Samarkand Samarkand

  • von Matthias Politycki
  • Sprecher: Matthias Politycki
  • 14 Std. 14 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

"Alle Geschichten kommen aus Samarkand." Die Welt ist aus den Fugen geraten und wo einst die Seidenstraße entlang führte, ist 2026 das Epizentrum der Erschütterung. Alexander Kaufner, Gebirgsjäger und Grenzgänger, reist in das sagenumwobene Samarkand und begibt sich auf die Suche nach einer geheimnisvollen Kultstätte. Doch können Sieg oder Niederlage, Krieg oder Frieden tatsächlich von einem Haufen heiliger Knochen abhängen? Zusammen mit seinem Bergführer Odina, der ihm durch einen Schwur verpflichtet ist, und beschützt durch das wunderliche Mädchen Shochi, das die Zukunft träumen kann, durchstreift Kaufner die gewaltige Bergwelt Zentralasiens. Und gerät dabei zusehends in einen Wettlauf auf Leben und Tod, nicht zuletzt mit sich selbst.
Dieses bildmächtige Epos ist Abenteuerroman, Liebesroman und Untergangsroman zugleich, es erzählt von der Konfrontation mit der Fremde, in der die großen existenziellen Fragen neu gestellt werden.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Verwirrt und enttäuscht in Usbekistan

Dieses Buch ist hochgelobt, "ein wahrer Monolith unter den lauwarmen Unterhaltungsromanen" schreibt der Stern. Der Roman könne es "mit ähnlichen Projekten ... von Christoph Ransmayr aufnehmen". Grund genug, diesen Roman herunterzuladen und anzuhören, zumal der Autor selbst liest, etwas, das ich immer schätze.
Ich kann meine Enttäuschung jedoch nicht verhehlen. Das Abenteuer will nicht zu mir durchdringen, zu gesichts- und formlos bleibt der Held, den wir rund drei Jahre in und um Samarkand in Usbekistan begleiten. Wir gewinnen einiges an Details über seine Biographie, jedoch keine psychologische Tiefe, von keiner Figur des Romans. Herr Politicky ist oft in Usbekistan gewesen und schreibt mit großer Orts- und Kulturkenntnis. Das ist durchaus ein Pluspunkt, bleibt für mich aber einer der wenigen, so dass ich besser bedient wäre bei einem Reisebericht, der auch zugibt, einer zu sein.
Die Dystopie von "Samarkand, Samarkand" ist unausgegoren, basiert auf der umstrittenen Meinung des Autors, der Westen wäre verweichlicht. Der Autor hat einige Szenen in Indien und anderen "fernen Ländern" miterlebt, die die Bereitschaft, auch notfalls mit Einsatz von Gewalt um Essen/Sitzplätze etc. zu kämpfen für ihn augenfällig machen. So sind im Roman die einzigen, die um die Existenz von Deutschland kämpfen, die Deutschländer, alles Migranten, vorwiegend türkischer Herkunft, der "Kalif" von Teheran aus und die "Russen" haben Europa so gut wie unter sich aufgeteilt.
Hellmuth Opitz (http://fixpoetry.com, 4/9/13) findet in Politickys Sprache eine "ausgefeilte Stilistik", ich fühlte mich zunehmend genervt von der Angewohnheit, ab und an die Hilfsverben wegzulassen, wohl um das alles etwas poetischer klingen zu lassen. Nervtötend für mich. So sind die Geschmäcker verschieden.
Insgesamt ein Roman, der sprachlich für mich ärgerlich war, inhaltlich kaum Spannung aufzubringen vermochte und seine Protagonisten seltsam blass zeichnet.
Der Sprecher, hier der Autor selbst, macht seine Sache gut.
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- Boris

Eine Wanderung ins Unbekannte

Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise, eine Wanderung in unbekanntes Terrain, geografisch, politisch, zeitlich. Dabei beschreibt er die Landschaft, die Menschen, die Räume in einer Dichte und Intensität, die man "auf der Zunge schmecken" kann. Selten so eine Sprache, die wie ein kristallklares Medium alles wie unter der Nahlinse erscheinen lässt. Sicher macht auch den Unterschied, dass hier der Autor selbst ausgezeichnet liest. Dies ist eine Geschichte von Suche nach Herausforderung, nach Bedeutung, nach Transzendenz. Das Hören gleicht einer Entführung durch einen riesigen Spannungsbogen. Man findet sich unversehens in ungeheuren Situationen, führt einen an unbekannte Orte und bringt einen mit erstaunlichen Menschen in Kontakt. Gefühle, Impulse, Gesetze, Gefühle, besonders die Hoffnung spielen hier einander teils üble Streiche, die das Werk mit Komplexität aufladen und lange nach dem Lesen noch beschäftigen. Ein Hörbuch, das einen auf diese Weise entlässt und danach nicht loslässt, kann ich nur empfehlen. Man muss sich nur auf einiges gefasst machen ...
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- Jochen

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 05.09.2013
  • Verlag: Hoffmann und Campe