Level (Silo 2) : Silo

  • von Hugh Howey
  • Sprecher: Peter Bieringer
  • Serie: Silo
  • 10 Std. 51 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Im Jahr 2049 wird der junge amerikanische Architekt Donald Keene von Senator Thurman mit dem Bau einer riesigen unterirdischen Anlage beauftragt. Noch ahnt er nicht, was dahintersteckt: Ein politischer Konflikt zwischen Iran und den USA steht bevor - und eine Katastrophe, die die Erde unbewohnbar machen wird. In fünfzig unterirdischen Silos sollen die Menschen Zuflucht suchen. Aber das streng reglementierte Leben fordert Opfer. Als ein Aufstand ausbricht, muss der Wärter Troy alle Bewohner in den sicheren Tod schicken. Doch Troy weiß mehr über die Silos, als alle vermuten.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Idee gut - Umsetzung mangelhaft

Im Jahr 2049 wird der junge amerikanische Abgeordnete Donald Keene von seinem Vorgesetzten Senator Thurman mit dem Bau von 50 riesigen unterirdischen Silos beauftragt. Donald ahnt jedoch nicht, dass seine Kenntnisse als Architekt dafür benutzt werden, um eine als Schutzbunker für ein nahe gelegenes Endlager getarnte Anlage zu bauen, in der jedoch nach der Vernichtung der Welt ein ausgewählter Rest der Menschheit Zuflucht suchen soll. Diese erwartet ein autoritär organisiertes und streng reglementiertes Leben mit vielen Opfern. Fünfzig Jahre später wird in Silo 1 der Wärter “Troy” aus dem Kälteschlaf geweckt, um schwerwiegende Probleme mit anderen Silos zu lösen. Doch Troy erfährt mehr über sich selbst, die anderen Silos und die eigentlichen Ziele der Erbauer, als seinen Vorgesetzten lieb ist.

Level ist die Vorgeschichte zu Silo, ist aber dennoch der zweite Band und sollte auch tatsächlich erst nach Silo gelesen werden.

Zunächst das Positive: Level ist teilweise spannender als der erste Band und begeistert dabei mit Parallelen, in denen geschickt Personen und Handlungen aus dem ersten Band Silo mit diesem Prequel verknüpft werden und zu Überraschungen und Deja-Vue-Erlebnissen führen. Oftmals erlebt man bekannte Handlungsstränge aus der Sicht anderer Personen und Orte und erhält logische Erklärungen und Auflösungen bereits bekannter Ereignisse. Peter Bieringer hat auch diesen Band wunderbar gelesen, auch wenn ich mir selbst ein wenig mehr stimmliche Unterscheidungen einzelner Protagonisten wünschen würde.

Für viele Hörer/Leser mag es vielleicht nicht so wichtig sein, aber Hugh Howey lässt leider auch im zweiten Band jegliche technische oder wissenschaftliche Hintergründe und Logik aus. Da werden 50 kilometertiefe Löcher in den Boden gegraben und mit jeweils 144 Stockwerken gefüllt, aber diese wahrlich gigantische Baustelle erledigt sich nahezu von selbst. Die Entwicklung technischer Lösungen zur Sicherung des Überlebens unter der Erde bleiben uns (wie auch den Überlebenden) weitestgehend verborgen. Da tauchen plötzlich Tiefschlafkammern auf, in denen die Menschen über Jahrhunderte eingefroren werden können, aber allein gelassen werden wir mit der Frage, warum nicht einfach alle Überlebenden die nächsten 500 Jahre auf diese Art und Weise überdauern können. Ebenso geheimnisvoll bleibt für uns “Das Buch der Weisung”, welches mehr oder weniger plötzlich auftaucht und über dessen Entstehung, Planung oder Inhalt wir nur mangelhafte Informationen erhalten. Da stehen in Silo 1 Drohnen, die nur als Kampfmittel, nicht aber zur Aufklärung genutzt werden können. Wäre aber nicht nach 500 Jahren genau diese Aufgabe das Ziel, damit die Umgebung auf die Lebensfähigkeit erforscht werden kann? Letztendlich bekommt der Leser viele Details einfach gedankenlos vorgesetzt und die daraus resultierende fehlende Logik stört massiv. Aber gerade die Episoden in Silo 1 sollten eigentlich diese Lücken schließen, da hier die Planer und Erbauer leben bzw. das Wissen um die Zukunft der Menschheit sitzt. Howey dümpelt auf einer recht seichten Oberfläche und verzichtet gänzlich auf einen Tiefgang, der aus diesem Werk tatsächlich einen inzwischen schon angepriesenen Kultroman machen könnte. Die Ideen und Ansätze sind wirklich fantastisch, aber in der Umsetzung nicht gerade detailiert und mit zu großen logischen Unstimmigkeiten. Es scheint, als ob Howey den Roman aus dem Stegreif und ohne Recherche geschrieben hätte, wodurch das Potential des Romans sehr weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Leider auch hier nur ein “bedingt empfehlenswert”.
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- Thomas Taistra

Wie alles begann...

Dieser zweite Band ist eigentlich der Anfang. Wie alles begann, wieso es dazu kam, dass die Menschen unter der Erde leben und es mehr als nur ein Silo gibt. Es ist unglaublich und furchtbar, denn nicht nur Machtgier, Intrigen und Tücke stecken dahinter, auch eine große Lüge und ein Vertrag.

Erst nach und nach verblasst der Nebel, der die Erinnerungen verbirgt, und Troy setzt die Tablettenrationen ab, versteckt sie im Mund, bevor er sie vernichten kann, obwohl sie im Innern seiner Mundhöhle verheerende Folgen auslösen. Und plötzlich sieht er klarer, erinnert sich…

Anna ist irgendwie der Dreh- und Angelpunkt, der Auslöser für viele Manöver, das Austauschen von Personen. Was genau dahinter steckt, hat sich mir nicht erschlossen. Vor allem, weil es ihr nicht das Geringste gebracht hat. Und eigentlich hätte ihr das klar sein müssen, denn Lügen kommen immer ans Tageslicht.

Eine spannende Episode einer Dystopie unter der Erde. Und durch die anfangs wechselnden Spots zwischen 2049 und 100 bzw. 200 Jahre später bleibt die Spannung auch erhalten, obwohl nicht wirklich viel geschieht. Wir erleben das Auslösen der Katastrophe mit und wie die Menschen unter der Erde unter Kontrolle gehalten werden. Wir hören von verschiedenen Aufständen der einzelnen Silos und den Folgen. Und dann fallen Namen, an die wir uns vom 1. Buch erinnern und sind wieder mitten in der Geschichte, nur aus einem anderen Blickwinkel. Das Buch endet eigentlich da, wo auch Buch 1 geendet hat. Und nun? Ich hatte mir eigentlich mehr erhofft.

Zum Sprecher:
Der Sprecher Peter Bieringer hat mir schon im 1. Buch recht gut gefallen. Seine Stimme passt gut zu der Story, zu den einzelnen Personen, vor allem aber zum Protagonisten dieses Buches, Donald Keene. Man kann sehr gut zuhören, auch längere Zeit am Stück.

Ich gebe 08/10 Punkte.
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- Sunsy

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 11.08.2014
  • Verlag: HörbucHHamburg HHV GmbH