Die Zeit, die Zeit

  • von Martin Suter
  • Sprecher: Gert Heidenreich
  • 7 Std. 48 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Anfangs begreift Peter Taler nur, dass im Haus gegenüber, in dem der achtzigjährige Knupp wohnt, sonderbare Dinge vor sich gehen. Er beginnt zu beobachten und mit der Kamera festzuhalten - und merkt erst spät, dass er seinerseits beobachtet wird und längst in die Geschehnisse im Nachbarhaus verstrickt ist. Der alte Knupp, der vor zwanzig Jahren seine Frau verloren hat, ist davon überzeugt, dass man nicht wie Orpheus ins Totenreich hinabsteigen muss, um einen geliebten Menschen wiederzufinden. Denn er hat eine Theorie und kann sich dabei sogar auf berühmte Leute berufen. Allerdings ist deren Umsetzung nicht einfach. Um nicht zu sagen - allein schier unmöglich. Deshalb soll Taler ihm dabei helfen.

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Kritikerstimmen

Gert Heidenreich weiß seine Stimme wunderbar einzusetzen, so dass das Zuhören zum Genuss wird.
-- Schweizer Illustrierte Zürich

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Auch ein an sich kurzer Roman kann sehr lang sein.

Ein gänzlich sinnloser Mord geschieht und auch ein knappes Jahr später hat Peter Taler keinerlei Anhaltspunkt, warum seine Frau vor der gemeinsamen Haustür hinterrücks erschossen wurde. Er flüchtet in Rituale, um die Zeit irgendwie verstreichen zu lassen, doch eigentlich steht sein Leben still, eine Verarbeitung des Geschehens ist nicht möglich, da es gänzlich unverständlich ist.
Sich zur Arbeit schleppen, Einkaufen, Kochen, Bier trinken, aus dem Fenster starren, jeder seiner Tage verläuft auf die immer gleiche Weise, bis er plötzlich irritiert feststellt, dass sein Ausblick aus dem Wohnungsfenster sich irgendwie verändert hat, er aber nicht definieren kann, was daran anders ist. Für den Fall, dass sich dies wiederholt, macht er Fotos und stolpert dabei auf der Digitalkamera über die letzte Aufnahme, die seine Frau seinerzeit gemacht haben muss. Dieses Foto nimmt Suter zum Anlass, den Hörer auf eine extrem ausführliche, für mein Empfinden quälend langatmige, Exkursion in eine Parallelwelt zu bugsieren, in der ein aberwitziges aber leider auch in seiner langen Vorbereitung nicht sonderlich spannendes Experiment gestartet wird, welches durch das Rückgängigmachen von 20 Jahren Veränderung einen Punkt der Vergangenheit wiederauferstehen lassen möchte. Nebenbei wird dem Leser noch eine ausgedehnte falsche und eine kurz angedeutete richtige Fährte serviert, die beide nicht all zu schwer zu durchschauen sind.

Ich habe mich als Suterfan seit der Ankündigung des Buches sehr darauf gefreut und direkt bei der (Vorab-)Veröffentlichung des Hörbuches bei Audible gerne zugegriffen. Leider hat es mir aber insgesamt überhaupt nicht zugesagt.
Für mein Empfinden ist die Geschichte sehr dünn und die Beweggründe, die die Hauptfigur dermaßen aufopfernd an seinen Nachbarn binden und eine unglaubliche Kröte nach der anderen klaglos schlucken lassen, erschreckend schlecht nachvollziehbar. Regelrecht verärgert bin ich jedoch über die stundenlange und viel zu detaillierte Schilderung der gemeinsamen Arbeit der Beiden, die die Umgebung rund um ihre Wohnungen optisch perfekt in die Zeit von 1991 zurück versetzen sollen. Das nehme ich dem Autor wirklich übel, diesem Sachverhalt, der das halbe Buch einnimmt, dermaßen viel Raum zu geben, ohne das es die Handlung irgendwie voran bringt. Einfach schlimm. Sorry, Herr Suter.
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- Bing

Hier verschwendet man seine Zeit

Es dauert annähernd 5 Stunden, bis das Buch einen Hauch von Spannung andeutet. Bis dahin ist es höchstens interressant für Leute, die einen Kurs in Landvermessung machen wollen. Ich bin eigentlich ein Fan von Martin Suter und war daher ziemlich entsetzt über die unglaubliche Langweiligkeit und den für meine Begriffe total enttäuschenden Schluss dieses Buchs. Gert Heidenreich liest wie immer hervorragend und seiner Stimme ist es geschuldet, dass ich bis zum Schluss durchgehalten habe.Fazit: Geld- und Zeitverschwendung.
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- Quarks

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 24.08.2012
  • Verlag: Diogenes Verlag AG