Todeszimmer (Lincoln Rhyme 10) : Lincoln Rhyme

  • von Jeffery Deaver
  • Sprecher: Dietmar Wunder
  • Serie: Lincoln Rhyme
  • 15 Std. 1 Min.
  • ungekürztes Hörbuch

Beschreibung

In einer Hotelsuite auf den Bahamas bietet sich dem Ermittler Lincoln Rhyme ein Bild des Schreckens: Der regierungskritische US-Bürger Roberto Moreno wurde von einem Scharfschützen kaltblütig erschossen, sein Bodyguard und ein Reporter sind ebenfalls tot - und laut Informationen der zuständigen Staatsanwältin geschahen die Morde im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes. Die ambitionierte Nance Laurel ist fest entschlossen, die für das brutale Attentat Verantwortlichen zur Strecke zu bringen, und beauftragt Lincoln Rhyme und seine Partnerin Amelia Sachs mit den Ermittlungen. Eine Hetzjagd beginnt, die die beiden selbst ins Visier des skrupellosen Killers Jacob Swann rückt...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Wenn Du in Bewegung bist ...

und Bewegung war wieder reichlich drin.
Ein Lincoln Rhyme wie ich ihn Liebe.
Ein Aktivist, vermeindlicher Terrorist und leidenschaftlicher Gegner der USA wird auf den Bahamas erschossen. Lincoln Rhyme und Amelia Sachs werden von einer Staatsanwaeltin damit beauftragt gegen einen amerikanischen Geheimdienst zu ermitteln. So weit so gut, man traut es den Amis ja sogar zu.
Wie wir es kennen, werden kleinste Details untersucht und endlose Tabellen gepflegt. Gott sei Dank nicht so uebertrieben, wie in manchen anderen Teilen der Serie. Je nach Untersuchung gibt es einen neuen Wissenstand und eine neue Sicht der Dinge. Auch diese ganzen Wendungen sind in diesem Teil der Serie moderat und nachvollziehbar gehalten. Auch dies unterscheidet dieses Buch von einigen seiner Vorgaenger.
Der Spannungsbogen wird ueber die ganze Zeit hoch gehalten, hierzu traegt auch der wie immer grossartige Dietmar Wunder mit bei.
Das Ende ist mir ein wenig dick aufgetragen, aber dies ist wohl der Tribut an einen amerkianischen Thriller und den amerikanischen Patriotismus.
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- Bernd

Beste Thrillerunterhaltung

Lincoln Rhyme und Amelia Sachs bekommen es in ihrem zehnten Fall mit einem sehr ungewöhnlichen Fall zu tun. Roberto Morena, ein gegen sein Land sehr kritisch eingestellter US-Bürger, wird auf den Bahamas von einem Scharfschützen ermordet. Eine New Yorker Staatsanwältin erhält von einem Whistleblower Hinweise, dass eine US-Behörde hinter dem Mordanschlag steht und bittet Rhyme und Sachs bei der Aufklärung des Falles zu helfen, um die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen. Da Rhyme Herausforderungen liebt, erklärt er sich bereit, bei der Aufklärung des Mordanschlags zu helfen. Die Nachforschungen der Staatsanwältin und Ihrer Helfern bleibt nicht lange unentdeckt und sie geraten selber in das Visier eines äußerst gefährlichen Killers.

Das ist er also, der zehnte Fall von Lincoln Rhyme und Amelia Sachs und auch dieser Fall konnte überzeugen. Jeffrey Deaver schafft es immer wieder, sich interessante Geschichten auszudenken. In "Todeszimmer" thematisiert der die Politik der US-Amerikaner, unliebsame Personen wie beispielsweise Terroristen ohne einen Gerichtsprozess durch Scharfschützen oder Drohnenangriffe zu töten. Nun darf man sich bei einem Thriller keine tiefgreifenden politischen Analysen erwarten, aber Jeffrey Deaver gelingt es nach meiner Meinung sehr gut, die unterschiedlichen Sichtweisen dieser Thematik zu beleuchten.

Neben den politischen Aspekten der Geschichte ist natürlich die geniale Ermittlungsarbeit des Lincoln Rhyme das Hauptereignis des Hörbuches. Wie eigentlich in jedem Fall wird Rhyme auch diesmal ein intellektuell gleichwertiger Gegenspieler gegenübergestellt. Mit dem Killer Jacob Swann ist Jeffrey Deaver wieder einmal ein hochinteressanter Charakter gelungen. Skrupellos tötet er Zeuginnen und Zeugen, die ihn belasten könnten. Dem gegenüber steht seine Leidenschaft fürs Kochen, die Deaver an mehreren Stellen sehr ausführlich beschreibt. Diese Kochleidenschaft hat bei mir dazu geführt, dass der Killer gar nicht mehr so dämonisch wirkte und ich sogar eine gewisse Sympathie für ihn entwickelte.

Diesen Killer jagt das Team um Rhmye und er muss dafür zum ersten Mal seit langer Zeit eine Reise unternehmen, um Beweise auf den Bahamas zu sichern. Das ist auch etwas sehr positives in der Rhyme-Serie. Die bekannten Figuren, insbesondere natürlich Rhyme und Sachs, werden weiterentwickelt. Rhyme kann nach einigen Operationen einige Körperteile, u.a. die rechte Hand wieder bewegen. Die Frage nach weiteren Operationen ist ständiges Diskussionsthema in den Büchern. Diese menschliche Ebene trägt nach meiner Meinung viel dazu bei, dass die Serie so erfolgreich ist. Der eigentliche Fall steht immer im Mittelpunkt, aber eben nicht nur.

Wenn man etwas kritisieren möchte, dann ist es der immer gleiche Aufbau der Geschichten. Rhyme und Sachs ermitteln, sie kommen dem Täter immer näher, sie geraten in Sackgassen, der Fall erfährt aufgrund mehrerer Geistesblitze von Rhyme rasante Wendungen, der Fall wird gelöst und es sind immer noch 50 Minuten Hörbuch übrig. Also gibt es noch eine weitere Wendung aufgrund eines Geistesblitzes. Das ist dann manchmal am Ende nach meiner Meinung etwas zu viel.

Auch die häufige Nutzung von Cliffhängern, bei Thrillern ja nicht unüblich, ist insbesondere im Zusammenhang mit Rhyme und Sachs etwas nervig, weil die Wahrscheinlichkeit, dass den beiden Hauptcharakteren etwas passiert, doch eher sehr gering ist. So möchte man zwar schon wissen, wie es mit den beiden weitergeht, aber so richtig Spannung kam da bei mir nicht auf. Das sind aber nur Marginalien.

Zum Sprecher: Dietmar Wunder liest das Hörbuch wieder ganz hervorragend.

Meine Wertung: Fünf von fünf Sterne. Auch der zehnte Fall von Rhyme/Sachs bietet wieder beste Thrillerunterhaltung, die die Fans der Reihe, aber auch des Genres, nicht enttäuschen sollte.
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- hoermalwieder

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 11.07.2014
  • Verlag: Random House Audio, Deutschland