszeug des Juristen. Und wer im Jurastudium so weit kommt, kann die Sprache. Warum kann Kate Brannigan die Sprache dann nicht. Oder die Autorin? Oder die Übersetzerin? Oder eine Mischung aus allen dreien?

Das weiteres Negativausrufungszeichen setzt die Vorleserin. Sie lispelt. Gut, es ist kaum noch zu hören und ein Lispler kann nichts dafür zu lispeln, aber das Studio, welches die Personalie buchte, kann etwas dafür, denn Val Mcdermid erwähnt nirgendwo, dass Kate Brannigan lispelt oder nahezu nicht mehr lispelt oder mal gelispelt hat und dank logopädischer Übungen ihre Artikulationsfähigkeiten steigerte.

In der Summe:
nicht empfehlenswert.

Und ich verstehe nicht, was die Leute an Val McDermids Büchern "finden", verspreche aber an dieser Stelle, in der Hoffnung, dass das einfach nur ihr schlechtestes Buch war, ein zweites zu "probieren".


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- Demsky

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 08.02.2013
  • Verlag: Audible GmbH