Ich schlage vor, dass wir uns küssen

  • von Rayk Wieland
  • Sprecher: Rayk Wieland
  • 5 Std. 4 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Herr W. hat eines Tages eine ominöse Einladung in der Post: Auf einer Podiumsdiskussion unbekannter Untergrunddichter soll er Auskunft geben über sein Werk, über die Unterdrückung in der DDR und über seine Erlebnisse als Staatsfeind. Zuerst glaubt er an einen schlechten Scherz. Ist er überhaupt gemeint? Mit der DDR hat er doch längst abgeschlossen, nachdem sie 1989 wie ein falsch montiertes Chemieklo zusammenklappte. War er je als Dichter auffällig geworden? Als unterdrückter gar? W. stellt Nachforschungen an, unterzieht sich bei der Psychologin Tyna Novelli einer Rückführungstherapie in die DDR-Vergangenheit und nimmt schließlich Einsicht in seine Stasi-Akte. Was für ein Fund: Tatsächlich sind hier seine lyrischen Gehversuche unter dem Titel "Mögliche Exekution des Konjunktivs" abgeheftet, dazu sämtliche Liebesbriefe an Liane in München - alles von einem Oberleutnant Schnatz über Jahre akribisch gegengelesen, verwegen gedeutet und als staatszersetzend-konterrevolutionäres Schrifttum eingestuft.
"Ich schlage vor, dass wir uns küssen" ist ein Roman über die Absurditäten der Erinnerung, auch der eigenen, über rätselhafte Wirkungen unbeholfener Gedichte und über eine Liebe, wie sie nur in Zeiten der deutschen Teilung blühen konnte. Ein Buch über die Mauer, die es nie gab. Eine wahre Geschichte, die niemand für möglich gehalten hat. Nicht einmal ihr Verfasser. Die Geschichte dieses Buches beruht auf einer wahren Begebenheit. Die DDR hat es wirklich gegeben.

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Kritikerstimmen

Ostalgiefrei und charmant erzählt
--Berliner Zeitung Das wohl komischste Buch über die DDR seit Thomas Brussigs "Helden wie wir"
--DIE WELT
Rayk Wielands Buch ist wie ein Film voll absurder Komik... Unglaublich amüsant geschrieben und ein perfekter Gegenentwurf zu "Herr Lehmann" von Sven Regner. ...So was hat man selten gesehen.
--Radio Bremen

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Hörenswert

Anekdoten aus der DDR - Irrsinn der Stasi, vielleicht zu lieblich verpackt, aber dennoch ein gut zu hörendes Buch.
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- machdas

Gut mit Schwächen

Der Roman offenbar auf humorvolle Art subjektive Alltagseinblicke in das Leben in der ehemaligen DDR. Verpackt ist das Ganze in eine Ost-West-Liebesgeschichte. Leider hat der Roman aber seine Längen. Und zwar häufig dann, wenn der Autor (der seinen Roman auch selbst liest) aus den Gedichten des Ich-Erzhählers zitiert, die dieser als junger Mann in der DDR-Zeit geschrieben hat und die der Stasi in die Hände gefallen sind. Die Gedichte stören den Hörfluss, und der Geschichte hätte eine sparsamere Verwendung solch lyrischer Einwürfe gut getan. Rayk Wieland liest zwar nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Nach ein, zwei Stunden habe ich mir doch sehr einen professionellen Sprecher gewünscht.
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- Schmiding

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2009
  • Verlag: BUCHFUNK