Erinnerung an einen schmutzigen Engel

  • von Henning Mankell
  • Sprecher: Jürgen Holdorf
  • 11 Std. 35 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Schweden 1904: Das Leben der 18-jährigen Hanna ist geprägt von Armut, Hunger und Kälte. Doch dann führt sie das Schicksal in die portugiesische Kolonie Mosambik. Sie kommt im Hotel O Paradiso unter, das sich als Bordell entpuppt. Hanna bringt es dort bis zur Leiterin und ergreift dabei immer wieder Partei für die schwarzen Prostituierten. Doch ihre Einmischung in die kolonialistische Ordnung wird weder von den Weißen noch von den Schwarzen gern gesehen...

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Kritikerstimmen

Es ist Henning Mankell hoch anzurechnen, dass er seine Heldin nicht einfach glorifiziert, sondern das System gegenseitiger Vorurteile und Abhängigkeiten genau zu beleuchten sucht. Er vermeidet Schwarz-Weiß Malerei und lädt ein auf eine erschütternde, durchaus spannende Zeitreise nach Afrika.
-- Katja Weise, NDR Kultur, 30.07.2012

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Belanglos, hölzern, moralisierend

Ich hatte mich darauf gefreut, einen Roman von einem sehr guten Schriftsteller zu lesen, in dem sich die Handlung einmal nicht an einem Mord und seiner Aufklärung aufhängt. Leider war es in diesem Falle eine Enttäuschung.
Es gibt viele Romane, bei denen sich die Handlung erst langsam entwickelt, aber hier läuft alles so weiter wie in einer Vorgeschichte. Man wird von den Figuren nicht gefesselt. Sie bleiben hölzern. Als sich die Romanheldin entschließt, einer schwarzen Frau zu helfen, die Ihren weißen Ehemann in Affekt erstochen hatte, könnte man denken, der Roman geht endlich in eine Richtung. Aber weit gefehlt. Das einzige was den Roman wie eine zähe, klebrige Masse durchzieht, ist das schlechte Gewissen eines Gutmenschens wegen der Unterdrückung der Schwarzen durch die weiße Kolonialgesellschaft.
Nachdem ich die Krimis von Mankell gelesen und gehört hatte, dachte ich, dass der Autor es versteht, eine gute Dramaturgie in die Geschichte zu bringen. Leider merkt man in diesem Roman davon nichts. Der Plot macht zum Teil wenig Sinn.
So berechtigt seine Kritik an der Herabwürdigung und Ausbeutung der afrikanischen Ureinwohner durch die Kolonialherren ist, so wenig trägt der Roman bei, sie plastisch und einfühlsam erfahrbar zu machen.
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- Christoph

leider unspannend.

Wer spannende, fesselnde Romane a la "Wallander" liebt, der sollte sich dieses Buch von Mankell nicht kaufen, denn hier wartet man sieben, acht Stunden lang vergeblich auf einen Höhepunkt. Immer wieder fragt man sich beim Hören: worauf will der Autor eigentlich hinaus?
Erst als die Hauptfigur Hanna, (die sich - für den Leser nicht wirklich verständlich - mitten in der Geschichte plötzlich Ana nennt) sich für eine inhaftierte Schwarze einsetzt, glaubt man, am Ziel der elendslangen Vorgeschichte zu sein.
Mankell schreibt diesen Roman in extrem kurzen Sätzen. Verstärkt durch den monotonen Erzählstil von Sprecher Jürgen Holdorf wird der Leser/Hörer damit derart auf Distanz zur Geschichte gehalten, dass einen das Schicksal der Figuren letztendlich kalt lässt.
Unterm Schlussstrich bleibt nur eine wenig in die Tiefe gehende Erzählung von Apartheid und Rassentrennung im Afrika um 1900.
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- Bine

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 06.08.2012
  • Verlag: Der Hörverlag