Der Zorn der Wölfe

  • von Jiang Rong
  • Sprecher: Martin Bross
  • 9 Std. 10 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

Der chinesische Student Chen Zhen wird während der Kulturrevolution in den 60er Jahren in die Innere Mongolei geschickt. Dort soll er das Leben der nomadisierenden Viehzüchter kennenlernen. Sofort ist er völlig in den Bann gezogen von dieser ihm gänzlich unbekannten und archaischen Welt. An der Seite Bilgees, seines alten mongolischen Lehrers, trotzt er Schneestürmen und sengender Hitze, und er erhält Einblick in die alten Mythen und Traditionen des mongolischen Volkes. Vor allem aber macht Chen Zhen die Bekanntschaft mit den Wölfen, deren Klugheit und Mut die Mongolen von jeher fasziniert haben und bald verbindet ihn eine tiefe Liebe zu einem Wolfsjungen, das er aufzieht. Doch dann kündigt sich Unheil an, denn als die Chinesen das wirtschaftliche Potenzial der mongolischen Steppe wittern, drohen Profitgier und blinder Fortschrittsglaube das Jahrhunderte währende Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur zu zerstören.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Ein politisches Buch - durch und durch

Das Buch ist inzwischen längst eine Parabel, denn dieses in diesem autobiografischen Roman beschriebene Olonbulag gibt es längst nicht mehr. Durch Macht und Menschen mit Provitgier ist aus dem Land schon längst eine Wüste geworden.

Um die Ausmaße des Buches zu verstehen, sollte man sich zuvor mit der politischen Situation in den 60er Jahren in China und der Mongolei beschäftigen und die vorangestellte Information über den Autor Jiang Rong lesen. So erfährt man, dass Jiang Rong nur ein Pseudonym von Lu Jiamin ist, der bereits viermal als Konterrevolutionär verfolgt wurde und mehrere Jahre als politischer Gefangener in Haft saß. An den wachen Augen der konservativen Regierung vorbeigeschmuggelt, entwickelte sich Der Zorn der Wölfe zum erfolgreichsten Buch Chinas nach der Mao-Bibel

Er bescheinigt den vom Konfuzianismus und Ackerbau geprägten Chinesen, „schwach wie die Schafe zu sein", während die Mongolen von der Kriegskunst ihrer natürlichen Feinde, den Wölfen, gelernt hätten.

Die Geschichte um den kleinen Wolf hat mich tief erschüttert. Uns wird vor Augen geführt, dass eine Umerziehung weder beim Menschen, noch bei den Wölfen funktioniert. Ein politisches Buch - durch und durch.

Der Sprecher schafft es fesselnd diese Geschichte zu erzählen. Ich bin gespannt noch mehr von Martin Bross zu hören.
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- kafiedler

Blutrünstig

Leider beschränkt sich das Buch in den ersten beiden Stunden auf blutrünstige Schilderungen von Gazellen, Pferde- und Wolfsjagden mit wechselnden Angreifern, wechselnden Opfern, ohne dass ein interessanter Erzählstrang erkennbar würde. Die Schilderungen der Jagdszenen gelingen nicht ganz und sind wenig überzeugend.
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- Kornelius

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2009
  • Verlag: Random House Audio, Deutschland