Inhaltsangabe

Sherlock Holmes is dead.
Days after Holmes and his arch-enemy Moriarty fall to their doom at the Reichenbach Falls, Pinkerton agent Frederick Chase arrives in Europe from New York. The death of Moriarty has created a poisonous vacuum which has been swiftly filled by a fiendish new criminal mastermind who has risen to take his place.
Ably assisted by Inspector Athelney Jones of Scotland Yard, a devoted student of Holmes' methods of investigation and deduction, Frederick Chase must forge a path through the darkest corners of the capital to shine light on this shadowy figure, a man much feared but seldom seen, a man determined to engulf London in a tide of murder and menace.
Author of the global best seller The House of Silk, Anthony Horowitz once more breathes life into the world created by Arthur Conan Doyle. With pitch-perfect characterisation and breath-taking pace, Horowitz weaves a relentlessly thrilling tale which teases and delights at every turn. The game is afoot....
Read by Julian Rhind-Tutt. This audio edition also includes The Three Monarchs, a short story narrated by Derek Jacobi.
©2014 Anthony Horowitz (P)2014 Orion Publishing Group
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
4 out of 5 stars
Von papercuts1 Am hilfreichsten 02.02.2015

Sherlock Holmes-Hommage mit Schlusspointe

Eine Sherlock Holmes-Geschichte quasi ohne Sherlock Holmes. Ein Fall mit dem Titel MORIARTY, ohne dass der groß darin auftaucht. Stattdessen: ein ehrgeiziger Scotland Yard-Inspector und ein US-Detektiv, die nach dem ‘Reichenbach Fall’ in die großen Fußstapfen des einzigen consulting detective treten. Die scheinen teils einen Hauch zu groß, vermisst man Holmes und Watson doch ein wenig. Allerdings ist der Geist von Arthur Conan Doyle gut eingefangen, mit etwas mehr Brutalität, Stringenz und Action aufgepeppt. Und am Ende zeigt sich, dass Horowitz nicht umsonst von der Conan Doyle Estate auserkoren wurde, das Erbe des Schriftstellers anzutreten: Die Schlusspointe sitzt, dass es eine diebische Freude ist!

Der Sprecher ist Engländer, jongliert amerikanisches und britisches Englisch aber so überzeugend, dass er beides sein könnte! Im zur Ära passenden engagierten Plauderton vorgelesen - starke Leistung!

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3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

4 out of 5 stars
Von Ursula Kiermeier Am hilfreichsten 10.12.2014

Ein erlesener Sherlock Holmes ohne Sherlock Holmes

Als Sir Arthur Conan Doyle eines schönen Tages seinen Helden Sherlock Holmes leid war und ihn loswerden wollte, stieß er ihn mit dem "Napoleon des Verbrechens" Dr. Moriarty über die Klippen der Reichenbachfälle. Diese Geschichte schrieb Conan Doyle ein wenig lieblos und unlogisch, was von zahlreichen Holmesologen längst nachgewiesen wurde, Conan Doyle hatte einfach genug von Holmes, da war ihm die Logik wohl nicht mehr so wichtig. Und genau hier setzt der Roman Moriarty von Horowitz an, bei den vielen unlogischen Elementen der Holmes-Kurzgeschichte: "The final problem". Holmes* Leiche wurde nie gefunden, als Moriarty wird eine aus den Strömungen gezogene Leiche identifiziert, obwohl niemand genau weiß, wie Moriarty eigentlich ausgesehen hat, also ist das Schicksal beider Beteiligten ungewiss.
Da auf Deutsch nur eine stark gekürzte Fassung als Hörbuch angeboten wird, habe ich mich für die englische Originalfassung entschieden - und diese Entscheidung nicht bereut. Das Buch ist einem klaren, gut verständlichen Amerikanisch gesprochen - Amerikanisch deshalb, weil nicht Watson, sondern ein Pinkerton-Detektiv aus den Staaten als Chronist der Ereignisse auftritt. Erzählt wird anfangs vor allem über die große Leere, die Holmes' Verschwinden verursacht, bei Scotland Yard denkt man darüber nach, ob Holmes (vermeintlicher) Tod nicht Anlass sein sollte, endlich wieder selbst das Denken zu lernen und selbst Fälle zu lösen, weil man sich nicht mehr auf den Überflieger Holmes verlassen kann, der alle Ermittlungsfehler von Scotland Yard wieder ausbügelt.
Und ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt scheint sich das Verbrechen globalisieren zu wollen, scheinbar hatte Moriarty ein Angebot eines amerikanischen Verbrechersyndikats, gemeinsam eine Weltherrschaft des Verbrechens zu organisieren. Auf den Spuren dieses weltumspannenden Verbrechernetzes finden wir ein ungleiches Paar vor, den schrullig-sympathischen Scotland Yard Inspector Jones, den Holmes zweimal düpiert hatte und der jetzt versucht, die Ermittlungstechniken seines Vorbilds nachzuahmen und selbst anzuwenden - Jones' Arbeitszimmer trägt die Züge eines Holmes-Schreins - und den schon erwähnten Senior Agent Chase aus den Staaten, der die Ausweitung des amerikanischen Verbrechenskartells auf die britischen Inseln verhindern möchte. Grausame Morde werden begangen, und das Ermittlerduo ist den Mördern immer einen Schritt hinterher oder voraus, ganz wie man will. Die Lösung dieses typisch britischen Identitätsspiels soll natürlich nicht verraten werden, nur der kleine Hinweis: Für eine ähnliche Lösung wurde Agatha Christie einst aus dem britischen Verband der Krimiautoren rausgeworfen, eine Scharade der Identitäten... Ein hörenswertes Hörbuch für Holmes-Fans und nicht nur, selbst wenn Holmes scheinbar nur in Gesprächen, Erinnerungen und durch seine Nachahmer präsent ist. Ob er am Ende ins Geschehen eingreift und die aus den Fugen geratene Welt wieder ins Lot bringt, soll und darf ja nicht verraten werden.

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1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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