Golden House

  • von Salman Rushdie
  • Sprecher: Simon Jäger
  • 14 Std. 27 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Nero Golden kommt aus einem Land, dessen Namen er nie wieder hören wollte, seit er mit seinen drei Söhnen vor ein paar Jahren nach New York gezogen ist. Der junge Filmemacher René ist fasziniert von der Familie und gerät in ihren Bann. Er hat Zugang zu der prächtigen Welt der Goldens - und wird Zeuge davon, wie das Reich des alten Golden zerfällt.

Salman Rushdie erfasst den irritierenden Zeitgeist und zeichnet mit größter Erzähllust ein genaues Bild unserer heutigen Welt.

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Kritikerstimmen


Gebt Salman Rushdie den Nobelpreis.
-- FAZ

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Meine neue Liebe!

Ich weiß nicht, warum ich Salman Rushdie früher nie gelesen habe. Ich glaube, ich dachte, das ist zu schwere Literatur. Und zu politisch. "Golden House" ist für mich das zweite Hörbuch von Rushdie, und nun habe ich tatsächlich eine neue Liebe gefunden. Das erste Buch war " Two Years, Eight Month and Twentie-Eight Nights", und danach habe ich mich schon gedrängt gefühlt, unbedingt eine Rezension zu schreiben. Das Buch ging mir sehr nahe. Nach dem Hören von "Golden House" habe ich mich, wie gesagt, neu verliebt.
Rushdie schreibt über eine Familie, die aus einem unbekannten Land aus einer unbekannten Stadt, deren Namen niemals wieder genannt werden dürfen, nach Amerika kam. In einem reichen New Yorker Viertel lebend, gab sich diese Familie einen neuen Namen und alle vier Familienmitglieder suchten sich ebenfalls neue Vornamen aus der Zeit des alten Roms aus. Wir hören die Geschichte aus der Perspektive des Ich-Erzählers, der in der Nachbarschaft wohnt und gemeinsam mit Familie Golden die an mehrere Grundstücke grenzenden Gärten nutzt. Von ihm erfahren wir auch, um welches unbekannte Land und um welche unbekannte Stadt es sich handelt.
Während der Protagonist das Leben der Goldens schildert, rauscht er an vielen Orten und Ereignissen der jüngeren Vergangenheit vorbei, an die ich mich als Leser noch genau erinnern konnte. Rushdie endet mit fast tagaktuellen Nachrichten aus dem jetzigen Amerika. Besonders oft redet er von einer großen wuchtigen Person mit auffällig grünen Haaren und einem kirschroten Mund, der besonders viele propagandistische Reden schwingt. Wer das wohl sein mag?
Rushdie's Schreibweise mit den teils feinen, teils groben Bildern, die er malt und mit einem expliziten und doch subtilen Humor begleitet, erinnert mich an den Stil der großen alten Russen wie Dostojewski oder insbesondere Gogol. Und das nicht nur, weil er nachvollziehbar erklärt, wie die Babajaga von Russland nach Amerika kam und warum sie das First-Class-Fliegen in Flugzeugen dem Reisen auf Hühnerbeinen oder gar auf Besen vorzieht.
Und denjenigen, die behaupten, das Buch bestehe aus langgezogenen, langweiligen Monologen, denen kann ich nur sagen, dass ich mich während des Autofahrens krampfhaft am Lenkrad festhalten musste, weil ich mir meine Lachanfälle während dieser Monologe nicht verkneifen konnte. Ohne Simon Jäger wäre das wohl nicht so gut gelungen. Er hat gesprochen, als käme der gesamte Text aus Salman Rushdie's Herzen.
Ich habe irgendwo eine ganz knappe Rezension über dieses Buch gelesen. Sie lautete:" Gebt dem Rushdie einen Nobelpreis". Dazu kann ich nur sagen "....oder den Pulitzer Preis!".
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- Martina Arnold

Herrlich überfrachtet ......

etwas für Cineasten.
Klug, unterhaltsam, gesellschaftskritisch , aktuell , amüsant, tief und besonders.
Große Empfehlung
........auch für Nicht - Cineasten 😀
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- m.m.

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 05.09.2017
  • Verlag: Der Hörverlag