Der Turm. Geschichte aus einem versunkenen Land

  • von Uwe Tellkamp
  • Sprecher: Sylvester Groth
  • 9 Std. 44 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

Resigniert, aber humorvoll kommentiert man in Dresden zwischen 1982 und 1989 den Niedergang des Gesellschaftssystems der DDR. Anne und Richard Hoffmann, sie Krankenschwester, er Chirurg, stehen im Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren. Christian, ihr ältester Sohn, bekommt die Härte des Systems in der NVA zu spüren. Und Onkel Meno Rohde, mit Zugang zur Nomenklatura, steht zwischen den Welten. In epischer Sprache, in eingehend liebevollen wie dramatischen Szenen entwirft Uwe Tellkamp ein monumentales Panorama der untergehenden DDR, in der Angehörige dreier Generationen auf den Mahlstrom der Revolution von 1989 zutreiben.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Interessantes Buch - aber ...

Zur Vorrezension:
als 70er Jahrgang, Nicht-DDR-Bürger, kann ich zwar nicht mitreden. Dennoch erlaube ich mir, die Aussage "Der Turm - das war nicht die DDR" als ... naja, etwas anmaßend einzuordnen. Das beschriebene Dresdner Intellektuellen-Milieu war sicher nicht DIE DDR (ein Anspruch, den Autor und Buch wohl auch kaum erheben), aber doch eine Facette, ein Ausschnitt aus dem Leben in der DDR. Ebenso der - für manche schikanöse - Alltag in der NVA.
Die überwiegend freundlichen bis begeisterten Rezensionen der Feuilletonisten stammen ja beileibe nicht nur von "Wessis".

Zur Sprache:
Habe sie oft als schön und anspruchsvoll, bisweilen aber auch als übertrieben verschnörkelt empfunden. In Buchform sicher leichter zu konsumieren. Definitiv ein Hörbuch, das Konzentration verlangt.

Zur Umsetzung als Hörbuch:
Ich habe den starken Verdacht, dass gewaltige Kürzungen erfolgt sind. Schon beim Hören ist mir aufgefallen, dass einzelne Handlungsstränge überhaupt nicht mehr weiterverfolgt wurden. Nach Lesen des Klappentexts gehe ich davon aus, dass ganze Kapitelkomplexe rausgelassen wurden. In dem Text (mit Rezensionen nachzulesen unter http://www.perlentaucher.de/buch/30147.html) werden Dinge angesprochen, die im Hörbuch keine Rolle spielen.
Meines Erachtens ein dickes Minus, kann daher nur noch drei Sterne vergeben.

Zum Sprecher:
Kann es nur schwer in Worte fassen - aber sein Vorlesestil gefällt mir nicht sonderlich.
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- Jens

Willkommen in der Realität

Es geht um die DDR (wobei ich die Realitätsnähe nicht beurteilen kann) und es geht um einen jungen Mann, der beim Erwachsenwerden die Welt in ungeahnten Facetten der Brutalität, Oberflächlichkeit und Korruption kennen lernt.
Da bricht ein Weltbild von schöngeistiger Weltanschauung und geistiger Elite zusammen bis auf die Basis der Existenz: der Wunsch nach Essen, Wärme, körperlicher Unversehrtheit und letztendlich auch sexueller Befriedigung. EIn wunderbares Buch in etwas melancholischer Art sehr ruhig gelesen.
Leider sind durch die Kürzungen manche Handlungsstränge lückenhaft. Deshalb nur vier Sterne.
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- Martina

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 27.07.2009
  • Verlag: Der Hörverlag