Inhaltsangabe

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihnen keiner mehr glaubt? Und Sie nicht mehr sicher sind, ob Sie sich selbst noch glauben können? Genauso ergeht es Maud, die an Alzheimer leidet - und die ihre Freundin vermisst.

In diesem faszinierenden Roman machen wir uns gemeinsam mit Maud auf die Suche nach der verschwundenen Elizabeth und erleben dabei hautnah, wie hilflos und verletzlich Maud sich selbst und ihrer Umwelt gegenübersteht. Mit überwältigender Intensität und Emotionalität schafft es die erst 28-jährige Autorin, eine völlig neue Sicht auf Alter und Alzheimer zu eröffnen.
©2014 Bastei Lübbe (P)2014 Lübbe Audio
Mehr anzeigen Weniger anzeigen

Regulärer Preis: 24,95 €

Details zum Angebot: Details zum Angebot:
  • 1 Hörbuch pro Monat
  • 30 Tage kostenlos testen
  • Dann 9,95 € pro Monat
  • Jederzeit kündbar
  • Unbegrenzt Audible Original Podcasts hören
Bitte wählen Sie ein Zahlungsmittel aus oder fügen Sie ein Neues hinzu

Für 1 Guthaben kaufen

Bei Abschluss Ihrer Bestellung erklären Sie sich mit unseren AGB einverstanden. Bitte lesen Sie auch unsere Datenschutzerklärung und unsere Erklärungen zu Cookies und zu Internetwerbung.

Für 24,95 € kaufen

Kauf durchführen mit: Zahlungsmittel endet auf
Bei Abschluss Ihrer Bestellung erklären Sie sich mit unseren AGB einverstanden. Bitte lesen Sie auch unsere Datenschutzerklärung und unsere Erklärungen zu Cookies und zu Internetwerbung.

Bei Abschluss Ihrer Bestellung erklären Sie sich mit unseren AGB einverstanden. Bitte lesen Sie auch unsere Datenschutzerklärung und unsere Erklärungen zu Cookies und zu Internetwerbung.

Kundenrezensionen

Hilfreichste
3 out of 5 stars
Von Lena Am hilfreichsten 15.05.2014

Nett mit einigen Längen

Ich kann mich den super begeisterten Stimmen hier leider nicht anschließen. Ein Hörbuch gelesen von Katharina Thalbach - das muss doch gut sein! Jetzt hab ich eher gemischte Gefühle.

Die Story ist nett, aber viel passiert nicht. Thalbachs Sprechweise lässt die Protagonistin teilweise wie ein Kleinkind erscheinen, nicht wie eine ältere Dame. Das kann einen schonmal nerven. Nichtsdestotrotz ist Thalbach das Highlight dieses Hörbuchs, zusammen mit der sensiblen Auseinandersetzung mit dem Thema Alzheimer und der sympathischen Maud. Trotzdem, obwohl ich selbst Alzheimerfälle in der Familie habe, konnte mich die Geschichte nicht fesseln.

Normalerweise höre ich auf meinem täglichen Arbeitsweg auf der Autobahn von 2x60 Minuten durchweg ein Hörbuch, aber das habe ich hier nicht geschafft - ich wäre eingeschlafen.

Mehr anzeigen Weniger anzeigen

4 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars
Von Bibliophile Am hilfreichsten 30.05.2014

Einfühlsamer und erschütternder Alzheimer-Roman

"Ein kleines Stück von mir ist einfach nicht mehr da."

"Ich habe das Gefühl, ich würde mich von innen heraus auflösen."

"Die Fragen haben ihre Eindeutigkeit verloren, sich in den Spinnweben in meinem Kopf verfangen."[

Diese drei Zitate der Ich-Erzählerin Maud beschreiben sehr anschaulich ihre Situation und ihre Gefühle. Die 82-jährige Maud leidet an Alzheimer und sie verliert durch die Krankheit nicht "nur" ihre Erinnerungen, sondern auch ihr Zeitgefühl und einen gewissen Teil ihrer Selbstsicherheit, denn sie merkt immer wieder sehr deutlich, wie die Krankheit fortschreitet und sie immer mehr einschränkt.

Anfangs will sie sich mit Notizzetteln behelfen, die jedoch zunehmend mehr Verwirrung stiften als ihr Ruhe und Sicherheit zu geben. Ihre wichtigsten Fixpunkte sind ihre Tochter Helen und ihre verschwundene Freundin Elizabeth, sowie die Erinnerung an ihre vor beinah 70 Jahren ebenfalls verschollene Schwester Sukey. Anfangs ist es nicht leicht, ihren verworrenen Schilderungen zu folgen, bei denen Maud immer wieder von der Gegenwart in die Vergangenheit gleitet und plötzlich zurück.

Die erst 28-jährige Autorin Emma Healey hat diese Übergänge sehr fließend und glaubwürdig gestaltet, sowie auch überhaupt die Darstellung von Mauds Innenleben auf mich sehr authentisch wirkt. Wie Maud spürt, dass etwas nicht stimmt, nach Erinnerungen sucht, nicht weiß, warum sie irgendwo ist, wer vor ihr steht, wie sie sich dafür schämt und gleichzeitig trotzdem meist eher positiv bleibt. Auf sehr berührende Weise ohne je auf die Tränendrüse zu drücken, gibt Emma Healey Einblick in das Innerste einer Alzheimer-Erkrankten.

Mauds Tochter Helen und ihre Enkelin Katie sind zwei ganz besondere Figuren, die zeigen, wie schwierig der Umgang mit Alzheimer-Patienten ist und welch hohes Maß an Geduld benötigt wird. Zugleich verlieren weder die beiden noch Maud ihren trockenen Humor, der die Atmosphäre immer wieder auflockert.

Der Handlungsstrang in der Gegenwart zeigt das Fortschreiten von Mauds Erkrankung, sowie ihre Suche nach der vermissten Elizabeth, jener in der Vergangenheit das Zusammenleben und später die Suche nach ihrer Schwester Sukey. So lernen die Leser bzw. Zuhörer Maud von zwei sehr unterschiedlichen Seiten kennen.

Katharina Thalbach ist eine meiner Lieblingssprecherinnen und meiner Meinung nach die perfekte Besetzung für Maud, verstand es perfekt, deren Gefühle und Gedanken zu vermitteln.

Fazit
"Elizabeth wird vermisst" ist kein einfaches Buch, denn es zeigt den Lesern deutlich, welche Folgen eine fortgeschrittene Alzheimer-Erkrankung hat und lässt sie teilhaben an den innersten Gefühlen der (hier fiktiven jedoch nicht minder authentisch wirkenden) Patientin Maud.

Emma Healey hat mich mit ihrem Erstlingswerk so sehr beeindruckt wie auch erschüttert, über die möglichen Folgen des Älterwerdens. In einem Interview mit ihrem Verlag schildert sie ausführlich, wie sie durch erkrankte Verwandte auf die Idee zu diesem Buch kam. Katharina Thalbach gab mir das Gefühl, wirklich Maud zu lauschen, wie sie über ihr Leben jetzt und kurz nach dem 2. Weltkrieg nachdenkt - soweit ihr das möglich ist, einen scheinbar echten Einblick in der Innenleben einer demenzkranken Person.

Absolute Hörempfehlung von mir.

Mehr anzeigen Weniger anzeigen

3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

Alle Rezensionen anzeigen