Inhaltsangabe

Im Winter 1959-60 gibt Shmuel Ash sein Studium in Jerusalem auf und zieht in das Haus eines gehbehinderten alten Mannes als dessen Helfer und Begleiter. Hier begegnet ihm die verführerische, unnahbare Atalja Abrabarnel. Neugier und Lust packen ihn, aber sie warnt ihn, nicht in Liebe zu ihr zu verfallen. Nach und nach gelingt es ihm, ihr Geheimnis zu enthüllen, das sie mit Gershom Wald, dem schroffen, alten Mann, teilt, das die beiden auf unheilsame Weise eng miteinander verbindet und das Haus zu einem Gefängnis werden läßt.

Amos Oz hat einen Liebesroman geschrieben und zugleich ein Buch über Israel und das geteilte Jerusalem - eine Geschichte seines Landes mit seinen Hoffnungen und seiner Verzweiflung.
©2015 Suhrkamp Verlag (P)2015 parlando Verlag
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Kritikerstimmen


Amos Oz gehört zu den großen Schriftstellern der Weltliteratur.
-- Süddeutsche Zeitung
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
5 out of 5 stars
Von sara Am hilfreichsten 31.05.2015

fantastisch

diese Geschichte ist nachdenklich, fantasievoll, politisch, theologisch, entspannend und bildend. Der Sprecher versteht es, dem Hörer den richtigen Raum zu öffnen, den dieser Roman benötigt, um zu wirken. Ich habe jede Sekunde genossen.

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3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

2 out of 5 stars
Von Jadwiga Hirtek Am hilfreichsten 13.09.2015

Langweilige Kopfgeburt

Für wen - wenn nicht gerade für Sie - ist dieses Hörbuch besser geeignet?

Die Thematik des Buchs ist weder als Roman in Text noch als Hörbuch geeignet. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen Religion als Politik versus Religion als nicht institutionalisierte Geisteshaltung. Das ist übrigens ein Gebiet, das mich persönlich sehr interessiert. Aber ein Essay in einer Wochenzeitung wäre aus meiner Sicht die passende Plattform, um das Anliegen des Autors zu präsentieren.

Was hat Sie am meisten an Amos Ozs Geschichte enttäuscht?

Es wirkt wie ein billiger Kunsttrick, den Protagonisten langatmige Fachvorträge in den Mund zu legen. Die Figuren werden nicht lebendig. Schlimmer noch: ihre psychologische Entwicklung ist auf dem Hintergrund der politischen / historischen Thematik nicht nachvollziehbar. Die dünne Liebesbeziehung und die paar saftlosen Sexszenen wirken wie Einsprengsel, die sich bemühen, noch ein bisschen Pep in die Geschichte zu bringen. Zudem werden stilistische Klischees mehrfach wiederholt: So scheint es offenbar sehr vonnöten zu sein, immer wieder langatmige Beschreibungen von Zimmern zu bringen, wobei es aus mir unerfindlichem Grund wichtig zu sein scheint, auf die Position und den Zustand der jeweiligen Glühbirne einzugehen.

Wen hätten Sie anstatt Christian Brückner als Erzähler vorgeschlagen?

Christian Brückner mag wohl ein guter Sprecher sein. Seine Stimme ist angenehm. Aber er variiert kaum im Duktus. Es klingt sicher galant intellektuell, die Stimme am Ende eines Satzes anzuheben, aber wenn das dauernd passiert, wirkt es mechanisch. Und man fragt sich, ob der Vorleser gedanklich überhaupt noch beim Inhalt des Gesprochenen ist.

Welche Emotionen hat dieses Hörbuch bei Ihnen ausgelöst? Ärger, Betroffenheit, Enttäuschung?

Das Buch war für mich ein Ärgernis. Ich habe nur durchgehalten, weil ich wissen wollte, ob es wenigstens zum Schluss noch einen überraschenden Clou geben könnte, der das Zuhören dennoch lohnenswert gemacht hätte. Hat es aber nicht. Ich war heilfroh, als ich den letzten Satz vernommen hatte. Diesen habe ich übrigens tatsächlich zweimal gehört, weil ich es nicht fassen konnte, wie banal er war.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Wer den Intellektualismus der 70er Jahre kennt und diesen liebte, der mag sich dieses Buch 'antun'.

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5 von 6 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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