Inhaltsangabe

Anne von Seydlitz ist der Verzweiflung nahe, als ihr Mann bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben kommt. Das einzige, was ihr bleibt, ist ein Film von einem Pergament mit einer alten koptischen Inschrift. Die Suche nach dem verschwundenen Pergament führt sie nach Paris. Dort ist gerade ein amerikanischer Professor in die Schlagzeilen geraten, der einen Säureanschlag auf ein Bild von Leonardo da Vinci verübt haben soll...
(c)+(p) 2008 Lübbe Audio
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
2 out of 5 stars
Von monsignoreb Am hilfreichsten 01.04.2011

Nach fulminantem Start eher enttäuschend

Die Bedrohung der Kirche von einem fehlenden Satz in einem apokryphen Evangelium herzuleiten, scheint mir doch sehr gewagt. Da wird etwas aufgeblasen, was wenig real wirkt. Aber genau das ist wichtig für einen Thriller, dass er jeden Moment so glaubwürdig und schlüssig sein muss, als würde es in der Tat geschehen.
Nach spannenden Psychotricks, ziemlich flachen theologischen Diskussionen - flach weil an den Haaren herbeigezogen - mündet alles in einem bombastischen Finale. Aber auch dieser Schluss ist enttäuschend. Irgendwie kommen wir am Ende der Geschichte an. Sie ist plötzlich da und nun muß noch mal was passieren. Auch in diesem Roman hat Vandenberg nach meinem Empfinden am Ende der Schwung, der Drive oder kurz die Inspiration verlassen. Dabei hält er so wunderbare Überraschungen bereit, wie die Mona Lisa oder den Titusbogen in Rom. Das ist erste Klasse. An der Stelle übertrumpft er spielend Dan Brown.
Ach, ja, eines fiel mir bei der Gelegenheit noch auf. Irgendwie stimmt die Zeit-Authentizität nicht. Die Geschichte spielt 1961/1962, also vor rund fünfzig Jahren. Sie erweckt aber immer wieder in den Eindruck, dass sie in der Gegenwart spielt. Das passiert so an kleinen Stellen des eigentlich hervorragend recherchierten Stoffes, wie der Aufführung von Orpheus und Euridike in der Deutschen Oper 20. September 1961. Die Deutsche Oper Berlin öffnete allerdings erst am 24. September 1961 ihre Pforten mit Mozarts Don Giovanni. Die Aufführung findet also nicht nur vier Tage vor der Eröffnung des neuen Opernhauses statt, sondern die Titelpartie wird auch noch von einem Countertenor gesungen. Das war damals nicht üblich. Damals sangen noch ganz normale Tenöre diese Partien. Am wahrscheinlichsten wäre es in diesem Falle wohl Fritz Wunderlich gewesen, wofür ich mich jetzt nicht verbürgen möchte, aber passen könnte es, hat er doch am 24. September im Don Giovanni mitgesungen. So ein Detail hätte zumindest dem Lektor auffallen müssen.

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3 von 3 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

3 out of 5 stars
Von owieohr Am hilfreichsten 29.04.2011

hat nicht überzeugt

Eigentlich liebe ich die Bücher von Vandenberg, aber Das fünfte Evangelium hat mich nicht überzeugt. Es war zu langatmig, zu belehrend und zu aufgesetzt. Leider nur drei Sterne dafür.

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1 von 1 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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