Tabu

  • von Ferdinand von Schirach
  • Sprecher: Matthias Brandt
  • 4 Std. 48 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Sebastian von Eschburg verliert als Kind durch den Selbstmord seines Vaters den Halt. Er versucht sich durch die Kunst zu retten. Er zeigt mit seinen Fotografien und Videoinstallationen, dass Wirklichkeit und Wahrheit verschiedene Dinge sind. Es geht um Schönheit, Sex und die Einsamkeit des Menschen. Als Eschburg vorgeworfen wird, eine junge Frau getötet zu haben, übernimmt Konrad Biegler die Verteidigung. Der alte Anwalt versucht dem Künstler zu helfen - und damit sich selbst. Schirach schreibt über ein aktuelles gesellschaftliches Thema, das den Leser zwingt, grundsätzliche Entscheidungen zu treffen. Aber dieses Hörbuch ist viel mehr: Schirach hat den Roman eines Lebens geschrieben, lakonisch, poetisch, berührend.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Eindeutig keine Kaufempfehlung

Ferdinand von Schirach ist ein Meister der Kurzschichte. Die beiden Bände "Verbrechen" und "Schuld" kann ich uneingeschränkt empfehlen, auch die ersten 6 Kurzfilme, die im letzten Jahr Im TV gelaufen sind, waren sehenwert. Ein Romanschreiber ist von Schirach eindeutig nicht. "Der Fall Collini" war noch ganz o.k.."Tabu" ist ein Roman über einen verarmten jungen Adeligen, der zum Künstler wird, diverse Frauenbekanntschaften macht und an Installationen arbeitet. Das alles plätschert so ohne jede Spannung über zwei Drittel des Buches dahin.

Gänzlich verzichten können hätte ich auf die ausgesprochen ekligen Schilderungen über die Produktion von Pornofilmen mit sehr viel Sperma. Da war ich an dem Punkt aufzuhören. Dann aber nahm die Geschichte eine interessante Wende: ein Mord ohne Leiche und der Frage, ob man in polizeilichen Vernehmungen Druck oder mehr ausüben darf und wenn ja, unter welchen Umständen.

Hier liegt der eigentliche (gute) Kern des Romans, und der entsprechende Dialog hätte wunderbar auf zehn Seiten einer Kurzgeschichte gepasst. Dafür lohnt es sich nicht, einen ganzen Roman zu hören oder zu lesen.

Fazit: Ferdinand von Schirachs Kurzgeschichten immer wieder und gerne auch Neues, aber keinen Roman mehr.

Die wenig überraschende Auflösung des (Mord)falls war dann auch nicht besonders originell. Eher langweilig, das Ganze.

Matthias Brandt kann nichts dafür und hat wie immer wunderbar gelesen.
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- Bronchicus

Keine Kaufempfehlung, wenn man gerne Krimis liest

Ein total haltloser Sebastian v. Eschburg, der nur um sich selbst kreist, wird, zwar von M. Brandt exzellent gelesen, dem werten Hörer aber nach kurzer Zeit auf die Nerven gehen. Die Spannung baut sich nicht auf und erst als nach gut 2,5 Stunden dieser enervierende Charakter einen Mord begangen haben soll, nimmt die Geschichte etwas Fahrt auf. Doch auch die Ermittlungen eines alternden Anwalts gestalten sich mitunter eher fad und so wartet man dann auf das erlösende Ende.
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- Tim "Das Leben ist schön, wenn man es zulässt!!"

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2013
  • Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH