Todeswächter : Clara Vidalis

  • von Veit Etzold
  • Sprecher: Nicole Engeln
  • Serie: Clara Vidalis
  • 7 Std. 19 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

Eine Serie rätselhafter Morde erschüttert Berlin. Zwischen den Opfern gibt es keine Verbindung - außer der Handschrift des Täters: Die Leichen wurden nach ihrem Tod auffällig in Szene gesetzt, in ihren Mundhöhlen findet die Polizei antike Münzen. Doch das Merkwürdigste: Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass der Täter sich über einen längeren Zeitraum bei den Opfern aufgehalten hat. Allerdings ist die an den Tatorten sichergestellte DNA jedes Mal eine andere. Sind hier womöglich mehrere Mörder am Werk?

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Kein Tiefgang. Nur Arroganz und Brutalität.

Es muß eine Personengruppe geben, die Veit Etzolds Romane mag. Sonst wäre er kein Bestsellerautor.
Ich gehöre definitiv nicht dazu.
Ich habe nachgelesen, daß es frühere Thriller mit derselben Kommissarin gibt. Es kann daher sein, daß der Autor in ihnen die Personen des Ermittlerteams mit mehr Tiefgang und Ausführlichkeit portraitiert und darum hier darauf verzichtet. Falls nicht, um so schlechter. Falls doch, so kann er nicht davon ausgehen, daß ein Hörer/Leser diese Bücher kennt und daher ohne genaue Charaktere auskommen kann. Auch schlecht.
Die Figuren sind so farblos, daß ich keinerlei Bezug zu ihnen aufbauen konnte. Ich kann mir noch nicht einmal ihre Namen merken, was das erste Mal ist, bei den sehr vielen Büchern, die ich gelesen habe. Selbst die Hauptfigur, Clara Vidalis (hört sich wie eine Obstsorte an) bleibt nichtssagend.
Also mit keiner Figur des Ermittlerteams kann ich in irgendeiner Weise mitfiebern o.ä.

Genauso flach, wie die Figuren, sind ihre Dialoge. Absolut langweilig.
Ich mußte mich nach zwei Stunden Ärger über den Kauf zwingen, weiter zu hören, um eine gesicherte Grundlage für die Rezension zu haben, mit der ich den Kreis der "Ein Stern Rezensenten" erweitern wollte, um die Leser, die eher etwas mehr Tiefgang lieben, vor dem Kauf zu warnen.

Denn neben dem bisher beschriebenen ist der ganze Roman derart flapsig ironisch und arrogant geschrieben, wie es zu den geschilderten Grausamkeiten einfach nicht passt.

Nebenbei werden willkürlich, wie aus einer Datenbank für Romanschreiber, irgendwelche oft gar nicht zum Vorgang passenden Ausschmückungen eingestreut.

Etwa ab Stunde vier kommt der Leser dann zu dem, das der Autor besser beherrscht und das ihm augenscheinlich auch mehr Schreibfreude macht: Der umfangreichen Schilderung brutalster Verbrechen eines in der Kindheit und Jugend traumatisierten und "vom System" gedemütigtem Psychopathen.
Man weiß von Anfang an, daß er der gesuchte Täter ist. Abwechselnd zur Ermittlung wird immer wieder sein Schicksal geschildert und er ist auch die einzige Figur, die man annähernd verstehen kann, wo Emotionen entstehen.
Diese führen aber zwangsläufig dazu, daß man seine minutiös geschilderten extrem grausamen Verbrechen aus Selbstjustiz trotz Ekel irgendwie richtig findet.
Das hat mich sehr gestört.

Spannend ist der Thriller an keiner Stelle. Schwache Handlung und Dialoge genau wie Grausamkeiten plätschern so dahin.

Verstärkt wird mein Unwillen noch durch die für mich unangenehme Sprecherin. Sie liest ständig aufgeregt und hektisch, betont eintönig und versteht es nicht, verschiedenen Figuren unterschiedliche Individualität zu vermitteln. Man weiß nicht, ob Mann oder Frau geschildert wird, geschweige welche Figur da gerade spricht.
Anstrengend!

Ich kann dieses Hörbuch auf keinen Fall empfehlen und außer den allgemeinen positiven Kritiken im Fünf Sterne Bereich würde mich von diesen Rezensenten wirklich eine genauere Darstellung interessieren, was ihnen an diesen Thrillern gefällt, was sie an ihnen bewegt oder fasziniert.
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- Anuschka

schlechter im Vergleich zu den ersten Teilen

Final Cut und Seelenangst habe ich verschlungen. Interessante Story und blutige Thriller, so wie ich es gerne höre. Bei diesem dritten Teil wurde allerdings nachgelassen. Die Geschichte an sich hatte wieder dieses interessante was ich so and er Reihe schätze: ein Serienkiller befolgt längst vergessene Todesituale und legt uralte Münzen zu den Verstorbenen.
An sich also ein guter Ansatz. Die Ermittlerin kannte ich schon, daher war es für mich nicht dramatisch dass diese nicht weiter beleuchtet wurde. Ein neuer Hörer wird allerdings keine detailierte Ausleuchtung ihrer Charakterzüge bekommen.
Nun zu dem was mich gestört hat: erst der ermittlerische Part und Fund der Leichen, dann ein Einblick in die Geschichte eines kleinen Jungen, der den Tot der Mutter mit ansehen musste. Erster Gedankengang (kein Spoiler, ist recht am Anfang): das hat jetzt wenig mit dem Opfer zu tun, dann ist das wohl die Kindheit des Mörders. Und so zieht sich das durch die gesamte Geschichte: immer wieder Rückblenden. Die Spannung wurde komplett dadurch weggenommen, dass man bereits seit dem Anfang die Beweggründe des Killers kennt. Dann kommt einem das Ermittlerteam mit den falschen Spuren ja schon fast dumm vor, wenn man als Hörer schon erkannt hat wer es war.
Als Thriller/Krimi ist dieser Aufbau etwas unpassend gewählt, man hätte die Vorgeschichte auch etwas hinten einbringen können, so hätte der Leser zumindest noch die Chance gehabt selber zu denken.
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- BrokenLullaby

Weitere Infos zum Titel

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2014
  • Verlag: Lübbe Audio