Der Nebelmann

  • von Donato Carrisi
  • Sprecher: Uve Teschner
  • 8 Std. 59 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

In einer eisigen Winternacht irrt der römische Star-Ermittler Vogel mit blutverschmiertem Hemd durch die Wälder am Rand eines Alpendorfs. Er war vor Wochen angereist, um den Fall eines vermissten Mädchens zu klären. Bereits dreißig Jahre zuvor waren hier unter ungeklärten Umständen Kinder verschwunden. Im Dorf glaubt man schnell, dass der Mörder, "Nebelmann" genannt, zurückgekommen ist. Vogel gibt an, einen Unfall gehabt zu haben, doch das Blut an seinem Hemd stammt nicht von ihm. Als ein Psychiater gerufen wird, um ihn zu befragen, beginnt Vogel zu erzählen. Sein Bericht ist ungeheuerlich.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Das Geld hätte ich doch auch lieber gespart....

Die eigentliche Story fand ich gut, aber die Umsetzung leider furchtbar.
Es fehlt die Spannung, die Charaktere sind wirklich fast durchweg unsympathisch....und auch unrealistisch.
Das gleicht Uve Teschner zum Glück wieder etwas aus! Vielen Dank!!

Ich wollte sehr oft aufgeben, habe mich dann allerdings vor Langeweile über unwichtiges geplänkel, dazu entschieden immer mal paar Kapitel zu überspringen.
Damit und ab da war es gut hörbar und mir fehlten am Ende nicht mal Details....
Das letzte Drittel ist sogar "fast" gut.

Fazit....

Empfehlen würde ich persönlich es nicht, aber wer auf diese Art von (sorry) etwas lahmen Erzählungen steht ist hier richtig.
Mir fehlte einfach die Spannung, das mitfiebern und das nicht aufhören können.
(auch wenn das Ende wirklich gut ,d.h. überraschender ist als erwartet)

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- Inga

stimmungsvoll aber unplausibel

"Der Nebelmann" ist ein sehr atmosphärischer Thriller, der in einem Alpendorf spielt, in welchem kurz vor Weihnachten ein Teenager aus einer radikal christlichen Familie vermisst wird. Es ermittelt ein römischer Starermittler, der gerne auf zweifelhafte Ermittlungsmethoden zurückgreift, bei welchen die Medien eine zentrale Rolle einnehmen.
Der Roman wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Dabei verwendet der Autor das Stilmittel des Perspektivwechsels zur Spannungserzeugung indem er nicht streng chronologisch erzählt. Der Autor beherrscht sein Handwerk diesbezüglich wirklich gut. Zwar wird der Perspektivwechsel ein wenig manipulativ genutzt um den Leser in bestimmte Denkrichtungen zu stoßen, was ein Mitraten im Gegensatz zu einem klassisch strukturierten "Who-Dunnit" erschwert. Allerdings bleibt das Herzstück der Roman die Spekulation in Bezug auf Tat und Täter. Die omnipräsente Medienkritik ist geschickt in die Tätersuche eingewoben.
Die Figurenzeichnung konzentriert sich auf den Starermittler, seinen jungen Assistenten und einen erst kürzlich ins Dorf gezogenen Lehrer. Diese drei Figuren werden ordentlich ausgearbeitet. Nebenfiguren bleiben eher blass. Keine der Figuren fungiert als Identifikationsfigur und alle Figuren haben deutlich herausgearbeitete Schwächen. Der Roman ist nichts für Leser, die Gut und Böse klar unterschieden haben wollen.

Der Roman hat mich über die meiste Zeit glänzend unterhalten weil die Art der Autors Spannung zu erzeugen bei mir gut funktioniert. Insbesondere deshalb weil der Leser keiner Figur vertrauen kann.
Auch sprachlich befindet sich das Buch auf gehobenem Niveau.

Leider vesagt der Roman aber bei seiner Auflösung. Dem Autor gelingt es nicht zu einem plausiblen Ende zu gelangen. Stattdessen wird am Ende ein Masterplan präsentiert, der selbst flüchtigem Nachhaken nicht standhällt. Zudem gibt es auf den letzten Seiten noch einen besonders lächerlichen finalen Twist. Der Roman ist letztlich eindeutig überkonstruiert und die Auflösung wirkt lächerlich.
Ein guter Kriminalroman liegt für mich nur dann vor, wenn die Geschichte auch nach dem Ende noch plausibel gehalten wird. Das gilt insbesonders dann, wenn die Auflösung des Falles und weniger die Psychologie des Täters im Zentrum steht.
Der Roman hätte ein überzeugenderes Ende verdient gehabt, weil er sich so wohltuend von Thrillerallerlei abhebt, da es sich weder um eine Serie handelt noch auf Brutalität aufbaut sondern seine Spannung ausschließlich durch seine Erzählstruktur und Undurchschaubarkeit aufbaut.

Die Lesung ist wirklich gelungen und schafft es perfekt die Stimmung des Roman in einem winterlichen Alpendorf zu untermalen.
Die Sterne-Wertung ist mir schwer gefallen und hängt davon ab, wie stark der Leser ein logisches Ende gewichtet. Für mich ist das Ende eines Kriminalroman zentral, sodass ich nur bei 2 Sternen lande.
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- Andreas

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 04.08.2017
  • Verlag: Der Audio Verlag