Honig

  • von Ian McEwan
  • Sprecher: Eva Mattes
  • 12 Std. 52 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Serena Frome ist schön, klug und schließt gerade ihr Mathematik-Studium in Cambridge ab - eine ideale Rekrutin für den MI5, den britischen Inlandsgeheimdienst. Man schreibt das Jahr 1972. Der Kalte Krieg ist noch lange nicht vorbei, und auch die Sphäre der Kultur ist ein umkämpftes Schlachtfeld: Der MI5 will Schriftsteller und Intellektuelle fördern, deren politische Haltung der Staatsmacht genehm ist. Die Operation trägt den Codenamen "Honig". Serena, eine leidenschaftliche Leserin, ist die perfekte Besetzung, um den literarischen Zirkel eines aufstrebenden jungen Autors zu infiltrieren. Zunächst liebt sie seine Erzählungen. Dann beginnt sie, den Mann zu lieben. Wie lange kann sie die Fiktion ihrer falschen Identität aufrechterhalten? Und nicht nur Serena lügt wie gedruckt.

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Kritikerstimmen

Kein zeitgenössischer Schriftsteller ist so fasziniert von dem, was im Schädel der Menschen vor sich geht, wie Ian McEwan. "Honig" überschreitet wieder und wieder Genre-Grenzen und geht Risiken ein. Dieser scharfsichtige, geistreiche Roman reiht sich auf wunderbar clevere Weise ein in McEwans fiktionale Erkundung des menschlichen Geistes.
-- Times

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

plätschert dahin.....

Nachdem mir Solar wirklich gut gefallen hatte, dachte ich mit diesem Hörbuch mache ich nichts falsch. Aber die Geschichte plätschert eher dahin und scheint so ohne Höhen und Tiefen auszukommen. Eva Mattes liest angenehm, aber ich ertappe mich immer wieder bei der Frage, ob ich nochmal zurückspulen sollte, weil ich wieder beim Hören mit den Gedanken woanders war.
Ich breche jetzt erstmal ab.Vielleicht kommt noch der richtige Moment für dieses Hörbuch.
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- Dagmar

Honig: klebrig, zäh fließend, zu süß.

Ewan McEwan zählt für mich zu den wirklich großen Gegenwartsautoren! Man denke etwa an die Kriminalgeschichte "Der Trost von Fremden", den Liebesroman "Abbitte" oder die beklemmende Beziehungsanalyse "Am Strand". In meiner Bibliothek fehlt jedenfalls keines seiner Werke, nicht einmal das ziemliche erzählschwache "Amsterdam". Das vorliegende Buch "Honig" hätte ich wohl besser ausgelassen.

Die Bühne ist sicher meisterlich gewählt. Eine Agentin im kalten Kriege soll vermeintlich systemkonforme Autoren mit Subventionen aus Geheimtöpfen versogen, um indirekt die öffentliche Meinung im Vereinigten Königreich bellestristisch zu beeinflussen. Dazu der aufbrausende Konflikt in Nordirland und der sich daraus ergebende Terrorismus im Lande. Natürlich verliebt sich die schöne und intelligente Protagonistin in den von ihr gewählten Autor. Besser kann man ein Drama wohl nicht aufsetzen.

Leider bleibt Serena Frome ziemlich blass und wirkt trivial. Keine Komplexität in ihrem Charakter. Ihre drei oder vier Liebschaften sind fast abstoßend langweilig, so dass sich der Autor mit übersteigerter Vulgärsprache à la "sie nahm seinen Schwanz in den Mund" aushelfen muss. Wenn das Buch eine Spannungskurve hat, dann habe ich jedenfalls nur die Andeutung eines Ausschlages kurz vor dem Ende des Buches gemerkt. Es fließt alles, wie süßer, klebriger Honig so vor sich hin. Das penetrante Erwähnen von Preisen unterschiedlicher Waren und Einkünften der Personen, oder das andauernde Herausstellen, es werde Chablis (Wein) getrunken, wirken nervtötend. Es wird einfach zu viel Nebensächliches, Überflüssiges und Belangloses aneinandergereiht. Musste hier jemand ein Werk von 140 Seiten auf 450 Seiten aufblasen?

Meine Rezension bezieht sich auf das Diogenes Hörbuch "Honig", gesprochen in Deutsch von Eva Mattes. Der düstere, etwas melancholische Charakter dieses Buches wird für mich sehr überzeugend durch die bassige, ruhige und angenehm warme Stimme der Sprecherin eingefangen. Auch das relativ junge Alter der Protagonistin des Romans spiegelt sich angenehm in der ebenso jugendlich wirkenden Phonetik der Erzählerin.

Besonders ärgerlich ist jedoch die Deutschifizierung der Betonung englischer Wörter, die es trotz Übersetzung in das vorliegende Werk geschafft haben. Wieso etwa das englische Wort für eine Pinte eines Getränkes, "pint" oder gesprochen "peint", durchgängieg als "pintz" bezeichnet wird, bleibt mehr als schleierhaft. Warum der "rowdy" gesprochen "raudie" durch die Erzählerin zum "rohdi" wird, keine Ahnung.

Leider fehlt Eva Mattes auch das schauspielerische Talent, um die wenigen emotionalen Ausbrüche die das Buch bietet, mit ihrer Betonung, ihrer Lautstärke und ihrer Redegeschwindigkeit selbst auszuleben. Werk und Sprache fallen in diesen Momenten leider total auseinander.

Meinen Honig genieße ich in Zukunft nur noch auf einem frischen Weißbrot.
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- S. R.

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 14.11.2013
  • Verlag: Diogenes Verlag AG