Schlussblende : Tony Hill & Carol Jordan

  • von Val McDermid
  • Sprecher: Stefan Wilkening
  • Serie: Tony Hill & Carol Jordan
  • 14 Std. 20 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Shaz Bowman ist Mitglied eines Elite-Polizeiteams und soll das Verschwinden von 30 Mädchen aufklären. Als sie einen berühmten TV-Star verdächtigt, wird sie ausgelacht - und wenig später ermordet. Für den Polizeipsychologen Tony Hill beginnt ein persönlicher Rachefeldzug, bei dem nicht klar ist, wer Jäger ist und wer Gejagter... "Schlussblende" ist der zweite Roman der Reihe um den Profiler Tony Hill und DI Carol Jordan.

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Schlussblende - eine Fortsetzungsgeschichte

Das Hörbuch hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Zuerst das Positive: Es ist spannend inszeniert, nichts für schwache Nerven und bietet für 14 Stunden und 14 Minuten beste Unterhaltung für anspruchsvolle Thriller-Freunde bei durchaus ansprechendem sprachlichem Niveau (der Plot spielt ja auch im distinguierten England und nicht in den USA). Beste Unterhaltung, die zielstrebig auf ein furioses Finale zusteuert. Nanu, werden Sie sagen, das Buch ist doch aber nicht 14 Stunden und 14 Minuten lang, sondern 10 Minuten länger. Eben, kann man da nur entgegnen, und schon ist man bei den Kritikpunkten angelangt: Das Buch lebt auf weiten Strecken von einer ziemlich starken Schwarz-Weiß-Malerei, nämlich einerseits von einigen wenigen ganz hervorragenden Cops, die eine Unmenge an Beweismaterial gegen den TV-Star und Serienkiller Jako V. zusammentragen (das wird man sagen dürfen, ohne zuviel zu verraten, weil von Anfang an klar ist, dass Jako der Übetäter ist) und andererseits von einer Unmenge völlig ignoranter Cops, die jeden dieser Beweise an sich abprallen lassen, weil ein TV-Star doch kein Serienkiller sein könne. Die wenigen guten Cops und der Hörer wissen es allerdings besser, und so fiebert man der endgültigen Entlarvung des Täters und einem gerechten Happy-End entgegen, was sich unschwer hätten machen lassen, wenn ja wenn der Autor mit der Geschichte nicht noch ein zweites Hörbuch - nämlich die Fortsetzung der "Schlussblende" - verkaufen wollte. Und so wird ab Stunde 14 Minute 15 ein recht unbefriedigendes "Ende" eingeleutet: Die wenigen guten Cops präsentieren ein vermeintlich hieb- und stichfestes Beweismittel; doch schon 5 Minuten später überlegt sich der Übeltäter einen Ausweg, der dann offenbar einer Fortsetzungsfolge der wohl doch nicht ganz so endgültigen "Schlussblende" vorbehalten bleiben soll. Und man ahnt angesichts der Unmenge völlig ignoranter Cops, dass es in der Fortsetzung (oder gar in mehreren?) noch mal so richtig spannend wird. Unbefriedigendes Fazit: So macht man aus einem Hörbuch zwei Hörbücher und kassiert den doppelten Preis. Als Kunde erkennt man nach 14 Stunden und 24 Minuten die Gewinnmaximierungs-Absicht - und ist verstimmt. Der Autor McDermid täte gut daran, diese Fortsetzungsmasche nicht allzu oft zu wiederholen oder sie aber wenigstens - etwa durch einen Hinweis wie z.B. Schlussblende Teil 1 - von Anfang an offenzulegen.

Zum Abschluss noch etwas Positives, das m.E. die 4 Punkte rechtfertigt: Mit Stefan Wilkening hat dieser Stoff einen hervorragenden Sprecher gefunden, der in der Lage ist, allen Charakteren, bis hin zu den psychischen Abgründen eines Serienkillers, eine stets überzeugende Stimme zu verleihen und die Geschichte very british zu erzählen. Man würde gern öfter etwas von ihm hören.
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- KPF

bin hin und her gerissen

Eigentlich bin ich ja ein Tony Hill Fan. Was aber in erster Linie an den Verfilmungen liegt. Dadurch habe ich schon gleich ein Gesicht vor Augen, eine liebenswerte Persönlichkeit mit ausgesprochenen Schrullen, die ich sehr sympathisch finde. In diesem Buch kommt allerdings wenig davon zum Ausdruck. Aber dazu ist vielleicht auch gar kein Platz, weil einfach zuviele Beteiligte vorkommen: all die Schüler aus der Ermittlungsgruppe, dann Jordans neue Mitarbeiter, nicht zu vergessen der Täter und sein Umfeld. Nimmt man dann noch die verschiedenen Schauplätze dazu, immerhin verteilt sich die Handlung recht flächendeckend über ganz England, kommt schon ein ziehmliches Wirrwarr heraus. Den Täter von Anfang an zu kennen nimmt auch ein erhebliches Mass an Spannung. Die mühselige Überführung des Täters fand ich persönlich jetzt nicht sehr aufregend. Abgesehen mal von dem ausgesprochen brutalen Mord, der mich regelrecht wachgerüttelt hat.
Aber auch wenn ich etwas unzufrieden war, liegt das gesamte Hörbuch doch noch über Durchschnitt.
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- Tourako

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2012
  • Verlag: Der Hörverlag