Hell-Go-Land

  • von Tim Erzberg
  • Sprecher: Frank Arnold
  • 11 Std. 21 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Ein roter Fels im sturmgepeitschten Meer. Darauf Deutschlands abgeschiedenster Polizeiposten. Hier ist ihre neue Dienststelle. Hier war ihr Zuhause. Bis der Albtraum über Anna Krüger hereinbrach. Kaum jemand weiß von ihrer Rückkehr nach Helgoland. Doch schon an ihrem ersten Arbeitstag erwartet sie eine grausame Überraschung, die Anna klarmacht, dass es keine Flucht vor der Vergangenheit gibt. Nicht für sie. Nicht an diesem Ort.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Spannender Krimi

Anfangs in Etappen gehört und die letzte Nacht konnte ich dann nichts mehr einteilen. Ich musste einfach wissen was passiert. Genau das erwarte ich von einem Krimi.
F.Arnold hat eine angenehme und klare Stimme.

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- nathalie

Schade, man hätte echt was draus machen können

Hell-Go-Land – Diesen Titel fand ich durchaus interessant, das Cover irgendwie auch. Es „roch“ für mich nach einem spannenden Thriller. Eine Insel durch ein Unwetter abgeschnitten vom Rest der Welt – da kann man was draus machen. Ich war gespannt.

Die Beschreibungen der Insel, der Felsen und auch des nicht enden wollenden Sturms fand ich sehr gelungen – hier hatte ich durchaus ein lebhaftes Bild vor Augen. Doch viel mehr hat mich an diesem Thriller nicht begeistert. Ich will versuchen, dieses auch genauer zu erläutern und nicht nur eine negative Rezension ohne Begründung hinterlassen.

Klar, es ist eine kleine Insel, wenige Einwohner, eine kleine Polizeistation. Dass man hier keine Ermittlungsarbeit à la LAPD erwarten kann, ist klar. Aber das was einem hier geboten wurde, fand ich dann schon sehr – wie soll ich sagen – wenig? Schon nach der ersten Stunde dachte ich mir: Ok, wenn das mein allererster Krimi wäre, den ich je gehört, gelesen oder gesehen hätte, dann würde ich das vielleicht für glaubwürdig erachten. Aber so? Hm. Erste Zweifel wuchsen in mir.

Die Protagonistin Anna, die neu nach Helgoland – ihre alte Heimat – als Polizistin kam, handelte sehr oft sehr naiv. Nicht selten dachte ich, dass sie ihren Beruf ziemlich verfehlt hat. Wie sie Dinge anpackte, wie lange sie brauchte, um Hinweise zu kapieren – das erforderte schon einiges an Geduld. Auch handelte sie meines Erachtens recht oft nur wenig nachvollziehbar. Das kann man nun nicht mit der schlimmen Migräne in Verbindung mit einer Grippe rechtfertigen. Überhaupt finde ich das Szenario: Migräne und Grippe und dann noch aufrecht stehen können, geschweige denn arbeiten können – völlig unglaubwürdig. Vermutlich hat der Autor selbst noch nie eine wirkliche Migräne erlebt – der Glückliche.

Insgesamt zog sich die Story für mich furchtbar in die Länge. In der ersten Hälfte erfährt man lediglich, dass Anna wohl früher etwas Schlimmes auf der Insel erlebt haben musste. Immer und immer wieder bekommt man das zu hören, viel „Gejammer“ aber auf Hinweise wartet man vergeblich. Man wird lediglich hingehalten. Erst nach der Hälfte etwa bekommt man ein kleines Bröckchen vorgesetzt. Natürlich hat man da aufgrund von gewissen Verhaltensweisen eine Ahnung, was denn wohl passiert sein könnte. Und ja natürlich bestätigt sich das dann auch. …wie eigentlich fast alles in dieser Geschichte recht leicht vorhersehbar und wenig überraschend ist.

Auch die anderen Personen blieben recht blass, obwohl es ja gar nicht so viele Menschen waren auf dieser kleinen Insel. Da hätte man ruhig auch ein wenig mehr Aufmerksamkeit der Beschreibung der Personen geben können und nicht nur der Insellandschaft. Letztere war – wie oben schon gesagt – wirklich toll gelungen! Doch wirklich schlüssig und für mich verständlich und nachvollziehbar handelte eigentlich nur die Putzfrau. Auch waren mir zu viele Widersprüche in der Geschichte. Z. B. hat Anna gerade mal vor 6 Jahren die Insel verlassen, in manchen Beschreibungen klingt es aber so, als wären bereits 30 Jahre vergangen -> Wiedererkennungsprobleme. Oder es leben nur so wenige Menschen dort, doch kaum einer weiß, dass Anna zurück ist. Und das in so einem „Dorf“? Wie passt das zusammen? Das spricht sich doch herum wie ein Lauffeuer, zu bei ihrer Vergangenheit! Und was hat sie überhaupt bewogen, dahin zurückzukehren? Fragen über Fragen die meiner Meinung nach nicht gründlich ausgearbeitet wurden. Selbst das Motiv hinterließ bei mir nur leichtes Unverständnis, ob der vorher getätigten Aussagen. Ich würde das gerne genauer erläutern, aber ich will hier auch nicht spoilern.

Insgesamt hat mich diese Geschichte wirklich enttäuscht. Denn auch die Auflösung des Falles entschädigte mich nicht für die seichte und langatmige Story im Vorfeld. Warum ich diese Geschichte überhaupt fertig gehört habe? Vermutlich habe ich immer gehofft, dass es doch noch besser werden muss, bei so vielen guten Bewertungen. Nun gut, das Hörbuch und ich sind jedenfalls keine echten Freunde geworden.

Und was mich auch noch sehr verwundert hat ist die Tatsache, dass ich den bisher von mir immer überaus geschätzten Sprecher Frank Arnold in diesem Hörbuch auch nicht so hervorragend und makellos wie sonst immer fand. Aber zumindest hielt mich seine angenehme Stimme bei der Stange, dieses Hörbuch letztendlich doch bis zum Ende zu hören.

Eine Empfehlung kann ich somit nicht aussprechen. Aber da es sehr vielen anderen sehr gut gefallen hat, sollte man sich hier sicherlich seine eigene Meinung bilden. Die Geschmäcker sind nun einmal verschieden.

Und etwas Positives möchte ich am Schluss dann doch noch gerne sagen: In dem Buch wird auch erklärt, dass Hell-Go-Land keine „gut klingende“ Erfindung des Autors ist, sondern dass diese Insel durchaus diesen Namen schon länger inne hat. Vielleicht hat sich ja alleine für diese Information das Hören letztendlich doch gelohnt.
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- Ute

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 22.08.2016
  • Verlag: Audible GmbH