Das Böse im Blut

  • von James Carlos Blake
  • Sprecher: Uve Teschner
  • 14 Std. 47 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Im Herbst 1842 bricht das Unglück über die Brüder Edward und John Little herein. In Georgia ersticht der Vater der beiden Jungen einen Mann, der so unvorsichtig war, ihre Mutter zum Tanz aufzufordern. Die Familie flieht vor dem Gesetz in die Sümpfe Floridas, wo es zur Katastrophe kommt. Nach einer Bluttat, die von nun an ihre Träume beherrschen wird, brechen die Brüder nach Westen auf, um dort ihr Glück zu finden.

Aber das Grenzland zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko entpuppt sich als Vorhof zur Hölle, wo Mörderbanden und blutrünstige Indianer Angst und Schrecken verbreiten. Getrieben von ihren inneren Dämonen verstricken sich Edward und John Little in ein Leben voll roher Gewalt. Doch dann werden die beiden in den Wirren des Amerikanisch-Mexikanischen Krieges getrennt... und stehen sich plötzlich auf feindlichen Seiten gegenüber.

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Kritikerstimmen


Dieser Autor macht keine Gefangenen.
-- USA TODAY

Das Böse im Blut ist ein Roman mit einer enormen Sogkraft.
-- Stuttgarter Zeitung

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Wenn ein zerschossenes Auge eine Bagatelle ist!

Uve Teschner ist in der Zwischenzeit mein persönlicher Favorit der Stimmen. Sie passt super zu dieser sehr harte Geschichte über eine Familie, die sich selbst nie eine Chance gab gut zu werden. Drei Kinder, jedes im Strudel einer brutalen, schonungslosen Zeit. In einer Weise erzählt, bei der im Laufe der Geschichte alles was weniger ist als abgehäutet oder geköpft, oder entmannt zu einer Bagatelle wird.

Und genau da ist der Makel der Geschichte. Wo man mit dezenten Grausamkeiten Schrecken beim Hörer verursachen kann, führt die Anhäufung dieser zu einer Abstumpfung und zu einem gewissen Unglauben und Widerwillen.

In dieser Geschichte gibt es keine Gutmenschen, wie wir sie kennen. Da alle sich prügeln und töten und Trieb gesteuert sind, gibt es keinen Gegensatz und nichts, an dem man sich moralisch festhalten kann. Zwar versucht der Autor dies, durch wenige Sekunden des Zweifels bei ausgewählten Antagonisten (Protagonisten gibt es eigentlich nicht) und indem er immer beteuert, daß die Drei aufgrund ihrer Eltern eh keine Chance hatten. Doch in Summe mißlingt dieser Versuch.

Warum aber trotzdem vier Sterne. Weil die Story spannend erzählt wird und meine Recherchen ergaben, daß vieles davon wahr sein kann. Die San Patricios gab es, sogar die Höhe der erwähnten Skalpprämien sind korreckt.

Also möglicherweise ist das ja kein Buch, sondern ein Tagebuch. Manchmal erscheint es mir fast in diesem Licht. Und das macht dieses Buch zu etwas Besonderem.

Allerdings - ACHTUNG - es ist aufgrund dieser Authenzität brutaler als alles, was ich bisher hörte.
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- Wolfram

Wirklich harter Tobak - Nichts für zarte Gemüter

Wow, was für ein Buch. Selten war es so schwierig, eine Rezension zu schreiben.

Das Buch ist wirklich gut geschrieben. Verdammt gut sogar. Leider. Sonst wäre es wahrscheinlich schon nach einer Stunde von meinem iPod geflogen. Aber leider ist es nicht schlecht geschrieben.

Und noch dazu die Lesung. Uve Teschner liest schlichtweg genial. Mitreißend, in knackigem Tempo und auch sein Spanisch klingt für mich absolut authentisch. Schade, dass bei fünf Sternen schon Schluss ist. Die Lesung wäre mehr wert gewesen.

Die Geschichte selbst ist es, die es mir nicht leicht macht. Sie ist rücksichtslos brutal. Blutrünstig und gewissenlos. Richtig harte Kost. Die Männer töten ohne mit der Wimper zu zucken. Sie foltern, verstümmeln und bringen sich schon aus kleinsten Anlässen gegenseitig um. Die Frauen sind größtenteils schlichtweg Huren.

Fast allen der Protagonisten hätte man wirklich mit den im Buch geschilderten Methoden entgegentreten sollen. Sich zusammenrotten und einfach totschlagen.

Bis auf wenige Ausnahmen (selten bricht in der Geschichte mal ein schwacher Lichtstrahl Menschlichkeit durch die trübe Wolkendecke) werden nur die Schattenseiten, die Gewalt und das Elend der Menschen beschrieben. Irgendwo sicher auch realistisch, aber doch bestimmt auch deutlich übertrieben. Im Westen war das Leben sicher hart und oft auch brutal, aber so? Sicher nicht! Wobei wir uns heute in unserer vergleichsweise sicheren und friedlichen Welt das Leben der Menschen in „Wilden“ Westen damals ja kaum noch wirklich vorstellen können. Wir können uns zwar an Ereignisse oder Personen erinnern, aber kaum noch nachvollziehen, wie sie wirklich dachten und fühlten. Zu sehr ist unsere Vorstellung da auch von Karl May oder den unzähligen Western im Fernsehen geprägt. Selbst das Leben vor fünfzig Jahren ist ja kaum noch wirklich vorstellbar, so sehr hat sich die Gesellschaft durch neue Techniken und Entwicklungen geändert. Ich persönlich halte jede einzelne, der geschilderten Erlebnisse für sich genommen für absolut authentisch. Nur als gewaltiges Konglomerat exzessiver Gewalt und Brutalität trotzdem für übertrieben.

Tja, gefallen hat mir das Buch eigentlich nicht. Aber es hat mich fasziniert. Irgendwie. Zarten Gemütern möchte ich ausdrücklich von diesem Werk abraten. Wer sich aber nicht scheut literarisch knöcheltief im Blut zu waten und tief in schonungslos geschilderte menschliche Abgründe zu blicken, dem möchte ich „Das Böse im Blut“ empfehlen. Es ist zwar extrem hart geschrieben, aber auch extrem gut gelesen.

Viel Spaß möchte ich dem Hörer wirklich nicht wünschen. Aber gute Unterhaltung mit gepflegtem Schauer ohne Albträume.
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- Saarpirat

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 23.07.2015
  • Verlag: Audible Studios