Der kleine Bruder : Herr Lehmann

  • von Sven Regener
  • Sprecher: Sven Regener
  • Serie: Herr Lehmann
  • 5 Std. 24 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Berlin-Kreuzberg, November 1980: Im Schatten der Mauer gedeiht ein Paralleluniversum voller Künstler, Hausbesetzer, Kneipenbesitzer, Kneipenbesucher, Hunde und Punks. Bier, Standpunkte, Reden, Verräterschweine, alles ist da. Nur eins fehlt: jemand, der alles mal richtig durchdenkt: Frank Lehmann aus Bremen.

Nachdem seine WG dort vom Gesundheitsamt geschlossen wurde, das Zimmer bei seinen Eltern zum Fernseherreparieren benötigt wird und er nach kühnem Ausbruch aus dem Wehrdienst noch keinen Plan hat, fährt er erst mal nach Berlin, zu seinem großen Bruder Manni, der dort als Künstler lebt und eine große Nummer ist. Dachte er. Doch Manni ist weg. Weder sein Vermieter Erwin Kächele noch dessen Nichte Chrissie oder sein Mitbewohner Karl haben eine Ahnung, wo Manni steckt. Außerdem nennen sie ihn nicht Manni, sondern Freddie. Und haben sofort eine konkrete Idee davon, was Frank zu tun hat: Anstelle seines Bruders an einem kurzfristig anberaumten Krisenplenum teilnehmen. Damit beginnt eine lange Nacht, in der Frank Lehmann lernt, dass in einer Welt, in der alle Künstler sein wollen, nichts notwendigerweise das ist, als das es erscheint, und in der er mehr über seinen Bruder erfährt, als er wissen will, aber nie das, wonach er fragt...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Hört sich komisch an... ist aber so

Regners Melancholie und der Lebenswille seiner Figuren sind einfach ein absolutes Hörvergnügen. Eigentlich alles ganz normal. wie im echten Leben. Eben Geschichten über den alltäglichem Wahnsinn und den Menschen die versuchen damit zurecht zu kommen ohne unter zu gehen. Und das sehr genau beobachtet und witzig beschrieben. Regners Figuren sind auf der Suche nach dem Glück ohne die große Lösung zu kennen. Aber die ist ja sowieso nicht so wichtig. Herr Lehmann versucht dabei immer aufrichtig den friedlichen Weg des Miteinanders zu gehen auch wenn es manchmal nicht klappt. Dafür hab ich Ihn richtig gern.
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- bilderali

Schöner Schluss in der Mitte

Nach Herr Lehmann und Neue Vahr Süd, nun zum Schluss den Mittelteil der Geschichte. Als Abschluss der Triologie. In der Story etwas schwächer als Neue Vahr Süd, aber in der Geschwindigkeit und Witz der Dialoge deutlich besser. Der schwächste Teil des Dreiteilers ist Herr Lehmann. Zum Kleinen Bruder:Eine 80'er Jahre Story in Berlin, eine deutsche Nabelschau, mit der Beschränktheit, in der wir damals gelebt und gedacht haben. Der Roman beginnt mit dem Satz, den Regener in neue Vahr Süd nicht mehr geschrieben hat. Eine direkte Fortsetzung. Wolli im Auto mit Frank auf dem Weg nach Berlin. Wolli als Punk, Frankie als Hippie. Frank will zu seinem Bruder Manfred (oder Manni bzw. Freddie - genaueres wird im Buch aufgelöst). Der ist aber nicht aufzufinden. Nicht mal seine besten Freunde haben eine Idee wo sich Manfred aufhält. So macht sich Frankie auf ihn zu suchen. Dabei entdeckt er seinen neuen Traumjob - Bier/Getränke zu verkaufen (das müsste man auch mal ausprobieren). Der geneigte Hörer erfährt nebenbei, dass er, wie früher schon, nicht in der dritten Person von Frankie reden sollte, wiewohl dies der durchgängige Stil von Regener ist (er hat wohl Glück gehabt Frankie nie direkt zu begegnen). Leider hat das Buch eine Schwäche: das Ende. Das müsst ihr aber selber hören. Verraten kann ich nix.Doch das Buch benötigt keinen Schluss. Es ist in einem schönen, witzigen, mitreissendem Stil geschrieben, gelesen. Ein Hörgenuss, dass leider viel zu schnell zu Ende geht. Schade, dass es nur eine Triologie gibt.Zum Schluss: Herzlichen Glückwunsch Sven Regener zur Geschichte von Frank Lehmann. Insgesamt ein genialer Hörgenuss.
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- Martin Müller

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 13.11.2008
  • Verlag: tacheles! / Roof Music