Inhaltsangabe

Im ersten Schnee des Winters steht eine junge Frau auf einer Eisenbrücke hoch über der Höllentalklamm. Sie ist fest entschlossen, sich in die Tiefe zu stürzen. Roman Jäger, Mitglied der Bergwacht, versucht noch sie aufzuhalten, doch vergeblich. Was ihm bleibt, ist ihr letzter Blick - ein Blick voll entsetzlicher Angst, der ihn bis in seine Träume verfolgt. Zusammen mit dem Privatdetektiv Torben Sand macht sich Roman daran, die Hintergründe dieses Selbstmords herauszufinden. Und stößt auf ein schreckliches Geheimnis, das sein Leben für immer verändern wird... Die Angst treibt sie in einen einsamen Tod - und ihr letzter Blick schickt einen Mann auf die Suche nach dem Mörder...
©2013 Goldmann Verlag (P)2013 Der Hörverlag
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Kritikerstimmen

Andreas Winkelmann ist eine ernsthafte Konkurrenz um den Thron des deutschen Thriller-Kings.
-- denglers-buchkritik.de
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
3 out of 5 stars
Von Flyboy01 Am hilfreichsten 23.04.2013

Er kann es besser...

Die Geschichte beginnt dramatisch und weckt die Hoffnung auf einen Fortgang in derselben Geschwindigkeit. Doch leider wird diese Erwartung später nur noch passagenweise erfüllt. Nach dem Selbstmord in der Klamm stellt uns Winkelmann erstmal die Archetypen einer Clique vor: Den Reiche-Leute-Sohn, den Loser, die sportliche Schöne, den Labilen. Er versucht, ihre Beziehungen zueinander psychologisch zu durchleuchten und nimmt in Kauf, dass dabei die Dramatik zerrinnt. Schade, denn die seelische Infrastruktur der Clique ist vom Ende der Geschichte her betrachtet eigentlich weitgehend ohne Belang. Zwar deutet sich an, dass die Freunde ein dunkles Geheimnis hüten, doch das pusht die Spannung nur mäßig.

Erst im zweiten Teil der Geschichte nimmt Winkelmann wieder Fahrt auf. Hier erreicht er wirklich über längere Abschnitte Thriller-Niveau. Die Story schlägt überraschende Haken, unerwartete Hinter- und Abgründe tun sich auf – doch ab einem bestimmten Punkt wird der Fortgang dennoch vorhersehbar. Leider verbietet die Rücksicht auf Hörer, die das Buch noch nicht kennen, hier Details zu nennen. Nur so viel: Der Schluss ist überraschend schwach und für einen "Thriller" viel zu fade. Er kann es besser, das beweisen die vorangegangenen Szenen.

Und: Winkelmann versäumt es schlüssig zu erklären, warum der Täter zum Psychopaten mutierte. Er überlässt es dem Hörer/Leser, sich die Ursache aus Puzzleteilen selbst zusammen zu reimen. Ein aus meiner Sicht gravierender Fehler, denn die schlüssige Inszenierung dieser Entwicklung hätte die Geschichte um eine packende Facette bereichert.

Die schwerwiegendste Schwachstelle aber ist, das Winkelmann auch eines der wichtigsten Ereignisse der Geschichte nicht erklärt: Warum wehrt sich Laura Waider auf der Klamm-Brücke körperlich gegen den beinahe geglückten Rettungsversuch? Woher rührt die Angst vor Roman Jäger, dem Hauptdarsteller in "Höllental"?

Das Sprecher-Duo verdient unterschiedliche Bewertungen: Drei Sterne für Hölscher, denn er versäumt es, Handlungsabschnitte durch gut gesetzte Pausen zu trennen. Auch das schadet der Dramaturgie. Vier Sterne für Christian Stark, der den den Protagonisten des zweiten Handlungsstrangs verkörpert und dabei manches Text-Geschwurbel mit schauspielerischem Talent glättet.

In der Zusammenfassung des Buches hier bei Audible wird aus Roman Jäger übrigens Roman Schwarzenegger. Doch der sicher ungewollte Bezug zum Terminator, der aus den Alpen kam, macht "Höllental" auch nicht reif für Hollywood.

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7 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

4 out of 5 stars
Von sonja Am hilfreichsten 23.04.2013

Spannend, kurzweilig, blutig

..und ein Muss für sportliche Geister :-)

Wer sein Heil in der Bewegung und körperlichen Anstrengung sucht, wird hier fündig werden. Der Autor hat scheinbar Bezug dazu.

Aus Bergsteiger-Story und Afghanistan-Trauma wird hier ein kurzweiliger Krimi gestrickt, der durch die Perspektiven- und Zeitsprünge, noch akzentuiert durch 2 Sprecher, an Spannung gewinnt.

Kurzweilige und spannende Unterhaltung auf blutigem Niveau, wenn man es kurz zusammenfassen möchte. Eine kleine Love-Affair ist auch enthalten.

Etwas weniger Blut und ein bischen mehr Tiefgang hätte dem Roman gutgetan, daher vergebe ich nur 4 von 5 Sternen.

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6 von 7 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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