Inhaltsangabe

Yorkshire im Sommer 1920: Der Restaurator Tom Birkin steigt im idyllischen Oxgodby aus dem Zug. Traumatisiert von seinen Erlebnissen im Ersten Weltkrieg wurde er von seiner Ehefrau verlassen. Nun soll er das mittelalterliche Wandgemälde in der örtlichen Kirche freilegen und hofft, in der Ruhe Yorkshires seinen Frieden zu finden. Und tatsächlich: Je näher er dem Meisterwerk hinter dem Putz kommt, desto näher kommt er auch sich selbst. Und den Menschen in seiner Umgebung.

Heiko Ruprecht liest diese zarte Liebesgeschichte über das Leben, die Verletzungen, die es uns zufügt, und die Möglichkeiten der Heilung mit leichtem und warmherzigem Ton.
©2017 Dumont (P)2017 DAV
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
4 out of 5 stars
Von Amazon Kundin Am hilfreichsten 01.09.2017

Eine sehr nette Geschichte

Wirklich. Unprätenziös, auf angenehme Weise Stimmungen erzeugend, ein bisschen Kunsthistorisches, ein kleiner Einblick in Kriegstraumata, ein Sommer eben im Leben eines Menschen ...

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1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars
Von S.H. Am hilfreichsten 21.04.2017

Ein Kleinod

Wer Action erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Es handelt sich um eine leise, sehr berührende Genesungsgeschichte wehmütig und humorvoll zugleich. Das 2016 erstmals auf Deutsch erschienene Buch des Engländers Carr stammt bereits aus dem Jahr 1980. Es muss seinerzeit in England recht erfolgreich gewesen sein. Es war für den Booker-Preis nominiert und wurde sogar 1987 mit Colin Firth und Kenneth Branagh verfilmt.

Der im ersten Weltkrieg schwer traumatisierte 25jährige Restaurator Tom Birkin, den gerade seine Ehefrau wegen eines anderen Mannes verlassen hat, hat den Auftrag erhalten, in einer Kirche in einem fiktiven nordenglischen Dorf ein mittelalterliches Wandgemälde freizulegen. Er verbringt dort einen zauberhaften, heilenden Sommer, den er für den Rest seines Lebens nie mehr vergessen wird. Die Atmosphäre, Menschen Orte und Geschehnisse sind wunderbar wiedergegeben. Die unterschwellig stets mitschwingenden Kriegstrauma des Erzählers verhindern, dass die Geschichte eine „reine Landidylle“ wird, wie es J.L. Carr eigentlich beabsichtigt hatte. Das Heilende des Sommers nach langer Krankheit ist vielmehr richtig spürbar.

Die Besetzung dieser Lesung mit Heiko Ruprecht ist perfekt. Zwar wird die Geschichte aus der Retrospektive mit großem zeitlichen Abstand erzählt, sodass es auf den ersten Blick nahe gelegen hätte, eine reifere Stimme auszuwählen. Durch die Jugendlichkeit von Heiko Ruprechts Stimme rücken der junge Tom Birkin und der längst vergangene Sommer jedoch viel näher, sodass die Wirkung der Erzählung noch verstärkt wird.
Dankbar bin ich sowohl dem Bayerischen Rundfunk als auch dem Hörverlag, mit Heiko Ruprecht, den ich vom Theater kannte, einen im Hörbuch-Bereich recht unbekannten Schauspieler ausgewählt zu haben und nicht wieder einen der „üblichen Verdächtigen“ wie Ulrich Noethen, Frank Arnold, Johannes Streck usw. In letzter Zeit gewinne ich den Eindruck, dass der Hörbuchmarkt fast schon aufgeteilt ist und Verlage und Produzenten auf Nummer sicher gehen. Audible ist leider das beste Beispiel dafür. Gewagt wird hier selten etwas. Umso schöner, dass es neben den öffentlichen Rundfunkanstalten, insbesondere den Hörverlag gibt, der es immer mal wieder schafft, passend zum Buch, aus dem Pool der vielen sehr guten Schauspieler und Schauspielerinnen eine „neue“ Stimme zu entdecken. Denn darum geht es doch letztlich den richtigen Interpreten/in für das jeweilige Buch zu finden. Hier ist dies aufs Beste gelungen. Ein beglückendes Hörbuch.

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3 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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