Furchtlos (Die verschollene Flotte 1) : Die verschollene Flotte

  • von Jack Campbell
  • Sprecher: Matthias Lühn
  • Serie: Die verschollene Flotte
  • 11 Std. 46 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Seit hundert Jahren kämpft die Allianz gegen die Syndics - und verliert auf ganzer Linie. Die zusammengeschossene Flotte ist im Feindesgebiet gestrandet. Ihre einzige Hoffnung ist ein Mann, der seit fast einem Jahrhundert für tot gilt.

Jedes Schulkind kennt Captain John "Black Jack" Gearys legendäre Taten. Nach seinem heldenhaften "letzten Gefecht" zu Anfang des Krieges ist er vermisst und gilt als gefallen, doch hat Geary wie durch ein Wunder im Überlebenskälteschlaf überlebt und übernimmt widerstrebend den Befehl über die Flotte der Allianz, die sich der Vernichtung durch die Syndics gegenübersieht. Die einzige Chance, den Krieg noch zu gewinnen, besteht darin, den erbeuteten Hypernet-Schlüssel der Syndics zur Heimatwelt zu schaffen. Dazu aber muss Geary allen Erwartungen entsprechen, die aufgrund der heldenhaften Legenden um "Black Jack" in ihn gesetzt werden...

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Kritikerstimmen


Es ist ein sehr gelungener Serienauftakt mit erstaunlich viel Tiefgang.
-- Darmstädter Echo, Darmstadt

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Weltraumkampf und Politik

Der vielversprechende Beginn einer interessanten Sci-Fi Geschichte mit militärischem Einfluss. Wenngleich zu Beginn ein wenig verwirrend und überschnell ins Geschehen geworfen kann man doch flink in die Erzählung eintauchen und erleben, wie Captain John "Black Jack" Geary die Situationen meistert, in die er - ähnlich dem Hörer - unvorbereitet hineingeworfen wurde.

Der erste Teil dieser Reihe präsentiert eine angenehme Mischung aus Kampf, Taktik und Politik, die Hintergrundgeschichte des Universums wird subtil eingewoben. Es ist anfangs eventuell ein wenig befremdlich, wie manche Situationen vom Protagonist gehandhabt werden - doch es wird im Laufe dieses Buches erklärt, wieso das notwendig scheint. Die eingebrachten Politik-Elemente tragen hier sehr positiv zur Entwicklung bei und verstärken die sich eh bereits zugespitzte Situation. Es macht Freude, anzuhören, wie Geary neben seinen offensichtlichen Aufgaben als Flottenkommandant auch diese "Geplänkel" löst und man fiebert gelegentlich auch bei den vermeintlich langweiligeren Szenen wie zum Beispiel Kommandobesprechungen mit. Doch auch die Gefechte und taktischen Entscheidungen kommen nicht zu kurz, ebenso wird der Weltraum und die dort herrschenden Umstände gut berücksichtigt und erklärt, so dass man sich nur selten länger fragen muss, warum manche Dinge so gehandhabt werden, wie sie eben gehandhabt werden.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, auch hier hat der Autor sauber gearbeitet. So manches Mal musste ich beim Auftritt einiger Charaktere die Augen verdrehen - oder grinsen, je nach Person.

Matthias Lühn hat meiner Ansicht nach bei diesem Hörbuch eine auffallende Art, Sprache zu betonen und oft klingt Geary - für meine Ohren - dadurch überspitzt. Allerdings gelingt es ihm gut, die sonstige Situation passend zur Geschichte einzufangen.

Alles in allem ist dieses Hörbuch erfreulich und macht Lust auf mehr - natürlich auch, weil die Geschichte am Ende dieses Bandes noch lange nicht zu Ende erzählt ist.
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- Ben

unterhaltsam, aber auch geradlinig

Eine Zeitlang war ich der Ansicht, gute SF müsse komplex sein, über mehrere Handlungsebenen verfügen, sich technisch ausgefeilt präsentieren und dazu am besten noch eine gute Portion Gesellschafts- oder doch zumindest Wissenschaftskritik enthalten. Die Werke von Stanislav Lem, Issac Asimov, Ray Bradbury und anderen bekannten Vertretern der Zunft: das war bislang für mich „echte“ SF. Das ist genauer betrachtet umso unverständlicher, als dass mein Film- und Serienverhalten als gestandener (immerhin seit 40 Jahren) SciFi Fan da schon eher etwas toleranter ausgeprägt ist. In letzter Zeit haben allerdings mangelnde Zeit und (ehrlich gesagt auch Lust) dazu geführt, dass ich mich etwas mehr auf Hörspiele und Hörbücher verlegte. Und plötzlich funktionierten meine an mich so hochgesteckten Ziele nicht mehr wirklich, denn es ist meiner Erkenntnis nach wesentlich schwerer einer komplexen Story zu folgen, wenn man sie hört, als wenn man sie liest.

Als ich Audible abonnierte, erlaubten mir die zivilen Preise für die Hörbücher, ein wenig zu experimentieren und so stieß ich auf "Jack Campbell: Die verschollene Flotte1" und siehe da, ich war sehr überrascht darüber, wie schön sich eine geradlinige, schlichte, dafür aber spannend und unterhaltsam geschilderte Story doch anhören kann, wenn sie dann auch noch vom richtigen Interpreten vorgetragen wird. O.K, hinter diesem Satz verbirgt sich nun quasi eine vollständige Lobeshymne, die über das Buch an sich noch nicht viel aussagt.

Es sollte klar sein, dass es sich hier um Military-SF der einfacheren, fast schon Retrosorte gehört. Zwei Machtblöcke führen seit einhundert Jahren Krieg miteinander, wobei die eigentlichen Ursachen für den Kriegsausbruch schon lange in Vergessenheit geraten sind. Auf Seiten der demokratisch strukturieren „Allianz“ hält sich die Flotte an den imaginären Ehrenkodex eines der angeblich frühen Helden des Krieges: Black Jack Geary. „Immer nah am Feind“, einer der letzten Funksprüche des vor einhundert Jahren "gefallenen" Überhelden ist zur absoluten Prämisse der Flotte geworden: und führt zu immensen Verlusten.

Doch halt: gefallen und imaginär? In gewisser Weise ja, denn als man Geary tatsächlich im All völlig überraschend nach einhundert Jahren Kälteschlaf in einer treibenden Rettungskapsel entdeckt und der auch noch nach einer verlorenen Schlacht im Heimatsystem des Gegners, des „Syndikats“, das Kommando über die Reste der geschlagenen Allianz-Flotte übernimmt, wird ihm schnell klar, dass man ihn zu einer Überperson hochstilisiert hat. Black Jack Geary wurde zu jemanden, der er weder als Soldat, noch als Mensch je war. Selbst sein Funkspruch „immer nah am Feind“ wurde im Laufe der Jahrzehnte immer stärker missinterpretiert, bis er zu einem fatalen Stolzbegriff mutierte, der mit seiner einst erlernten Soldatenehre nichts mehr gemein hat. Nun muss er die Reste der Flotte möglichst unbeschadet nach Hause führen und steht dabei nicht nur äußeren, sondern auch inneren Feinden in Form von jungen und unerfahrenen Captains gegenüber, die in ihm nicht mehr als eine leere Hülle, ein fahles Abbild seiner selbst sehen.

Der Weg, den Geary und die Flotte nun zwangsläufig gemeinsam gehen, ist, wie oben bereits angedeutet, mit einer ganzen Portion Humor und Augenzwinkern, aber auch viel Spannung und einigen guten technologischen Einfällen (Überlichtbewegungen sind innerhalb eines Sonnensystems genauso unmöglich, wie Überlicht- oder Hyperfunk, was zu einigen interessanten Schilderungen innerhalb der im Buch vorkommenden Raumschlachten führt) versehen. Und obwohl es dem (Hör)buch an der ein oder anderen unvorhergesehenen Wendung oder auch an komplexen Figuren mangelt, sind die Zutaten doch unterhaltsam genug, dass die knapp 12 Stunden für mich wie im Flug vergingen und ich mir am Ende sicher war, dass die Fortsetzung dieser Serie auf jeden Fall gekauft wird.

Das ist dem m.E. sehr guten Sprecher Matthias Lühn in jedem Falle mitzuverdanken, der es versteht, ohne allzu großes Overacting Figuren mit einer wiedererkennbaren Stimmlage zu versehen, ohne sie dabei ins Lächerliche zu ziehen. Auch seine Funktion als Erzähler füllt Lühn gut aus, indem er an den richtigen Stellen Betonungen einfließen lässt, ohne dabei jedoch zu überziehen. So kann ich als Zuhörer ganz der angenehmen Stimme Lühns folgen und mir aufgrund seiner spannend aber akzentuiert vorgetragenen Erzählweise sehr gut ein Bild von den vorgetragenen Ereignissen machen.

Alles in allem ist Die verschollene Flotte 1 also ein unterhaltsames Hörbuch, dass sich zur Entspannung und als Kopfkino hervorragend eignet, für Hörer, die ein tiefsinniges Hörvergnügen suchen, vielleicht aber etwas zu simpel gestrickt sein könnte.
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- Cherokee67

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 07.05.2015
  • Verlag: Audible Studios