Back to Blood

  • von Tom Wolfe
  • Sprecher: Frank Arnold
  • 23 Std. 30 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Die Freiheit ist nur 20 Meter entfernt für den kubanischen Flüchtling, der sich auf den Mast einer Luxusjacht vor Miami geflüchtet hat. Aber dann wird er vor den Augen von Millionen Fernsehzuschauern in einer spektakulären Aktion live verhaftet. Und das ausgerechnet vom netten Nestor, einem Polizisten mit kubanischen Wurzeln, der unter den chauvinistischen Sprüchen seiner weißen Vorgesetzten leidet. Die ganze Stadt ist in zwei Lager gespalten: Für seine Familie und Landsleute ist Nestor ein Verräter, für die Weißen ein Held und Musteramerikaner. Soll der kubanische Bürgermeister ihn suspendieren oder mit Orden schmücken? Versaut ihm dieser Idiot die Wiederwahl? Genüsslich und packend taucht Tom Wolfe ein in die verrückteste Stadt Amerikas: Miami, wo die Spanisch sprechenden Kubaner inzwischen die Mehrheit, aber die Weißen immer noch das Geld haben. Wo die Jugend am Strand den ewigen Spaß und die Rentner beim Schönheitschirurgen das ewige Leben suchen. Wo die Blutlinien mitten durch den amerikanischen Traum verlaufen.

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Kritikerstimmen

Wolfe gelingt eine bitterböse Gesellschaftssatire. Grell, übersteigert, mitreißend - sein bestes Buch seit Fegefeuer der Eitelkeiten.
-- Focus

Kultautor Tom Wolfe liebt es, seinen Lesern den Spiegel vorzuhalten und sie spektakulär auf die Eigenarten der amerikanischen Gesellschaft zu stoßen.
-- Cosmopolitan

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Urrrrrrrghuaaa!

Die "New York Times" summierte die Qualität von "Back to Blood" so: "Entertaining but flawed". Übersetzt: Unterhaltsam aber fehlerhaft, mit Makeln behaftet – je nachdem, welche Übersetzung man wählt. "Die Welt" titelte: "Tom Wolfe scheitert an Miami". Die Leser stimmten an der Ladentheke ab: Nur 62.000 Exemplare in fünf Monaten verkauft. Der größte Flop in Wolfes Biografie, vor allem aber für seinen Verlag, der angeblich ein Honorar von sieben Millionen Dollar gezahlt hat.

Wieder wählt Wolfe eine amerikanische Großstadt als Schauplatz seiner Geschichte, die er im Laufe der Handlung porträtiert. In "Bonfire of the Vanities" (Fegefeuer der Eitelkeiten) war es New York, "A Man in Full" (Ein ganzer Kerl) spielte in Atlanta – und nun ist Miami an der Reihe. Wolfe gilt als Mit-Erfinder der Stilgattung des "New Journalism", einer Mischung aus realer Reportage und literarischen Passagen. "Journalism" suggeriert, dass er selbst vor Ort recherchieren muss. Das geschah offenkundig. Doch statt einer Reportage mit fiktionalen Elementen kam eine völlig überdrehte Geschichte heraus, die Miami wie die erfundene durchgeknallte Hauptstadt einer Comic-Serie erscheinen lässt. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass Wolfe immer wieder onomtopoetische Comicsprache verwendet: ARRGH! SMAK! UAHHHH!

Die Geschichte dreht sich um einen kubastämmigen Polizisten (Nestor), seine ebenfalls aus einer kubanischen Familie stammende Ex-Freundin (Magdalena), einen russischen Oligarchen, einen Sexual-Psychiater und einen Journalisten. Jeder von Ihnen dient als Projektionsfläche für die Extreme, die in Miami aufeinander treffen: Kubanische Einwanderer, Farbige, "Wasps" (White Anglo-Saxon Protestants) und das große Geld aus Russland, welches vor allem die Kult-Kunstmesse "Art Basel Miami" beeinflusst, die in Wolfes Buch eine wichtige Rolle spielt.

Nestor wird von seinen Landsleuten geächtet, weil er im Dienst zwar einem kubanischen Flüchtling das Leben rettet, damit aber dessen Auslieferung zurück nach Kuba ermöglicht. Magdalena flieht aus dem Kuba-Getto "Little Havanna" und lässt sich auf eine Affäre mit einem Sexual-Psychiater ein, der auf die Behandlung pornosüchtiger Patienten spezialisiert ist, in der Hoffnung, den sozialen Aufstieg zu meistern. Der russische Oligarch lässt sich für eine großzügige Schenkung an das Kunstmuseum feiern und wird dafür von der Oberschicht Miamis – allesamt Wasps – vergöttert.

Wolfe reiht eine Slapstick-Szene an die nächste, viele davon so exaltiert wie sein eigenes persönliches Auftreten in der Öffentlichkeit. Sexorgien bei der berüchtigten "Columbus Day Regatta", ein gruseliges Abendessen in einem Nobelrestaurant, der Sex-Psychiater beim zynischen Kommentieren von Genital-Fotos, eine aus dem Ruder laufende Razzia in einem Slum der farbigen Gemeinde von Miami… Und immer wieder "Urrrrrrrghuaaa!", "Haaaahaaaa!"…

An dieser Stelle muss gesagt werden, dass Sprecher Frank Arnold diese Herausforderung bravourös meistert.

Wer Miami nie selbst besucht hat, wird glauben, diese Stadt sei völlig durchgedreht. Wer Miami kennt, wird sich an den Kopf fassen, und sich fragen, wie Wolfe auf die Idee kommen konnte, diese Stadt so grotesk darzustellen. Rezensenten aus Miami drücken es – ins Bayerische übersetzt – so aus: Geh, der ist spinnert – aber recht lustig.
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- Flyboy01

Uninteressante Story für Nichtamerikaner

Würden Sie es noch mit einem anderen Hörbuch von Tom Wolfe und/oder Frank Arnold versuchen?

Nein!


Was werden Sie wohl als nächstes hören?

Picknick mit Bären


Würden Sie es noch mal mit einem anderen Hörbuch mit Frank Arnold versuchen?

nein


Welche Szenen dieses Hörbuchs hätten Sie als Regisseur gestrichen?

mehrere, vor allem sexistische Wiederholung/ Betonung des Wortes "Venushügel" und des fürchterlichen Fitnessgym-Wortes....


Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Nur für Menschen, die sich für die unterschiedlichen amerikanischen Rassen/Kulturen spez. in Florida interessieren, und übertriebene Hörbuchsprecher begeistern können. Das erste Hörbuch, dass ich nach 2 Std.abgebrochen habe....

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- Sanny

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 30.01.2013
  • Verlag: Random House Audio, Deutschland