Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

  • von Haruki Murakami
  • Sprecher: Wanja Mues
  • 8 Std. 59 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Tsukuru ist Teil einer Clique, deren Mitglieder alle außer ihm eine Farbe im Namen tragen. Als er nach der Oberschule die Heimatstadt Nagoya verlässt, um in Tokio zu studieren, tut das der Freundschaft keinen Abbruch. Zumindest nicht bis zu jenem Tag, an dem Tsukuru voller Vorfreude auf gemeinsame Ferien nach Hause kommt, seine Freunde ihn jedoch plötzlich schneiden. Völlig verzweifelt kehrt er nach Tokio zurück, wo er ein halbes Jahr am Rande des Selbstmords verbringt. Viele Jahre später offenbart sich der inzwischen 36-Jährige seiner neuen Freundin Sara. Sie ermutigt ihn dazu, sich den Dämonen seiner Vergangenheit zu stellen.

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Beschreibung von Audible

Farbenspiel des Lebens: Wenn verlorene Freundschaften die Seele kränken"Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" ist Haruki Murakamis erstes Werk über tiefe Freundschaften. Diese siedelt er in frühen Jugendjahren in Form von fünf engen Freunden an, die allesamt einen Farbbezug im Namen tragen - bis auf Tsukuru Tazaki. Auch allgemein als langweilig und farblos zu beschreiben wird dieser irgendwann wortlos von seinen Freunden ausgeschlossen. Es folgt eine jahrelange Phase der inneren Verletztheit bis hin zur suizidalen Depression.
Erst als Tsukuru Tazaki sich verliebt und die Traumata seine Beziehung zu gefährden drohen, stellt er sich auf Anraten seiner Freundin seiner Vergangenheit. Es beginnt eine nahezu spirituelle Reise zu den Grundpfeilern unseres Lebens: Liebe, Glück, Freundschaft und Vertrauen.
Gelesen von Schauspieler Wanja Mues ist "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki" ein Hörbuch voller raffinierter Handlungsverläufe und rührender Aufrichtigkeit. Ein Hörerlebnis, das zum Nachdenken anregt und die Zuhörer in der Gewissheit zurücklässt, dass Freundschaften die Farbkleckse unseres Lebens sind.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Eine poetische Geschichte-typisch Murakami!

Was für eine schöne, leidenschaftliche, poetische und berührende Geschichte! Über Freundschaft, Einsamkeit, Liebe, das Leben...
Wer Murakami einzig mit „1Q84“ gleichsetzt, hat nicht viel von seinem Werk gelesen. Langweilig? Kann nicht schreiben? Banal? Klischeehaft? Völliger Blödsinn! Es ist ein ruhiger Text, ja, aber es geht um die Zerrissenheit des Protagonisten und das Streben danach, wieder mit sich und seiner Geschichte in Einklang zu kommen. Murakami ist einer der wenigen Autoren, die das Mit-sich-Ringen einer Person so eindringlich und wortreich schildern kann. Der Text ist klug, man muss sich auf ihn einlassen. Das ist für mich auch die Herangehensweise des Sprechers: Er interpretiert nicht, gibt nicht vor. Er macht das genau richtig … Murakami ist halt kein Unterhaltungsautor pur, da sollte man sich andere Kandidaten suchen.
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- Herr Jensen

Tiefgründig, düster, aber nicht langweilig

Haruki Murakami ist ein bekannte japanischer Autor und wird in seinem Heimatland hoch geehrt. Schon seine Trilogie 1Q84 hat mich absolut fasziniert. In diesem Buch hier geht es ähnlich wie in Naokos Lächeln um Depression, Einsamkeit und Tod. Schon Naokos Lächeln war ein stilles, ruhiges Buch, in dem nicht viel geschah und das mich persönlich letzten Endes enttäuschte. Im Gegensatz dazu fühle ich mich nach dem Hören von den “… Pilgerjahren…” nicht zurück gestoßen, obwohl das Ende des Buches offen bleibt und auch hier nicht wirklich viel geschieht.

Tsukuru Tazaki, ein einsamer 36jähriger Mann, der schon immer eine Schwäche für Bahnhöfe hat, macht diese zu seinem Beruf, lebt zurückgezogen und unauffällig und verliebt sich in eine um 2 Jahre ältere Frau, mit deren Hilfe er den Gründen, weshalb ihn seine 4 Freunde aus Jugendtagen damals so plötzlich ächteten und aus ihrer Gemeinschaft verstießen, auf die Spur kommt. Dieser abrupte Bruch stürzte ihn damals in eine tiefe Depression, aus der er nur sehr schwer wieder heraus kam. Noch immer fühlt er den Verlust über diese vollkommene Harmonie in der Gemeinschaft und empfindet sich selbst als unzulänglich und nutzlos.

Dieses Buch entführt uns in die menschliche Seele, zeigt viel der japanischen Mentalität, berichtet von erotischen Träumen, spricht von den Gedanken und Gefühlen, seltsamen Geschichten und wird dabei fast philosophisch. Tiefgründig und düster, aber nicht langweilig.

Wanja Mues hat mir als Sprecher gut gefallen. Im Falle dieser Schicksalsbücher von Murakami sogar besser als David Nathan. Irgendwie passte seine Stimme eher zu diesem einsamen Mann...

08/10 Punkte gibt es von mir.
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- Sunsy

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2014
  • Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH