Der Mann mit der Ledertasche

  • von Charles Bukowski
  • Sprecher: Matthias Brandt
  • 4 Std. 57 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

"Das gesamte Personal der Post muss in seiner völligen Hingabe an das Interesse der Öffentlichkeit immer standhaft und rechtschaffen bleiben. Vom Personal der Post wird erwartet, dass es nach den höchsten sittlichen Grundsätzen handelt, die Gesetze der Vereinigten Staaten achtet und sich im Übrigen an die Vorschriften und Richtlinien der Postverwaltung hält." Der Briefträger Henry Chinaski alias Charles Bukowski bleibt unsittlich: Trotz zahlreicher Auseinandersetzungen mit seinem Chef frönt er seinem exzessiven Leben; er raucht, trinkt und versucht erfolglos, eine dauerhafte sexuelle Beziehung aufzubauen. Zunächst als Briefträger nicht nur bissigen Hunden ausgesetzt, verbringt er später seine Nächte an der Sortiermaschine. Schließlich quittiert er den Dienst, um einen Roman zu schreiben.
Der Klassiker der Untergrundliteratur hat nichts von seinem anarchischen Witz und seiner rauen Wirkung eingebüßt. "Der Mann mit der Ledertasche" ("Post Office") ist Bukowskis erster und wichtigster Roman, mit dem er 1971 den Sprung von Dichtung zu Prosa vollzog und der ihn weltberühmt machen sollte. Vierzig Jahre nach der Erstveröffentlichung in den USA erscheint der Roman nun erstmals als Hörbuch, gelesen von Matthias Brandt.

weiterlesen

Kritikerstimmen

Mit Matthias Brandt als Sprecher ist dem Verlag eine glänzende Besetzung gelungen.
-- literaturmarkt.info

weiterlesen

Das könnte Ihnen auch gefallen:

Hörerrezensionen

Hilfreichste

Ein wahrer Hörgenuss!

Zunächst: Matthias Brandt hört man gerne zu. Er verleiht Bukowski glaubhaft die Stimme: Tambre, witz und Lakonie alles stimmt und liegt in Brands stimme : Einfach ein Genuss dieses Buch nach gut zwanzig Jahren, seid dem ich "Der Mann mit der Ledertasche" gelesen habe diesmal hören.
Bukowski beschreibt die Prekarisierung der Arbeitswelt Ende der sechziger Jahre in den USA, ein Umstand denen nun auch Millionen von Menschen spätestens nach der Agenda 2010 und Harz IV, die der Einführung der Leiharbeit dank der SPD erleben dürfen. Weshalb die Beschreibung der Arbeit ohne Netz und Arbeitsrechte einem erstaunlich aktuell vorkommen.
Bukowski beschreibt die Welt aus der Sicht des abgeklärten Aussenseiters,
er zeigt das man unter dem Arbeitsregime des Fortismus mit seiner Stoppuhr- Effizienz als Arbeitnehmer nicht viel besser dran ist als ein Sklave, dass man nicht lebt sondern gelebt und vetnutzt wird. Was er aber auch zeigt ist, dass man den modernen Sklavetreibern nicht in den Arsch kriechen muss. Seine Romane haben alle einen stark autobiographischen​ Charakter. Ich habe so ziemlich alles von ihm gelesen, ich liebe sein Werk, er ist mein literarischer Held!
Lesen Sie weiter...

- MB

Autobiografisches Frühwerk mit Schwächen

"Post Office", wie der Text im Original heißt, war Bukowskis erster Roman. Er trägt deutlich autobiografische Züge, und das ist auch seine Schwäche. Denn das Leben ist nun mal kein Roman.
Auch diesem Text fehlt es an dramaturgischer Struktur, es wirkt wie eine lose Aneinandereihung von Erinnerungen, Anekdoten und Episoden.
Hauptthemen sind die jahrelange Arbeit für die US Post (das sind die stärksten Passagen: die Zurschaustellung der Absurdität der Behördenbürokratie), wechselnde Lebensgefährtinnen, Alkohol und Pferdewetten.
Den typischen, schnodrigen Bukowski-Sound bekommt man gut mit, Brandt spricht das sehr passend und expressiv. Aber vom Hocker hat mich das Hörbuch leider nicht gerissen.
Vielleicht werd ich noch mal was im Original von Bukowski versuchen...
Lesen Sie weiter...

- Christian

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 11.11.2011
  • Verlag: Verlag Antje Kunstmann