Attack: Unsichtbarer Feind (Pendergast 13) : Aloysius Pendergast

  • von Douglas Preston, Lincoln Child
  • Sprecher: Detlef Bierstedt
  • Serie: Aloysius Pendergast
  • 13 Std. 54 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Pendergasts Schützling Corrie Swanson untersucht in der ehemaligen Silberminenstadt Roaring Forks die exhumierten Leichen von elf Minenarbeitern. Laut einem Tagebucheintrag von Arthur Conan Doyle soll ein Killer-Grizzly die Männer aufgefressen haben. Eine einzigartige Studienarbeit für die Kriminologiestudentin! Doch in dem heute exklusiven Skiort boykottiert man Corries Recherchen mit allen Mitteln. Als sie schließlich im Gefängnis landet, eilt Pendergast ihr zur Hilfe. Welches Geheimnis gilt es in Roaring Forks zu hüten? Eine verschollene Sherlock-Holmes-Geschichte scheint des Rätsels Lösung zu bergen.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Pendergast trifft Sherlock Holmes

Mit der Pendergast-Reihe haben Preston & Child Thriller-Geschichte geschrieben. Es gelang ihnen, zehn aufeinander folgende teils geniale Stories zu kreieren. Höhepunkte waren der erste Roman "Relic" und Nummer neun, "Cult". Das soll ihnen erst einmal jemand nachmachen. Diese Bemerkung muss vorausgeschickt werden, um das Folgende richtig einordnen zu können.

Wer die Pendergast-Reihe kennt, wird schon aufgehorcht haben: 10 Romane? Nein, es sind 13. Richtig. Jedoch: Den Ausgaben 11 ("Revenge") und 12 ("Fear") fehlte plötzlich die gewohnte geniale Raffinesse. Konventionalität schlich sich ein, Überraschungen blieben beinahe völlig aus. Für viele Fans ein Alarmsignal. Gingen dem Autoren-Duo infolge von Zeitmangel die Ideen aus? Mit Spannung wartete die Gemeinde deshalb auf Nummer 13.

Die liegt nun vor: "Attack". Der Titel suggeriert, das englische Original hieße ebenso. Pustekuchen: Das Original heißt "White Fire", was dem Inhalt sehr viel näher kommt.
Spielt die Geschichte doch im superexklusiven Colorado Ski-Resort Roaring Fork, mitten im Winter. Pendergasts Schützling Corrie Swanson (bekannt aus Nr. 4, "Ritual") recherchiert hier für ihre Semesterarbeit den Tod von 11 Minenarbeitern, die im 19. Jahrhundert allesamt von einem Grizzlybären umgebracht worden sein sollen. Damit stößt sie in ein Wespennest. Das erklärt vielleicht, warum sich der Verlag seltsamerweise entschieden hat, eine Wespe auf das Cover zu drucken. Denn ansonsten kommt im ganzen Buch nicht eine einzige davon vor. Es ist, wie gesagt, klirrend kalter Winter…

Corrie landet im Gefängnis, ihr drohen 10 Jahre Haft. Doch dann taucht Pendergast in Roaring Fork auf. Und schon überschlagen sich die Ereignisse: Luxusvillen brennen nieder, Milliardäre sterben auf grausame Weise, schließlich kommt sogar Kannibalismus ins Spiel.

Mehr vom Inhalt preis zu geben wäre unfair. Jedoch: Kenner der Pendergast-Reihe werden schnell bekannte Strickmuster entdecken und sogar früh ahnen, wer der irre Brandstifter ist. Also der dritte Flop in Folge? Nein! Denn Preston & Child kam eine wirklich überraschende und kreative Idee: Sie erfanden eine Sherlock Holmes Story die sie mit dem Geschehen in Roaring Fork verweben. Das beweist Mut, denn es Arthur Connan Doyle gleich tun zu wollen könnte als literarische Anmaßung aufgefasst werden. So, als würde jemand "Winnetou 4" verfassen (…gibt es tatsächlich!). Doch der Drahtseilakt gelingt Preston & Child perfekt.

Sie lassen sogar Oscar Wilde auftreten. Der, so die Geschichte, erfuhr einst auf einer Lesereise durch die USA, bei der er auch in Roaring Fork Station machte, vom grausamen Tod der Minenarbeiter – und auch, wie und warum sie starben. Diese Geschichte erzählt er Doyle, der zu Tode erschrocken zurück bleibt. Später schreibt er sich den Horror in seiner letzten Holmes-Episode von der Seele – doch diese ominöse Kurzgeschichte verschwindet spurlos. Pendergast muss sie finden, denn sie birgt den Schlüssel zur Klärung der Verbrechen in Colorado.

Da ist wieder der geniale Funke! Preston & Child haben die Kurve gekriegt und laufen beinahe zu alter Form auf. Erzähler Detlef Bierstedt, Veteran der Pendergast-Serie, kennt die Tricks und die Schliche der beiden Autoren inzwischen so gut, dass er durch perfektes Timing die Spannungsbögen bis zum Äußersten spannen kann.

Jetzt bleibt nur noch eine Frage offen: Was bringt Nummer 14?
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- Flyboy01

Sherlock Holmes lässt grüßen!

Anfangs dachte ich ja, dass Nerviensäge Corrie Swanson das ganze Buch versaut mit ihrem unvernünftigen Benehmen. Aber schon der erste Auftritt von Pendergast als FBI-Agent versöhnte mich schon wieder. Ich kann mich der Meinung meines Vorredners nicht anschließen - im Gegenteil. Wenn man es recht betrachtet, hat doch der geniale Agent mit seinen komischen Allüren eine verblüffende Ähnlichkeit mit Sherlock Holmes. Ich kenne alle Geschichten von ihm und dieses Buch ist sozusagen eine Hommage an Sir Arthur Conan Doyle. Man sollte sich also nicht daran stören, dass lange Passagen seiner Sherlock-Holmes-Geschichten zitiert werden - denn eigentlich sind sie der Schlüssel zur Lösung der uralten UND der neuen Mordfälle. Und am Ende findet Pendergast sogar zwei neue Freunde. Und diese beiden werden ihn wohl mehr unterstützen und nicht im entscheidenden Moment schnöde verraten für eine Karriere wie sein Polizeikumpel D'Agosta in New York im vorigen Teil (Fear - Grab des Schreckens). Ich warte schon auf das nächste Buch....
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- isemann1960

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 20.12.2013
  • Verlag: Argon Verlag