Träume

  • von Günter Eich
  • Sprecher: Barbara Auer, Udo Wachtveitl, Inge Meisel
  • 2 Std. 32 Min.
  • Hörspiel

Beschreibung

Menschen, die scheinbar bereits unendlich lange Zug fahren. Eltern, die ihr Kind verkaufen. Eine Familie, die vom Unbekannten vertrieben wird. Urwaldforscher, die vom Fluch des Vergessens erfasst, Leute, die von Termiten zerfressen werden. Menschen träumen, und in ihren Träumen zeigen sie ihr ureigenes Ich, ihre tiefsten Ängste und geheimsten Wünsche, ihr Verdrängtes. Die ausgezeichnete Hörspielfassung von 1951 mit Inge Meysel, Erich Schellow, Annegret Lerche u. v. a. und unter der Regie von Fritz Schröder-Jahn schrieb Hörspielgeschichte. Eine hörbare Legende. Und 2006? In einer spektakulären Neuproduktion schaffen fünf junge Hörspielregisseure die heutige Sicht auf die Träume und verdeutlichen die literarische Brillanz und Hellsichtigkeit Günter Eichs - auch über 50 Jahre später.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Uralt aber schön

Das war mein erstes Hörspiel von Günter Eich und obwohl es mehr als ein halbes Jahrhundert alt ist, ist sein Effekt immer noch der gleiche. Eich gibt eine groteske, albtraumhafte Skizze der Nachkriegszeit wieder und mahnt vor der Gleichgültigkeit der Menschen. Das Hörspiel ist unterteilt in vier Träumen von vier verschiedenen Personen. Im Anschluss gibt es dann nochmal dasselbe Hörspiel in der Neuaufnahme, die auch sehr gelungen ist. Nicht ohne Grund wurde dieses Hörspiel mit Preisen ausgezeichnet.
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- hardknock

Nachtmare der Nachkriegszeit

Wie böse ist der Mensch? Wie gut kann er überhaupt sein, wo er doch schwach ist? Der sich erfolgreich selbst belügende Mensch ist ein, aber nicht das einzige zentrale Thema dieser Folge von Traumsequenzen, in denen Menschen in kritischen Situationen sich mal berechnend, mal irrational verhalten. Man zweifelt manchmal daran, dass es Handlungsalternativen geben könnte und zweifelt so an sich selbst.
Wer das aushält, für den ist dieses sparsam und effektiv inszenierte Hörspiel ein Genuss. Nichts zum nebenbei Hören, gut für geschichtlich interessierte Hörer, die ein Gefühl für die Gespenster der Nachkriegszeit bekommen wollen. Auch für unsere?
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- Andreas

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 05.01.2012
  • Verlag: Der Hörverlag