Woraus wir gemacht sind

  • von Thomas Hettche
  • Sprecher: Ulrich Matthes
  • 7 Std. 56 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

Kalf, von Berufs wegen Biograph, wird mit seiner Frau nach New York eingeladen, ein berühmter Verleger will ihn kennen lernen. Eine große Ehre, die sich bald als fatale Falle herausstellt, denn Kalfs Frau wird entführt. Kalf ist völlig schokiert, unfähig, sich dem Entführer zu stellen.
Er macht sich auf die Suche nach ihr und verstrickt sich immer weiter in die Vergangenheit eines gewissen Meerkatz, dessen Biographie er eigentlich hätte schreiben sollen. Dass die Entführung mit der dubiosen Vergangenheit eines Nazischergen zusammen hängt, erfährt Kalf erst sehr mühsam. Und erst am Ende kann Kalf für sich selbst die Frage beantworten, die ihn am meisten interessiert: woraus wir gemacht sind, woraus er selbst gemacht ist.

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On the Road again

Wenn deutsche Autoren versuchen, in das Herz Amerikas vorzudringen, darf man gespannt sein. Nicht selten bringen sie dabei all die Klischees mit, die sie sich zuvor angelesen oder auf der Leinwand bewundert haben. Nach 9/11 kommt nun das Wissen hinzu, wie es um dieses Land und die Amerikaner an sich steht. Das sind gefährliche Voraussetzungen für einen Roman, der fulminant beginnt, in dem die Ehefrau eines Biographen verschwindet und sich herausstellt, dass sie nur aus einem Grund entführt wurde, damit der Niklas Kalff Informationen aus dem Leben von Eugen Meerkaz preisgibt, dessen Leben er nacherzählt hat, aber über die er gar nicht verfügt. Kalff ist nun damit beschäftigt, herauszufinden, was seine Auftrageber von ihm erwarten, zumal ihm ein Band zugespielt wird, auf dem seine Frau körperlich unter Druck gesetzt wird. Bis zu diesem Punkt ist der Roman schmissig erzählt, doch ab dem Moment, wo Kalff sich von New York wegbewegt, tritt er auf der Stelle. Amerika verschluckt ihn, er bleibt in Marfa hängen, beginnt eine merkwürdige Liebesgeschichte mit Asia, wo er eigentlich seine Frau retten sollte, und verfällt einer zeitlichen Lähmung, die die Handlung in lange Erinnerungspassagen und Telefonanrufe aufsplittert. Die Geschichte wirkt mit einmal konstruiert. Hettche hat in früheren Romanen wie z.B. Der Fall Abogast bewiesen, dass er mit Spannung umzugehen versteht. Hier jedoch verfolgt er zu viele Erzählstränge, die gleichzeitig bedient werden müssen, was trotz aller sprachlichen Könnerschaft dazu führt, dass die Geschichte sich auffasert. Ein ambitionierter Versuch, bei dem die Frage Woraus wir gemacht sind offen bleibt.
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- folgren

Matthes at his best

skurrile Geschichte in sehr vereinnahmender Sprache
Matthes unterstreicht furios Hettches Sprachgewalt
leider mit weniger geschichtlichem Tiefgang als die Pdaueninsel
Lesen Sie weiter...

- Andrea

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 12.06.2008
  • Verlag: Der Hörverlag