Der liebe Gott macht blau

  • von Arto Paasilinna
  • Sprecher: Jürgen von der Lippe
  • 4 Std. 51 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

Der liebe Gott hat die Nase gestrichen voll von den Menschen und all dem Unsinn, den sie verzapfen. Er braucht Abstand, ist schlichtweg urlaubsreif. Nur, wer soll ihn vertreten? Wer soll die ganze Verantwortung in der Zwischenzeit übernehmen? Der Heilige Petrus und Erzengel Gabriel winken dankend ab. Ihr Vorschlag: Warum nicht einem Menschenkind ein Jahr lang den Job aufs Auge drücken?Und so klopft Gabriel als Gesandter Gottes bei Kranführer Birger Ryynänen an. Ryynänen ist zwar mit seiner Arbeit hoch oben in den Lüften zufrieden, findet das Leben ansonsten aber ziemlich langweilig. Er hatte deswegen bereits Stoßgebete gen Himmel gesandt. Der Jobwechsel, den ihm Gabriel da unterbreitet, kommt somit gerade recht. Also ab auf den Himmelsthron!
Doch bald merkt Birger, dass Gottsein alles andere als nur Hochgefühle bereitet...

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Kritikerstimmen

Passend vorgelesen von Jürgen von der Lippe, der den Roman mit der rechten Portion amüsierter Ironie vorträgt.
--Kölnische RundschauGelesen wird die akustische Fassung von Jürgen von der Lippe, und der Fernsehunterhalter macht das wirklich gut: Wenn es angebracht ist, knarzt und brummt er ganz wunderbar, ansonsten führt seine angenehme Stimme mit amüsierter Distanz durch Paasilinnas Geschichte.
--Passauer Neue Presse, Passau
Arto Paasilinna ist einer der wunderbarsten Schriftsteller, die die Welt je mit ihren Büchern beschenkten. Seine Werke sind so komisch, sein Humor ist dermaßen skurril, dass sie wie geschaffen sind für lange, kalte Abende.
--Süddeutsche Zeitung - Wohlfühlen, München

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Religion aus anderen Augen betrachtet

Der christl. Gott ist total überarbeitet und braucht eine Pause. Pirjeri denkt, daß er die Arbeit Gottes besser machen kann. Und er bekommt diese Chance: während Gott in den Urlaub fährt, hat er die Möglichkeit zu beweisen, daß er die Welt besser lenken kann und die ganzen Probleme der Menschheit zu lösen vermag. Natürlich stellen sich dann hier aber auch Grenzen ein: dem Problem der Übervölkerung bspw. darf man nicht mit vermindertem Sextrieb der Männer abhelfen - die Schweden würden sonst aussterben. Seine beiden "Chefengel" wollen den Himmel nicht aus Bulgarien nach Finnland verlegen und der patriarchische Moses verträgt sich nicht mit Gabriel und Petrus. Die Lebensgefährtin des Aushilfsgottes ist schwanger, die asiatischen Götter wollen die Einmischung des christlichen Gottes nicht und komplimentieren ihn aus Kalkutta heraus, der finnische Wassergott entpuppt sich als verkleideter Satan, ein jap. Engel steigt zum Heiligen auf, um den Freund des neuen Gottes schützen zu können und die Digitalisierung der Bearbeitung der eintreffenden Gebete muß auch einige Hürden durch einen satanischen Virus überbrücken. Die Gebete einer Sau führen zum Himmel für Tiere. Die eingeführte Bürokratie zur Organisation des Himmels ist für viele Engel gewöhnungsbedürftig und der Stuhl Gottes geht merkwürdige Wege beim Umzug. Auch der Überwurf mit dem Papst wird angesprochen - anscheinend entsprechen die konservativen Ansichten des Katholizismus nicht Gottes Wünschen.
Hier werden Götter wieder wie in früheren Zeiten vermenschlicht und mit Schwächen, Fehlern und Charakter dargestellt. Der christliche Gott ähnelt eher dem launischen und bärbeißigen Gott des frühen alten Testaments und die Engel intrigieren wie früher auch. Keine fatalische Religiosität, sondern eine Geschichte wird auf menschliche Art erzählt.
Die angenehme Sprecherstimme hilft, die ganze Zeit interessiert zuzuhören und das Hörbuch zu genießen.
Fazit: durchaus hörenswert.
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- museion

passt gut

Ich mag diesen skurrilen Finnen, bzw. seine Geschichten. Und Herr von der LIppe passt meiner Meinung nach hervorragend dazu. Er moduliert ausreichend, ohne zu übertreiben. Die Geschichte würde ansonsten zum Slapstick mutieren und das wäre dann wieder unpassend.

Eine schöne Idee, den lieben Gott urlaubsreif zu schreiben und einen menschlichen Vertreter zu kreieren.
Der Autor schreibt immer erfreulich wenig langatmig, das ist ganz nach meinem Geschmack.
Am Ende gehts dann doch sehr schnell, aber auf diese Weise wurde das Thema auch nicht ausgelutscht.

Schön!
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- Anke

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 29.10.2009
  • Verlag: Lübbe Audio