Nullnummer

  • von Umberto Eco
  • Sprecher: Felix von Manteuffel
  • 6 Std. 6 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Korruption, Intrigen, Verschwörungstheorien. Eine echte (?) Nullnummer

Mailand, 6. Juni 1992, nachts. Bei dem Journalisten Colonna ist eingebrochen worden. Doch die gesuchte Diskette mit brisanten Informationen hat man nicht gefunden und so sieht Colonna plötzlich sein Leben bedroht. Denn wie alle anderen spielt auch er ein Doppelspiel: Für den Commendatore Vimercate soll er eine Zeitung lancieren, die mit schmutzigen Gerüchten über die gute Gesellschaft arbeitet. Zugleich schreibt er heimlich ein Enthüllungsbuch über diesen skandalösen Plan.

Ecos Roman entwickelt einen Strudel, in dem man niemals weiß, was Tatsache ist und was nur durch Erfindung zur Tatsache wird. Und je absurder die Nachrichten, desto deutlicher erkennt man die wirkliche Gesellschaft von heute...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Der beste Eco seit dem "Foucaultschen Pendel"

Ich finde dieses Hörbuch genial.

Wenn man sich umsieht, ist das neueste Buch von Umberto Eco aber nicht allzugut weggekommen bei den Kritiken, in den Rezensionen und auf den Verkaufsrängen.
Warum?

Leider neigt die menschliche Natur dazu, die Bücher eines Autors untereinander zu vergleichen. In Zusammenhang zu bringen.

Das darf man bei Umberto Eco auch - bedingt.
Sein Schreibstil ist immer original Umberto Eco.

Und bei Umberto Eco ist es ein bisschen wie bei Thomas Mann: man kann seinen Stil hassen oder man kann ihn lieben.
Wer sich nicht in zwei Seiten langen Schachtelsätzen mit sprachwissenschaftlichen Beimengungen verlieren kann, ist mit Umberto Eco schlecht beraten.

Seine Themen befinden sich immer in der Nähe von Verschwörungstheorien.

Aber trotzdem sollte man "Nullnummer" nicht in eine Reihe stellen mit "Das Foucaultsche Pendel" - und schon gar nicht mit "Der Name der Rose".

Denn "Nullnummer" ist nicht spannend im eigentlichen Sinne.
Aber "Nullnummer" ist böse.
Der Roman ist eine furiose Mischung aus Satire, aus brandaktueller Kritik an der Medienlandschaft und an der Presse, einer Enttarnung von journalistischen Möglichkeiten und auf der anderen Seite aus Verschwörungstheorien aus der neueren und neuesten Geschichte - beigemengt noch eine romantische Liebesgeschichte.

Die Hörbuchfassung ist gut gelungen. Der Sprecher ist wie immer hervorragend, der Hintergrund sehr dezent und wirkungsvoll.

Fazit:
Sicher ist das Buch damit nicht jedermanns Geschmack.
Ich fand es das beste Buch Ecos seit dem Pendel.

5 von 5 Sternen.
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- Mata Hari

Keine Nullnummer - im Gegenteil

Umberto Eco: von Reich-Ranicki nicht wirklich oft gelobt (wenn überhaupt) aber meines Erachtens einer der ganz Grossen unserer Zeit. Schade, dass ich seinen letzten Roman in der Hand halte. In Eco's klassischer Manier wird ein Cocktail aus Wahrheit und Fiktion gemischt - und nein, ich sehe nur wenig Parallelen zum foucaultschen Pendel - und vom Leser oder Zuhörer (wie in meinem Fall) kontinuierlich absorbiert. Die Geschichte baut sich nur langsam auf und lässt unverblümt die politische Landschaft der 90er Jahre in bella Italia wieder aufleben. Für Eco-Treue eine klares Muss aber auch für Eco-Neueinsteiger ein klare Hörempfehlung, zumal nicht so kondensiert wie andere Romane aus seiner Feder.
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- estournel

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 05.10.2015
  • Verlag: Der Hörverlag