Evolution der Leere (Das dunkle Universum 4, 2) : Das dunkle Universum

  • von Peter F. Hamilton
  • Sprecher: Oliver Siebeck
  • Serie: Das dunkle Universum
  • 16 Std. 35 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Teil 2 des vierten Bandes von Peter F. Hamiltons Reihe "Das dunkle Universum".

Millionen Pilger sind mit ihren Ultra-Antriebsschiffen auf dem Weg ins Zentrum der Galaxis - in die "Leere". Dort, so ihr Glaube, erwartet sie ein perfektes Leben in einer perfekten Welt. Doch der Preis dafür könnte höher nicht sein. Einige setzen alles daran, die Pilger zu stoppen, wie etwa Gore Burnelli, ältester und einflussreichster lebender Vertreter der Menschheit, der die Jahrtausende vorbeiziehen sah; oder Oscar Monroe, der Märtyrer, der sich schon einmal für das Commonwealth opferte; und die gnadenlose Ermittlerin Paula Myo, unermüdlich und unaufhaltsam. In ihren Händen liegt es, die Galaxis zu retten. Doch die Zeit ist nicht ihr Verbündeter...

weiterlesen

Das könnte Ihnen auch gefallen:

Hörerrezensionen

Hilfreichste

Der krönende Abschluss des Dunklen Universums

Genial, verzwickte Auflösung der Reihe um die Leere. Viele alte Bekannte aus der Commonwealth Saga tauchen nochmal auf. Oliver Siebeck liest wie immer toll, als wenn er dafür geboren wäre. Ich freu mich schon auf die Legende der Faller.
Lesen Sie weiter...

- Mokbar Titulf

Void 3.2 Das Ende der Geschichte (Doppelrezension)

Nach diesem Buch kann man sich endlich der "Chronik der Faller" widmen! Da ich zu dessen erstem Band, "Der Abgrund jenseits der Träume", bereits eine warnende Rezi verfasst hatte, ohne das Buch zu hören, folgt unten eine echte Rezension dazu, ich habe auch aufgepasst, dieses Buch hier nicht zu spoilern!

Noch eine GUTE NACHRICHT und Warnung in einem: Der zweite und letzte Band der "Chronik der Faller" ist auf Deutsch noch nicht erschienen, auch als Buch nicht, aber Anfang April wurde endlich ein Termin bekannt gegeben! Nämlich Anfang September (2017), unter dem Titel "Das Dunkel der Sterne", und ich wage zu hoffen, dass wie beim ersten Teil das Hörbuch zeitgleich veröffentlicht wird! Wer es nicht abwarten und gut Englisch kann: Die Originalfassung erschien voriges Jahr als Hörbuch auf Audible, und ebenfalls parallel zum Buch.

Zu diesem Buch:
Dies ist die zweite Hälfte von "The Evolutionary Void", dem dritten und letzten Teil der "Void Trilogy", die eigentlich keine echte Trilogie, sondern ein Dreiteiler ist, denn die ersten beiden Bände kann man nicht als in sich abgeschlossen bezeichnen, insbesondere weil man erst im letzten Band erfährt, warum die Anhänger so versessen darauf sind, in die Leere zu gelangen. Letzlich war es ein originelles Konzept, den Leser nur schrittweise über Edeards Leben aufzuklären, in der SF-Story aber immer wieder kleine Spoiler einzuflechten, die auf den Fortgang neugierig machen. Um auch den ersten Teil der Chronik der Faller gleich mit rezensieren zu können, habe ich dieses Buch hier schon mal auf Papier vorausgelesen und war auf die Umsetzung zweier Kapitel und eines weiteren Aspekts gespannt. Leider finde ich deren Umsetzung nicht übermäßig gelungen, weshalb ich, neben der nachträglichen Romanteilung (das Buch gibt es ungeteilt zu einem günstigen Preis, sodass die Hörbuchfassung sogar zweieinhalb mal teurer ist!) auch dafür wieder insgesamt drei Sterne abziehe. Bei den Besonderheiten handelt es sich:
- Erstens um Edeards letzten Traum, dieser besteht aus kurzen Absätzen mit eher poetischem Charakter, jeweils unter einem Schlagwort. In der Hörbuchfassung wurden aber die Pausen zwischen den Absätzen leider weggelassen, das Schlagwort folgt also direkt auf das Ende des vorherigen Absatzes, was absolut unnötig war.
- Zweitens ein Kapitel aus der Perspektive einer Maschinenintelligenz, das finde ich vom Vorleser nicht deutlich genug herausgearbeitet.
- Drittens etwas ähnliches, eine Unterhaltung mit einer Alienrasse mittels eines maschinellen Übersetzers, auch da hätte ich mir gewünscht, dass die vom Übersetzer gesprochenen Teile weniger menschlich klingen, auch wenn die Maschine wohl über künstliche Intelligenz verfügt.
Abgesehen von den kritischen Anmerkungen möchte ich nicht viel verraten, die weitere Entwicklung fand ich sehr interessant, man hat den Eindruck, Hamilton hat sich alle wirklich guten Ideen für den Schluss aufgespart! Für eine Spezies endet es dramatisch, andererseits lernt man die Schöpfer der Leere kennen - Hamilton hat mit seinen "Firstlifes" und "Firstlifers" eine falsche Fährte gelegt, jedenfalls was mich betrifft, ebenso mit seinem "Higher Angel" - man erfährt, wer Aaron ist und wer ihn geschickt hat, aber um mehr über die Skylords und Genistars zu erfahren, muss man zur Chronik der Faller übergehen.

Nachtrag: Rezension zu "Der Abgrund jenseits der Träume"
Hamilton schlägt mit diesem Zweiteiler neue Wege ein, man kann es diesmal tatsächlich als eine Dilogie bezeichnen, denn der erste Band ist in sich relativ abgeschlossen, soviel will ich mal verraten. Er ist in mehrere "Bücher" gegliedert, auch nicht ganz in chronologischer Reihenfolge:
Buch 1, "27 Stunden und 42 Minuten" (ab Hörbuch-Kaptel 2) wirkt zunächst nur wie ein Rückblick auf das, was man am Ende von Void 3.2 über die Vorfahren Edeards erfahren hat. Doch dann kommt ein Artefakt ins Spiel, das es wahrlich in sich hat, und Hamilton greift nach längerem wieder auf Horror-Elemente zurück. Dieser Abschnitt endet mit einer Pointe, die ich auf morbide Weise amüsant, aber auch wissenschaftlich unlogisch fand. Bei näherem Hinsehen scheint es nämlich, dass die genannte Zeitspanne exakt einem Planeten-Tag entsprechen und die Windverhältnisse ohne Einfluss sein müssten. Ich will nicht spoilern, aber es erweist sich dann später, dass die Sache eben doch anders liegt, als ich dachte. Ja, da verdreht einem Hamilton schon gehörig den Verstand!
In Buch 2, "Träume aus der Leere" (ab HB-Kapitel 42) erhält man einen Einblick in die Anfänge von Living Dream, und auch die sehen etwas anders aus, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte angenommen, Inigo hätte seine Träume über einen Zeitraum von vielen Jahren empfangen, sie dann jeweils zügig veröffentlicht, und sich spontan zurückgezogen, als der Inhalt des letzten Traums ihn so schockiert hat, dass er ihn nicht veröffentlichen wollte. Nun wird aber gesagt, Inigo habe all seine Träume während des Aufenthalts auf Centurion Station empfangen (im Gegensatz zu Araminta, die IHRE Träume ja mitten im Commonwealth erlebte). Er hat sie technisch gespeichert und veröffentlicht sie aus Marketing-Gründen schrittweise. Nachdem den Raiel, den selbsternannten Bewachern der Leere, klar wird, dass es sich nicht wie zuerst vermutet um einen Schwindel handelt, kontaktieren sie Nigel Sheldon, dem es gelingt, sich eine Kopie der restlichen Träume zu verschaffen. Er und seine Komplizen veranstalten einen Traum-Serienmarathon und beschließen danach, einen Klo(h)n Sheldons in die Leere nach Makkathran zu schicken. (Damit meine ich eine jüngere Version, einen "geklonten Sohn".) Die Raiel kennen eine Methode, dies gewaltsam zu bewerkstelligen, bekanntermaßen hatten sie ja einmal eine Kriegsflotte hinein geschickt.
Da ich möglichst nicht spoilern will, kann ich nur sagen, wer die Void-Trilogie gelesen hat, weiß, warum Nigel's Plan nicht gelingen kann. Aber die damaligen Siedler hatten sich (sorry, aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen) in drei Gruppen aufgeteilt, und Sheldon landet auf einem anderen Planeten, nämlich dem, der in Buch 1 vorgestellt wurde.
In Buch 3, "Revolution für Anfänger" (ab HB-Kapitel 66) lernen wir jedoch zunächst die hiesigen Nachfahren der Siedler kennen, mehr über Sheldon's Pläne erfahren wir erst in Buch 5. Unter dem Einfluss eines äußeren Feindes, der "Faller", permanenter Invasoren, die ich nicht näher beschreiben will, hat sich hier eine deutlich andersartige Gesellschaft herausgebildet, ebenfalls eine Klassengesellschaft, jedoch mit autoritärerem Charakter, in der Wahlen nur pro forma abgehalten werden. Hauptfigur dieser Story ist Slvasta (Von Sylvester abgleitet? Beim Vorleser klingt es mir eher wie Svlasta), ein - okay, ich verrate nur soviel - eher tragischer Held, der nach einem Kampf, in dem er beinahe umkommt, von der Bekämpfung der Faller besessen ist - und von der Ausrottung der "Mots", da diese im Ernstfall nicht den Menschen, sondern den Fallern gehorchen. Die Mots, formbare Lebewesen, die als Ersatz für Maschinen fungieren, entsprechen den "Genistar"-Tieren aus Edeard's Welt, wie auch die übersinnlichen Phänomene unter anderen Bezeichnungen wiederkehren, Denkpfad statt Longtalk, Teka (Telekinese) statt Dritte Hand.
In Buch 4, "Zellstruktur" (ab 119) baut Slvasta mit der Hilfe einer organisatorisch sehr begabten jungen Frau, Bethaneve, eine Widerstandsbewegung auf. Mir erschien das allzu reibungslos, aber es gibt eine Erklärung dafür, und ganz so unbemerkt von der Obrigkeit läuft es auch tatsächlich nicht.
In Buch 5, "Jene, die fallen" (ab 152) erfahren wir, wie Sheldon (nach der unvermeidlichen Bruchlandung) sich in dieser Welt zurechtgefunden und Verbündete gewonnen hat, Slvasta ist ihnen ja schon in Buch 3 begegnet, und hält ihn für einen Faller-Unterstützer, auch dem Leser blieb zunächst vieles schleierhaft.
In Buch 6, "Jene, die aufsteigen" (ab 204), gewinnt Slvasta mit seiner Gewerkschafts-Partei bei den Wahlen einige Sitze, mutiert danach jedoch vom moralisch korrekten Idealisten geradezu zum rücksichtslosen Saboteur und Revolutionär, ja gar zu einem Terroristen und Despoten. Sehr geärgert habe ich mich über die Entdeckungen im "Faller-Institut". Hamilton baut da eine unglaubliche Spannung auf, die in meinen Augen völlig ins Leere geht. Dass dort ein oder mehrere Faller lebendig gefangen gehalten (und entsprechend ernährt) werden, ist zwar abscheulich, jedoch absolut nachvollziehbar. Aber ausgerechnet dieser? Sorry, das ist albern. Und der angeprangerte Gestank wird auch nicht begründet. Sheldon nutzt derweil die bürgerkriegsähnlichen Zustände, um sich gewisse Dinge zu besorgen, die von den ursprünglichen Siedlern stammen, aber auf der Oberfläche des Planeten nicht funktionieren.
Epilog "Jenseits des Abgrunds" (ab 266).
Technisches: Die Übersetzung nervt manchmal durch Inkonsistenzen zur Void-Trilogie, bspw "Drosilk" statt "Droseide", auch der Vorleser spricht manchmal etwas anders aus, wobei er allerdings die Bücher in umgekehrter Reihenfolge kennengelernt haben dürfte. Die Aufteilung in 266 echte Hörbuch-Kapitel mit einer Länge von durchschnittlich 6 1/2 Minuten wurde gewissenhaft erledigt.

HÖRBUCH-TIPS gebe ich in vielen meiner Rezensionen, hier möchte ich aber vor allem Audible und die Verlage ermutigen, dass auch die anderen Bücher Hamiltons vertont werden, besonders
- der Kurzgeschichten-Band "Zweite Chance auf Eden" zum "Armageddon-Zyklus"
- der Kurzgeschichten-Band "Die Dämonenfalle" (alias "Manhattan in Reverse"), der im August als günstigeres Taschenbuch neu aufgelegt werden soll und unter anderem Stories zum Commonwealth enthält
- der für mehrere Preise nominierte (im Deutschen zweigeteilte) Roman "Der Drachentempel" (Fallen Dragon)
- der in Frankreich preisgekrönte Roman "Der unsichtbare Killer" (der so dick ist, dass ihr ihn meinetwegen ruhig auch teilen dürft, "Great North Road")
- die "Mindstar-Trilogie" (Greg Mandel Trilogy), Hamiltons erfolgreiche Debütreihe
- "Der Dieb der Zeit" (Misspent Youth), ein Roman über die erste "Rejuvenation" (Verjüngungskur), voller unsympathischer Personen, der Vollständigkeit halber
Auf Englisch sind seit wenigen Monaten all diese Bücher bei Audible erhältlich.
Übrigens existiert ein leicht gekürztes deutsches Hörbuch auf CD, "Den Bäumen beim Wachsen zusehen" (englisch "Watching Trees Grow", auch im Sammelband "Manhattan in Reverse"), vielleicht könnte Audible das auch anbieten?
Lesen Sie weiter...

- Viktor

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 29.03.2017
  • Verlag: Lübbe Audio