Red Rabbit : Jack Ryan / John Clark

  • von Tom Clancy
  • Sprecher: Frank Arnold
  • Serie: Jack Ryan / John Clark
  • 25 Std. 53 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Tom Clancy führt uns zurück zu Jack Ryans Anfängen als Wissenschaftler und Berater des CIA. Mitten in der heißesten Phase des Kalten Krieges soll er einen russischen Überläufer ausforschen, der hochbrisantes Material zu bieten hat: Ein Attentat auf den neuen, polnischen Papst ist geplant, und Jack Ryan muss es mit allen Mitteln verhindern.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Starkes Thema... und doch ein schwacher Clancy

Was ich an Eindrücken mitnehme, nach fast 26 Stunden "Red Rabbit"?
1. Clancy kann spannende Geschichten erzählen
2. Clancy isterzkonservativ, arrogant und stellenweise unzurechnungsfähig
3. Clancy hat keine Ahnung von Europa (und kein Interesse daran)
4. Clancy braucht einen Lektor. Dringend!
Tom Clancy bedient sich hier anti-europäischer Stereotype in so ausuferndem Myße, dass wahrlich Zweifel an der politischen Zurechnungsfähigkeit des Bestseller-Autors aufkommen.
1. Russen sind arm, mürrisch und verschlagen, aber nett zu Kindern.
2. Briten sind altmodisch, irgendwie ganz liebenswert aber den Amerikanern nicht gewachsen.
3. Ungarn sind Halunken
4. Italiener können nicht so guten Kaffee kochen wie die Amerikaner (!!)
5. Die Deutschen sind kleinkarierte Pedanten.
Strahlend hingegen das Bild, welches er von Amerika zeichnet. Aufrichtige, ehrliche Leute, blühende Wiesen, ein herrliches Land, das nicht nur überlegen und ehrenhaft ist, sondern für jeden Überläufer ein Paradies. DA kann er endlich lernen, was Demokratie heißt. Nur DA lohnt es sich, zu sein. Selbst die CIA ist zwar bürokratisch aber durch und durch gut. Morde durch Agenten? Seit den 50'er Jahren nicht mehr (ist schon klar, Mr. Clancy).
Auch die Charakteristika der Protagonisten wirken flach und zudem platt. Natürlich gibt es zwischen den Protagonisten und ihren Frauen NIE Streit. Alles ist permantent schön und zuckerig süß. "Ja Schatz, gerne Schatz, ich liebe Dich auch Schatz!" Das wirkt nicht nur unglaubwürdig sondern schlicht lebensfern.
Alle kleinen Kinder sind lieb, alle Vorgesetzten brummig aber sachlich und - auf amerikanischer Seite - aufrichtig und urdemokratisch. Auf russischer Seite hingegen sind sie verschlagen, opportunistisch und skrupellos bis in die Zehenspitzen.
Ehrlich, um einen packenden Thriller zu hören ertrage ich viel. Auch, dass Clancy keinen anständigen Lektor hat, der ihm seine ellenlangen Ausschweifungen rausstreicht, weil sie einfach niemanden interessieren. Zudem hasse ich gekürzte Hörbücher, in sofern ertrage ich das gerne. Bislang waren die Clancy-Bücher auch packend und ihre unzähligen Handlungsstränge gut genug verwoben, um die Längen von Clancys Erzählstil unwichtig erscheinen zu lassen. Hier nicht.
Fazit: Mit "Red Rabbit" jedoch legt Clancy einen interessanten Thriller mit packendem Plot vor, in dem er beinahe ohne Gewalt auskommt. Zugegebenermaßen ist es sogar sehr spannend, die Vorbereitungen des Attentates auf den Papst so aufbereitet zu erhalten. Glaubhaft und fesselnd.
Was Clancy jedoch unübersehbar macht, ist sein politischer Erzkonservativismus (in jedem dritten Satz kommentiert er überflüssigerweise politische Entscheidungen) sondern auch seine grenzenlose Arroganz und einen nahezu verblendeten Stolz auf den "american way of life", in dem es nichts Besseres zu geben scheint, als einen Russen ins Disneyland zu schicken, um ihm die Vorzüge des Westens vor Augen zu führen. Starkes Thema - Schwacher Clancy.
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- Tobias

etwas langatmig

Ohne weiter auf die vielschichtigen Inhalte einzugehen:
Ein durchaus hörenswertes, jedoch etwas langatmiges Buch, dem ein wenig die Spannung ab geht.
Ich habe es gegen Ende des 1. Teils zunächst weggeklickt, da eigentlich in diesem Teil ausser Prosa nicht viel passiert ist. Der Autor ergeht sich in zum Teil tiefgründigen und nicht unpolitischen Details, ohne auf die Spannung und die Stimmung wesentlich zu achten. Leider.
Frank Arnold hingegen macht einen sehr guten Job und bemüht sich redlich aus der trockenen Kost eine spannende Erzählung zu machen.
Fazit: Habe schon bessere Bücher gehört.
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- Prisma

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 12.10.2011
  • Verlag: Random House Audio, Deutschland