Teufelsgold

  • von Andreas Eschbach
  • Sprecher: Matthias Koeberlin
  • 15 Std. 40 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Nach dem Ende der Kreuzzüge taucht er das erste Mal auf: der Stein der Weisen, mit dem man Gold machen kann - gefährliches Gold, radioaktives Gold nämlich. Der Stein erscheint, als ein Alchimist Gott verflucht, und er zieht eine Spur der Verwüstung durch Europa. Die Deutschordensritter erklären es zu ihrer geheimen neuen Aufgabe, ihn zu finden und sicher zu verwahren. Für alle Ewigkeit.
Doch in unserer Zeit kommen zwei Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten, dem wahren Geheimnis des Steins auf die Spur: Er ist ein Schlüssel - ein Schlüssel, der unser aller Leben zum Guten hin verändern könnte. Oder öffnet er die Pforten der Hölle?

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Beschreibung von Audible

"Teufelsgold" - Thriller über radioaktiven Reichtum, Kreuzzüge und AnlageberaterAndreas Eschbach ist bekannt dafür, in seinen Werken verschiedene Genres zu mixen und so ein komplett neues Hörerlebnis zu kreieren. "Teufelsgold" schlägt in dieselbe Kerbe und ist ein explosiver und spannender Mix aus neuzeitlichem Thriller und historischen Fantasy-Elementen. Die Geschichte um den berühmten Stein der Weisen, in der Menschen verschiedener Epochen nach Reichtum und Macht streben, ist vielschichtig, teils philosophisch und immer hochgradig spannend.
Sprecher Matthias Koeberlin versteht es, die Charaktere glaubhaft darzustellen und lässt über 15 Stunden Spielzeit so wie im Flug vergehen. Sie liebten das "Jesus-Video" und den "Todesengel"? Dann wird sie auch Andreas Eschbachs radioaktives "Teufelsgold" in den Bann ziehen!

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Alchemie des Lebens

Zum Inhalt der Geschichte ist in den vielen Rezensionen ja schon alles gesagt und das Hauptthema „Transhumanismus“ auch längst benannt worden.

Spannend finde ich, dass die Meinungen, wieder einmal, sehr geteilt sind. Und besonders die Auflösung zum Schluss will nicht allen Hörern gefallen. Einige schreiben gar, dass dies kein typischer Eschbach-Roman sei.

Meiner Meinung nach hat Andreas Eschbach sich aber nur, wie in jedem seiner Romane, die ich gelesen oder gehört habe, an seine goldene Regel gehalten: Er schreibt einfach, was ihn umtreibt, ohne sich um irgendwelche Erwartungen der Leser zu scheren.

Eschbachs Protagonisten sind sehr häufig keine (typischen) Helden. Oder sie sind, wie Hendrik in Teufelsgold, sogar unsympathisch. Aber sie verhalten sich authentisch und menschlich und wählen deshalb nicht immer den besten Weg. So wie im richtigen Leben.

„Teufelsgold“ ist ein vielschichtiger Roman, der im Hintergrund der eigentlichen Geschichte etliche weitere Themen anspricht. So wird hier eine minutiöse Anleitung zur Existenzgründung gegeben, familiäre Beziehungsmuster werden plastisch dargestellt und Sexismus, bzw Machismus thematisiert. Aber es geht auch um die Suche nach Erleuchtung und die Frage, was das überhaupt bedeutet.

Reichtum und Erfolg führen zu zahlreichen Versuchungen, die der Protagonist auch auslebt. Somit wird in „Teufelsgold“ die Bedeutung von Moral und Integrität durch das gegenteilige Verhalten der Figuren aufgezeigt. Die unaufhörliche Suche nach „mehr“ wird zur Sucht, der Zweck heiligt die Mittel und das eigentliche Leben gerät aus dem Blickfeld.

Die Geschichte selbst ist, wie immer, sehr gut recherchiert und die Aufteilung in Abschnitte, in denen zwischen den alten Texten der Vergangenheit und der fortschreitenden Gegenwart des Romans hin- und hergesprungen wird, finde ich klasse. Auch die etwas holprige Sprache der alten Schriften finde ich glaubwürdig, denn man muss bedenken, dass die ursprünglichen Texte von einfachen Leuten angefertigt und dann im 19. Jahrhundert aus dem Mittelhochdeutschen übersetzt worden waren.

Und das Ende? Das Ende ist der Anfang ist das Ende ist der Anfang. Genial und doppelbödig. Und zum Glück wird nicht alles bis ins Kleinste auserzählt, damit die Geschichte noch nachwirken kann.

Auch wenn das Thema „Transhumanismus“ in „Teufelsgold“ klasse aufbereitet wird, ist es nicht gerade der letzte Schrei. Normalerweise überrascht Eschbach mit Themen, die zwar im Gespräch sind, aber gar nicht oder kaum in der Literatur vorkommen. Diesmal ist er aber in Gesellschaft, denn das Thema ist derzeit häufig in Film und Literatur anzutreffen.

Nach meinem Empfinden ist „Teufelsgold“ spannend, vielschichtig, interessant und, besonders auch durch die sehr gute Leseleistung von Matthias Koeberlin, hörenswert. Allerdings gefallen mir andere Romane von Andreas Eschbach noch besser.
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- Annette

Mystery - oder was?

Was will uns der Autor sagen? Wann kommt er endlich auf den Punkt, auf die Botschaft hinter der Geschichte?

Irgendwie habe ich die ganze Zeit auf einen tieferen Sinn hinter der (ganz interessanten) Geschichte gewartet. Bei den Büchern wie „Herr aller Dinge“ oder „Eine Billion Dollar“ hat man ständig das Gefühl, der Autor will einem etwas sagen, eine Botschaft rüberbringen. Hier habe ich darauf gewartet, dass Eschbach einem die wahre Alchemie des Reichtums näherbringen will. Die Erkenntnis des wahren Reichtums, der über die Anhäufung schnöden Mammons herausgeht. Aber leider kommt da nicht wirklich etwas. Nur eine mehr oder weniger spannende Suche nach dem heiligen Gral, sorry, dem Stein der Weisen mit seltsamen Alchimisten und einer mystischen Aufgabe für den Deutschen Orden.

Hendrik Busske, anfangs eine sehr sympathische Hauptfigur, verliert sich immer mehr in seiner Suche nach Reichtum, Vollkommenheit … und der Geschichte. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

Der Schreibstil: Die modernen Passagen gefallen mit ganz gut. Die mittelalterlichen Textteile finde ich bemüht historisierend. Die wirken streckenweise schlicht langweilig. Wollen mir nicht wirklich gefallen.

Insgesamt ist Teufelsgold ein durchschnittliches Fantasywerk. Das, was ich eigentlich von einem Eschenbach erwarte, fehlt mir fast völlig. Ich finde da nur Andeutungen, die sich aber immer wieder in der langen Geschichte verlieren. Keinesfalls langweilig, durchaus interessant, aber keineswegs mitreißend. Mich hat mehr die Neugier gefesselt. Immerhin das Ende war versöhnlich. Von mir gibt es daher nur drei Sterne.

Matthias Koeberlin macht seinen Job ganz gut. An der Lesung kann ich nichts aussetzen.
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- Saarpirat

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 09.09.2016
  • Verlag: Lübbe Audio