Alles Licht, das wir nicht sehen

  • von Anthony Doerr
  • Sprecher: Frank Arnold
  • 16 Std. 35 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Saint-Malo 1944: Marie-Laure, ein junges, blindes Mädchen, ist mit ihrem Vater, der am "Muséum National d'Histoire Naturelle" arbeitet, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer geflohen. Einst hatte er ihr ein Modell der Pariser Nachbarschaft gebastelt, damit sie sich besser zurechtfinden kann. Nun ist in einem Modell Saint-Malos der vielleicht kostbarste Schatz aus dem Museum versteckt, den auch die Nazis jagen.

Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert, auf eine Napola geschickt und dann in eine Wehrmachtseinheit gesteckt, die mit Peilgeräten Feindsender aufspürt, über die sich der Widerstand organisiert. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, über den Etienne, Marie-Laures Onkel, die Résistance mit Daten versorgt...

Kunstvoll und spannend, mit einer wunderschönen Sprache und einem detaillierten Wissen um die Kriegsereignisse, den Einsatz des Radios, Widerstandscodes, Jules Verne und vieles andere erzählt Anthony Doerr mit einer Reihe unvergesslicher Figuren eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, und vor allem die Geschichte von Marie-Laure und Werner, zwei Jugendlichen, deren Lebenswege sich für einen folgenreichen Augenblick kreuzen.

Gewinner des Pulitzer-Preises 2014, Finalist beim National Book Award 2014 sowie "Best Books of 2014" der New York Times Book Review.

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Beschreibung von Audible

Frankreich im Zweiten Weltkrieg: Eine bildgewaltige Geschichte zweier Schicksale"Alles Licht, das wir nicht sehen" von Anthony Doerr ist ein Meisterwerk der Sprache. Mit seinen großen Worten und einprägsamen Bildern zieht der Pulitzer-Preisträger seine Zuhörer in diesem Hörbuch tief hinein in das Leben seiner Protagonisten.
Das sind die erblindete Marie-Laure LeBlanc aus Paris und der Deutsche Werner Hausner. Während Marie mit ihrem Vater, einem Museumsdirektor, aus der besetzten Hauptstadt fliehen muss, gerät Werner in die zerstörerische Maschinerie der Kriegsarmee. Ihre Schicksalswege kreuzen sich, als Werner Teil einer Spezialeinheit wird, die Widerstandskämpfer aufspüren soll. Sein Weg führt direkt nach Saint-Malo, wo sich Marie und ihr Vater versteckt halten.
Das ungekürzte, von Frank Arnold gelesene Hörbuch "Alles Licht, das wir nicht sehen" von Anthony Doerr ist kein üblicher Kriegsroman. Es ist eine Ode an die Menschlichkeit, ein Kaleidoskop aus Hoffnung, Angst, Liebe und Wahrheit. Kurzum: eine Empfehlung für alle Fans von ergreifenden Geschichten mitten aus dem Leben.

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Kritikerstimmen


Letztlich glückt Anthony Doerr dank kluger Balance von Schönheit und Schrecken ein rares Kunststück: ein Roman, der ebenso schonungslos wie subtil zeigt, was der Krieg aus Träumern macht.
-- Kölnische Rundschau


Wenn es pro Jahr nur ein Buch gäbe... dieses würde mir reichen.
-- Arndt Stroscher, Astro Librium


(...) it is what the English would call "a good read".
-- William T. Vollmann, New York Times

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Die Musik der Worte

Anthony Doerr ist ein wahrer Künstler der Worte. Mit einer unglaublich lebendigen Poesie fesselt er sofort die Aufmerksamkeit des Lesers mit Bildern und Gleichnissen, und lässt Ihn nicht mehr los. Die Handlung selbst wird anfangs fast zur ergreifenden Nebensache. Im Mittelpunk steht die Beschreibung von Wahrnehmungen in seiner subtilsten Form. Aus der Sicht der Blindheit, kindlicher Offenheit und Neugierde wird man in die Zeit des 2. Weltkrieges katapultiert, und man wird betroffener Zeitzeuge, ja Zeitreisender. Doerr gelingt es mit einem emphatischen Gespür diese so ferne Zeit des Krieges mitten in den Raum zu stellen, dass man wie in einem spannenden Film die Handlungen verfolgen kann und muss. Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein können, bewegen sich unaufhaltsam aufeinander zu, berühren und schockieren den Betrachter gleichermaßen. Es ist eine Sinfonie der Worte, die seinesgleichen sucht. Mehrmals bin ich genötigt zurück zu spulen, um die Fülle der Bilder aufnehmen und verstoffwechseln zu können. An vielen Stellen wird jeder Satz zum Kunstwerk.
Frank Arnold liest das Buch meisterlich, er vermeidet überzogene Dramatik und lässt so genug Raum, den Text eher für sich selbst sprechen zu lassen. Dennoch ist er mit seiner Stimme mitten im Geschehen, modelliert vortrefflich inhaltliche Nuancen, so dass man den Atem anhalten muss.
Jeder Freund guter Literatur stößt hier auf einen wahren Schatz und wird womöglich tief im Herzen berührt.
Es wird schwer, das nächste Buch zu finden….
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- Udolix

Eine Geschichte aus einem besonderen Blickwinkel

Diese Geschichte nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Direkt hinein in den zweiten Weltkrieg und spielt in Deutschland und Frankreich. Somit gibt es also zwei Haupterzählstränge. Einer erzählt uns die Geschichte von Werner und einer das Leben der blinden Marie-Laure. Die Erzählstränge sind immer nur sehr kurze Szenen, dann folgt wieder ein Wechsel zum anderen. Anfangs fand ich das etwas mühsam, jedoch gewöhnte ich mich daran, je mehr Form die ganze Geschichte annahm.

Die Protagonisten fand ich sehr gut beschrieben, so dass man von jeder wichtigen Person eine sehr genaue Vorstellung hatte. Dies führte dazu, dass man mit den Personen richtig mitfühlen konnte, dass man mit ihnen litt, sich mit ihnen freute, auch wenn es zu letzterem nur selten einen Anlass gab. Auch die Landschaften wurden toll beschrieben, so dass man fast das Salzwasser selbst in der Nase roch.

Sehr gut gefielen mir auch die Beschreibungen, wie sich die blinde Marie-Laure in ihrem Leben und dann auch noch in einer ihr völlig fremden Stadt zurecht fand. Sie war meine wahrhafte Heldin in dieser Geschichte.

Die Geschichte insgesamt hat mir richtig gut gefallen, wenn auch der allerletzte Funke zur Begeisterung nicht ganz übergesprungen ist. Aber es lohnt sich auf alle Fälle, sich dieses wirklich ergreifende Hörbuch anzuhören.

Frank Arnold, den ich als Sprecher von Sachbüchern sehr schätze, fand ich hier nicht so gut. Zumindest nicht, wenn es sich um Dialoge handelte. Denn diese sprach er größtenteils einfach nur lauter und heller, aber alle hatten irgendwie die gleiche Stimme.
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- Ute

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 25.12.2014
  • Verlag: Audible Studios