Träumende Leere (Das dunkle Universum 1) : Das dunkle Universum

  • von Peter F. Hamilton
  • Sprecher: Oliver Siebeck
  • Serie: Das dunkle Universum
  • 16 Std. 58 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Im Jahr 3580 lebt die Menschheit in über tausend Sonnensystemen. Eine mächtige Raumflotte beschützt sie vor jeder feindlichen Spezies. Selbst der Tod ist besiegt. Doch im Herzen der Galaxie liegt eine schwarze Welt. Und auf das, was von dort kommt, hat die Menschheit keine Antwort...

Der Auftakt der erfolgreichen Commonwealth-Serie von Peter F. Hamilton.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Commonwealth geht weiter! Band 1 leider halbiert!

WARUM NUR? Ihr Hörbuchproduzenten, warum nur schafft Ihr es nicht, frühere Fehlentscheidungen zu korrigieren? Dazu ist keine Zeitmaschine erforderlich! "Träumende Leere" ist nur die erste Hälfte* von "The Dreaming Void", dem ersten Band der Void-Trilogie, geteilt durch den deutschen Buchverlag Lübbe. Das wäre nicht schlimm, wenn dieses Buch so umfangreich wäre wie die vorherigen Bücher Hamilton's, doch das ist es nicht. Die ungeteilte englische Fassung hier bei Audible hat nur 22 Stunden, gegenüber 37,5 und 41 Stunden der beiden unget. engl. Bände der Commonwealth-Saga, deren Halbierung noch akzeptabel war, ganz zu schweigen von den drei Bänden der Night's Dawn Trilogy (Armageddon-Zyklus), die sogar im Original geteilt wurden.
GLÜCKLICHERWEISE NAHM MAN DANACH VERNUNFT AN UND VERZICHTETE BEI DEN BEIDEN FOLGEBÄNDEN AUF EINE TEILUNG, obwohl diese sogar etwas länger sind (engl. hier je 25h), und wenn es dabei bleibt, wovon ich mal ausgehe, wird das Preis-Leistungs-Verhältnis im Endeffekt dem Vorgänger vergleichbar sein, ca 90-100 Stunden für vier Guthaben.
Aber dennoch ist diese Aufteilung voll uncool, bei Ozzie!
(Es hilft mir auch gar nichts, dass der "reguläre" Preis, man soll hier ja keine Beträge nennen, 2 Guthaben entspricht, während er bei allen anderen dt. Hamilton-Hörbüchern zwischen 3 und 4 Gh liegt. Bietet die halben Portionen gefälligst für halbe Guthaben an, Lübbe, Audible! Wer auch immer das zu entscheiden hat.)

Die Void-Trilogie (Das dunkle Unviersum) ist eine eigenständige Fortsetzung zur Commonwealth-Saga, die man trotzdem besser kennen sollte, um einige Personen und Spezies besser einschätzen zu können.
* Liebe Pedanten, damit meine ich, dass es zweigeteilt wurde, niemand wird ein Buch exakt halbieren, dritteln etc.

ZUM INHALT: Da es Leute gibt, die eine Rezension negativ bewerten, nur weil man nichts über den Inhalt schreibt, hab ich mir vorher mal eben schnell die Commonwealth-Saga angehört ;-) die 1200 Jahre früher spielt, und werde dazu demnächst eine Rezi verfassen. (Jahreszahlen laut Audible-Buchbeschreibungen 2380 bzw 3580, es sind also von HEUTE an gerechnet 1500 Jahre.) Es waren ja sehr viele Fragen offen geblieben, die Anknüpfungspunkte für Fortsetzungen bieten, und im letzten Teil wurde man plötzlich von den "Träumenden Himmeln" genervt (Sky oder Heaven im Original? Oder vielleicht sogar Void?), was mir als plumpe Werbebotschaft für den Nachfolgeband vorkam, dessen Titel ich ja kannte. So erfuhr man doch rein gar nichts über die Erbauer des intelligenten Forschungsschiffs "High Angel", nur wenig über die Raiel und die Barsoomianer, ob Tochi's Spezies wichtig ist, oder was aus den Bewohnern von Dyson Beta wurde, von denen ich mir eine positive Entwicklung erhofft hatte, vielleicht gar, dass sie als Schlichter fungieren würden, immerhin hatten sie Kontakt zu einer fühlenden Spezies und über 1000 Jahre Zeit sich weiterzuentwickeln.
IN DIESEM HALBBAND wird der High Angel nicht erwähnt, soweit ich es mitbekommen habe, doch der größte Teil der Menschheit hat sich zu "Highern" umgewandelt, ein Konzept, das ich noch nicht ganz durchschaut habe, irgendwie nutzen sie wohl keine Verjüngungskuren mehr und übertragen ihre Erinnerung nach dem körperlichen Tod nicht mehr in einen geklonten Körper, sondern speichern sie in der ANA, wie es schon in der SI (Sentient Intelligence) möglich war, es scheint deren Weiterentwicklung zu sein, und sie leben dort in einer virtuellen Realität weiter. Erst als gegen Ende des Bandes von einem "Higher Angel" die Rede war, begann mir zu dämmern, dass es einen Zusammenhang geben muss. Man wird auch in diesem Dreiteiler erstmal ganz schön mit Technologie überflutet.
Es beginnt mit einem Prolog Mitte des 34. Jahrhunderts, als Iñigo, ein kybernetisch aufgerüsteter junger Mann, ins Zentrum der Galaxie reist, um die "Leere" zu besichtigen, man erfährt zunächst nicht sehr viel über ihn und seine Motivation, es endet mit dem Satz "... dort hatte Iñigo seinen ersten Traum, aber es war nicht seiner." Was danach, nach einer sehr kurzen Sprechpause, kommt, ist NICHT der Traum, sondern ein Zeitsprung von über 100 Jahren, was mir erst nach einiger Zeit klar wurde, es hätte ja auch eine Zukunftsvision sein können. Um seine Träume hat sich ein Kult entwickelt, dessen Millionen von Anhängern - natürliche Menschen - davon schwärmen, sich in die Leere zu begeben, denn deren Bewohner, Menschen und (unter anderem) irdische Tiere, stammen anscheinend auch aus unserem Universum. Iñigo selber war gegen eine solche Pilgerfahrt, ist jedoch verschwunden, und sein Nachfolger im Amt setzt Vorbereitungen dazu in Gang.
Die Leere wird seit langem von intelligenten Spezies beobachtet, sie wächst langsam, jedoch aus eigener Kraft, und man befürchtet, infolge einer massiven Pilgerfahrt könnte sie die ganze Galaxis verschlingen. Unter den besorgten Spezies sind (neben den bereits bekannten Raiel) die Ocisen, deren Beschreibung darauf schließen lässt, dass es sich um Nachfahren entkommener (Alien-)Primes handelt, mich erinnerte die Beschreibung ihers Botschafters, trotz abweichender Physiologie, an Rygel aus (der großartigen TV-Serie) Farscape. Andere Gruppen unterstützen die Idee der Pilgerfahrt, da ist viel von "post-physischen" Lebensweisen die Rede.
Verschiedene Seiten begeben sich auf die Suche nach Iñigo, darunter Aaron, eine der Hauptfiguren, aus deren Perspektive der Band geschildert wird, ein hochgerüsteter Geheimagent, der seine eigene Identität nicht kennt, sowie einer namens "Der Delivery Man". Weitere Personae sind Troblum, ein hitziger Wissenschaftler, der mir wie eine Kreuzung von Dudley Bose und Dariat (Armageddon) erscheint, sowie die junge Araminta, die auf etwas wirre Art zu Startkapital kommt, mit dem sie sich ins Geschäft der Wohnungssanierung stürzt. (Es heißt, sie habe den Fehler gemacht einen über 300jährigen zu heiraten, der sie nur ausgenutzt hätte, das erinnert an Mellanie. Jedoch hatte ihr Gatte versäumt einen Ehevertrag aufsetzen zu lassen und stellt sich bei der Scheidung so dumm an, dass er mit dem Finanzamt Probleme bekommt und abhauen muss, Araminta kassiert ein kleines Vermögen. Die Altersweisheit, die er in 300 Jahren erworben haben muss, hat er wohl versehentlich löschen lassen!?)
Die Welt, die sich anscheinend im Innern der Leere befindet, erlebt Iñigo in seinen Träumen durch die Augen von Edeard, der ebenfalls träumt, von exotischen Orten, über die wir allerdings nichts erfahren. Träumt er von Iñigo?
Es ist zunächst eine idyllische, typische Fantasy-Welt, in der jedoch alle Bewohner übersinnliche Fähigkeiten besitzen, Fernsicht, Telepathie, Empathie, Telekinese etc. Die modernsten Bestandteile sind Schusswaffen, die die Vorfahren mitgebracht haben, Firstlifer genannt - dies ist zugleich der Commonwealth-Ausdruck für Menschen, die noch ihr natürliches Alter haben. Es ist eine typische Coming-of-Age Geschichte, d.h. Edeard ist ein besonders begabter Jugendlicher, der seine Heimat entweder wegen Verfolgern oder einer Katastrophe, oder wegen einer besseren Ausbildung seiner Fähigkeiten verlassen muss, ich will ja nicht spoilern. Sind die Träume wahr, oder ist es eine Falle?
An diese Welt angelehnt, nutzen Iñigo's Anhänger das "Gaia-Feld", durch das Emotionen übertragen werden können. Aufgrund einiger unschöner Aspekte ist mir bislang allerdings schleierhaft, weshalb sie sich so zu dieser Welt hingezogen fühlen, paradiesisch finde ich sie keineswegs. Aber ich kenne ja noch nicht die ganze Geschichte, und das ist ein Problem der Dramaturgie: Die Anhänger Iñigo's kennen bereits alle Träume, sie haben einen Wissensvorsprung gegenüber dem Leser, der hoffentlich nicht erst am Ende der Trilogie aufgeholt ist - ich will ja deren Motivation verstehen - sondern bis zum Ende des ersten Bandes, dies ist ja nur die erste Hälfte davon.

TECHNISCHE WARNUNG! Dieses Hörbuch hat trotz der geringen Länge sage und schreibe 399(!) Kapitel, also mit einer durchschnittlichen Länge von 2,5 Minuten! Mir sind kurze Kapitel zwar ganz lieb, aber manche Kunden könnte das, abhängig vom Abspielgerät, zum Wahnsinn treiben. Immerhin kann man es, was ungewöhnlich ist, in 5 Teilen zu je 3,5 Stunden downloaden. Alle etwa 2 Stunden gibt es einen kurzen musikalischen Ausklang, meist vor einem Traum. Weiterer Kritikpunkt sind mal wieder fehlende oder zu kurze Pausen bei Szenenwechseln.

HÖRBUCH-TIPS (viele weitere Tips in meinen anderen Rezensionen):
Hörbücher mit ähnlichen Themen: Hyperion & Endymion von Dan Simmons (deutsch und englisch erhältlich), Armageddon-Zyklus von Hamilton (nur deutsch), Das Schiff von Andreas Brandhorst, The Mote in God's Eye (englisch, Erstkontakt-Klassiker), The Gap Cycle von Stephen R. Donaldson (englisch).
Ich möchte aus diesem Anlass noch meine "Lieblings-Überteuerten" nennen, also Hörbücher, die ich mir schon längst gekauft hätte, wenn sie nicht so arg zerstückelt (oder kurz) wären, in Order of Ärgernis:
SF: Die Kovacs-Trilogie von Richard Morgan, Ilium und Olympos von Dan Simmons, Das Kantaki-Universum von Andreas Brandhorst
FANTASY: Die Wächter-Trilogie 1-12 von Sergej Lukianenko, Der König auf Camelot von T.H. White, Geschichten aus der Nightside von Simon R. Green, Die Trolle von Christoph Hardebusch, Emily Laing von Christoph Marzi, Das Rad der Zeit 17-26, Das Schwert der Wahrheit von Terry Goodkind, The First Law von Joe Abercrombie
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- Viktor

Hamilton in bester Manier

Kurzfassung:
Ich finde das Buch sehr gelungen.
Hamiltons Schreibstil gefällt mir. Er verpackt Science-Fiction in persönliche Schicksale vieler einzelner Charaktere, die in einem größeren Zusammenhang stehen in einem stringent durchdachten Universum. Der Sprecher ist gewohnt routiniert und die Story trägt locker über weitere Bücher hinweg.

Vorgeschichte:
Für jeden,der bereits die Commonwealth Saga gelesen hat, ist es mitunter ein Wiedersehen mit alten Charakteren. Aber ich glaube als Neueinsteiger macht es nicht weniger Spaß.

Buchkritik:
Die Kritikpunkte bleiben jedoch immer dieselben... Hamilton geht manchmal das Gespür dafür verloren, wie eloquent sich seine Charaktere unterhalten. 12-Jährige ganz gefasst und elaboriert über Liebe und Tod reden zu hören befremdet ein wenig vor allem beim sehr reichhaltigen Wortschatz den die Kleinen an den Tag legen. Letzteres kann allerdings auch an einem übereifrigen Übersetzer liegen.
Der Wissenschafts-Mambo-Jambo nimmt an einigen Stellen etwas überhand aber Hey- wofür heißt das Genre "Science Fiction"?!

Zum Sprecher:
Oliver Siebeck hat eine tiefe Stimme. Das macht es ihm mitunter schwer, weiblichen Charakteren die richtige Stimmfarbe zu verpassen wodurch sie manchmal zu ruhig und manchmal zu hysterisch klingen. Angenehm zuzuhören ist ihm jedoch allemal. Großes Plus ist seine korrekte englische Aussprache. Mitunter folgen unterschiedliche Kapitel zu schnell aufeinander - ein Fehler des Schnitts denke ich.
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- Kevin

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 15.04.2016
  • Verlag: Lübbe Audio