Das Mädchen, das den Himmel berührte

  • von Luca Di Fulvio
  • Sprecher: Sascha Rotermund
  • 29 Std. 6 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Wie wird ein junger Tagedieb, der seine Kindheit in einer Höhle verbracht hat, zu einem glühenden Verfechter der Freiheit? Wie wird ein jüdischer Betrüger zu einem berühmten Arzt? Und wie wird ein junges Mädchen ohne Perspektive zu einer einflussreichen Modeschöpferin? Die Antwort liegt in Venedig. Denn dort, im Labyrinth der Gassen und Kanäle der geheimnisvollsten Lagune Europas, zwischen der Pracht San Marcos und dem Elend der Spelunken von Rialto findet sich das gesamte Panorama des Lebens...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Schöne Geschichte im alten Venedig

Es gilt, sich einen umfangreichen, historischen Roman zu erarbeiten, der sehr viele Themenbereiche umfasst, sowie auch zahlreiche Handlungsstränge:

- Zum einen sind da Mercurio, Benedetta und Zolfo. Waisenkinder, die sich durch kleinere Betrügereien über Wasser halten, aber keine richtigen Freunde sind.
- Der jüdische Kaufmann Shimon Baruch.
- Der jüdische Betrüger und später Arzt, Isacco und seine Tocher Giuditta.
- Der Mönch Amadeo.

Neben diesen vier Hauptsträngen, gibt es auch noch einige Nebenhandlungen, die im Laufe der Geschichte miteinander verflochten und neugeflochten werden.

Das Ziel ist Venedig. Dort spielt der Großteil der Handlung und dort gibt es auch das große Finale, in dem alle Figuren zusammentreffen.

Ich habe viel gelernt und Neues erfahren, das ich bis dato nicht gewusst habe, z.B. wie jüdische Viertel entstanden sind oder wie ein Boot / kleines Schiff gebaut wurde, über die "Franzosenkrankheit" und ihre Bekämpfung wird berichtet als auch über damalige Verkleidungskünste, die mich richtig zum Staunen gebracht haben. Sehr interessant fand ich auch die Beschreibung von Kleidern "von der Stange".

Durch den Umfang des Buches hat der Autor genug Zeit seine vielen und verschiedenen Charaktere auszuarbeiten und ihnen Tiefe zu geben. Meine absolute Lieblingsfigur war Scarabello, der Boss der Betrüger in Venedig, der eigentlich eine Nebenfigur darstellt, doch wie ich finde, am besten gelungen ist. Er ist nicht nur gut oder böse und deshalb war ich von dieser Figur am meisten überzeugt. Dagegen belegt Giuditta, auf meiner Figurskala, den letzten Platz. Ihr Charakter plätschert leider nur so vor sich hin, ohne bedeutende Entwicklung.

Ganz zart Beseiteten würde ich dieses Buch nicht empfehlen. Sehr detailliert werden hier und da einige Ereignisse beschrieben, auf die ich, insbesondere beim Geschlechtsverkehr von zwei bestimmten Charakteren, hätte verzichten können.

Oft überrascht Di Fulvio den Leser mit dem Fortgang der Handlung. Das hat mir sehr gut gefallen. So wurden die 29 Stunden Hörbuch nicht langweilig oder langatmig.

Zum Hörbuch:
Ich bin sehr froh, dieses Geschichte als Hörbuch genossen zu haben. Der Erzähler schafft es schön den verschiedenen Figuren eine eigene Stimme zu geben, und das, das ganze Buch über. Emotional und krafvoll verleiht er der Geschichte ein Leben, und es fällt dem Zuhörer sehr leicht sich alles vorzustellen. Ich hatte immer ein tolles Kopfkino. Ich bemängel jedoch die machmal zu laut und zu kraftvoll gesprochene wörtliche Rede, die mich tatsächlich ab und an zusammenzucken ließ. Auch störten mich die auffälligen Schluckgeräusche des Sprechers, die er selten aber doch hin und wieder gekonnt in der Geschichte "verstecken" konnte. Ich weiß, dass die ungekürzte Ausgabe 29 Stunden (und mehr) Spechzeit gedauert hat aber dann denke ich, hätte man vielleicht mehr Pausen, zum Erholen des Erzählers, machen sollen.
Insgesamt aber ist dieses Buch ein Buchtipp.
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- monerl

Eine wundervolle Geschichte

Was für ein ergreifendes Hörbuch! Wo bitte sind die 29 Stunden hin? Sie vergingen für mich beim Zuhören wie im freien Fall und ich würde gerne noch weitere 29 Stunden der Geschichte lauschen.

Dieses Hörbuch ist prall gefüllt mit Menschen und ihren Gefühlen, mit Judenhass, mit Hexenverfolgung und der Inquisition, mit Gaunereien, mit Charme, mit Liebe ohne Vorurteile, mit Freundschaft, Hass und Neid, Verrat und Täuschung und natürlich jeder Menge Widrigkeiten, die die Protagonisten durch- und überleben müssen. Wie sie das bewerkstelligen wird in prächtig beschriebenen Bildern erzählt. Ich konnte mir das Venedig von damals mit all seinen Kanälen und Gassen, Läden und Gerüchen, Edelmännern und Huren etc. sehr gut vorstellen.

Wie auch schon in “Der Junge, der Träume schenkte” wird die Geschichte über mehrere Jahre erzählt. Allerdings ist hier die Zeitspanne nicht so lang. Doch deswegen war es noch lange nicht weniger interessant! Denn in der Zeit, die erzählt wird, passiert so erschreckend viel, dass bei mir keine Minute Langeweile aufkam.

Sehr ausführlich wird hier auch geschildert, wie in einer unglaublich großen Reederei Galeeren gebaut wurden. Äußerst interessant fand ich das. Ebenso interessant war auch die Schilderung des Hexenprozesses.

Die Geschichte hat verschiedene Erzählstränge, die sich zum Ende hin zu einem verbinden und somit auch nichts ungeklärt bleibt. Und den letzten Satz – hach, den fand ich richtig passend als Abschluss für diesen wundervollen Roman.

Sascha Rotermund hat diese Geschichte unschlagbar gut, engagiert und mit viel Gespür für die Protagonisten und die einzelnen Situationen gesprochen. Seine Leistung verdient ebenso wie die Geschichte die volle Punktzahl!
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- Ute

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 18.02.2013
  • Verlag: Lübbe Audio