Opferlämmer (Lincoln Rhyme 9) : Lincoln Rhyme

  • von Jeffery Deaver
  • Sprecher: Dietmar Wunder
  • Serie: Lincoln Rhyme
  • 14 Std. 7 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

New York wird von einer beispiellosen Anschlagsserie in Atem gehalten, vor der sich niemand sicher fühlen kann. Denn der Attentäter tötet mit einer Waffe, die in unserer hochtechnisierten Welt so unsichtbar wie allgegenwärtig ist: Elektrizität. Angesichts immer neuer Opfer machen sich der gelähmte Ermittler Lincoln Rhyme und seine Assistentin Amelia Sachs auf die atemlose Jagd nach einem buchstäblich unfassbaren Täter, der keinerlei Spuren hinterlässt und kaum mehr als ein Phantom zu sein scheint. Doch Lincoln Rhyme weiß, dass ihr Gegner allzu real ist - ein zu allem bereiter Killer, dem nichts so viel Freude bereitet wie das grausame Spiel mit der Angst... "Opferlämmer" ("The Burning Wire", 2010) ist der neunte Roman aus der Thriller-Reihe um den Ermittler Lincoln Rhyme. Dieser neue Fall für Lincoln Rhyme und Amelia Sachs treibt das Ermittlerduo bis an seine Grenzen - und weit darüber hinaus.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Der ewige Rhyme

Eine Serienheld, der Serienkiller zur Strecke bringt, ist ja der Traum aller Krimiautoren (und ihrer Rentenversicherer). Deavers querschnittsgelähmter Lincoln Rhyme ist unter den zahllosen Dauer-Ermittlern sicher einer der gelungensten und etabliertesten. Und bisher konnten mich die meisten Bände positiv überraschen.

Aber im jetzt zehnten oder elften Band scheint der Rhyme-Baukasten doch ziemlich bekannt, Deavers früher pfiffigen Kniffe (z.B. den Leser kurzzeitig auf die Wissensebene des Täters umzusatteln und dann beide überraschen) erwartet man, man sieht sie kommen und durchschaut sie lange vor der Auflösung. Die Handlung ist bemüht konstruiert und so mit falschen Spuren überfrachtet, dass über deren Offensichtlichkeit keine Spannung aufkommt. Auch die Entwicklung der Charaktere wurde offenbar per To-do-Liste abgearbeitet (Moment, Rhyme soll doch in jedem Buch mal mit seiner Behinderung hadern - stimmt, dann bauen wir das ein!)

Wie immer bettet Deaver ein Unterthema ein, allerdings ist Körpersprache (wie in "Die Menschenleserin") natürlich etwas leichter zu vermitteln als Strom wie in "Opferlämmer". Trotzdem nicht unspannend (haha). Aber warum eigentlich Opferlämmer - das Original heißt "The Burning Wire"...

Gelesen hat Dietmar Wunder wie immer wunderbar, besonders sein regelmäßiges Herunterbeten der immer länger werdenden "Beweis-Sammel-Tafeln" hat bei mir schon Kultstatus :-) Schön auch, dass er seine "Standardstimme Bösewicht" auch mal einem Unschuldigen verleiht, damit produziert er an manchen Stellen mehr Spannung als der Autor.

Fazit: nicht schlecht, aber leider nicht mehr packend und in erster Linie wohl der Altersvorsorge von Herrn Deaver zuträglich.
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- Stephan

Die Luft ist raus

Irgendwie konzeptlos wirkt die Aneinanderreihung von Ereignissen. Der gewohnte „deavertypische" Spannungsbogen fehlt. Statt spannender Aktion gibt es nur kopflose Hektik. Als Beispiel soll eine Szene dienen, in deren Verlauf ca. 30 min. vor Ende eines Ultimatums eine Schule geräumt wird. 10 min. vor Ende des Ultimatums merkt Amelie dann: es ist nicht die Schule, sondern der neue Hochausrohbau nebenan, der gefährdet ist. Sekunden vor dem Anschlag kommt dann die Erkenntnis: Es ist keines von Beiden sondern das Hotel gegenüber. So etwas entlockt mir nur ein ungläubiges Kopfschütteln. Noch schlimmer ist es, wenn Deaver Amelie einen Teaser auf den „Grünschnabel" abfeuern lässt, um diesen davor zu bewahren, eine unter Starkstrom stehende Treppe zu betreten. Begründung: Sie kann ihn nicht ansprechen weil der evtl. anwesende Verbrecher sie dann hören könnte!! Sorry Herr Deaver, das ist Groschenromanniveau. Aktion um der Aktion willen.
Einblicke in die New Yorker oder amerikanische Stromwirtschaft gibt es auch so gut wie keine. Rhymes Behinderung ist ein wenig mehr Thema als in anderen Fällen. Es wird aktive Sterbehilfe gestreift. Insgesamt scheint der Autor aber an den Extremen seiner eigenen Figuren zu scheitern. Diese starren, psychischen Charaktere lassen einfach nicht genügend Freiraum für abwechslungsreiche Handlungen zu. Alles ist so schon einmal geschrieben worden, die Reaktionen der Protagonisten sind stereotyp.

Dem gegenüber steht die Leistung des Lesers Dietmar Wunder. Er liefert ein Lehrstück in Sachen Einfühlung in einen Roman. Selbst Emotionen, die Deaver nicht ausdrücklich benannt hat, die sich aber aus der Geschichte ergeben, bekommt Wunder perfekt hin. Da merke ich, dass sich der Verlag und sein Vorleser besprochen haben, die Sprache des Buches gemeinsam erarbeitet haben. Wunder und das Redaktionsteam haben sich 5 Sterne verdient.
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- Manfred

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 14.03.2011
  • Verlag: Random House Audio, Deutschland