Zorn: Wie sie töten : Claudius Zorn

  • von Stephan Ludwig
  • Sprecher: David Nathan
  • Serie: Claudius Zorn
  • 8 Std. 47 Min.
  • gekürztes Hörbuch

Beschreibung

In einer Winternacht stößt eine Frau einen wildfremden Mann vor die S-Bahn. Niemand beobachtet den Mord, die Polizei geht von Selbstmord aus. Auch Hauptkommissar Claudius Zorn schenkt dem Vorfall keine Beachtung. Er ist damit beschäftigt, seinen ehemaligen Kollegen Schröder zu überreden, wieder sein Partner zu werden.

Was jedoch weder Zorn noch Schröder ahnen: Die Mörderin ist ganz in ihrer Nähe. Sie glaubt in Zorn einen Seelenverwandten gefunden zu haben und sieht in jedem, der ihm nahesteht, einen Konkurrenten. Was für sie bedeutet: Sie kann ihre Lust am Töten weiter ausleben. Und hat eine Reihe neuer Opfer im Visier...

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Hörerrezensionen

Hilfreichste

Ein echter Spätzünder

Was hat Ihnen das Hörerlebnis von Zorn: Wie sie töten besonders unterhaltsam gemacht?

Die Männerfreundschaft zwischen Zorn und Schröder entwickelt sich auch in Teil 4 der Serie weiter. Aus dem grellen Slapstick ist leiser Humor geworden, und auch, wenn der Fall an sich diesmal recht simpel ist und spät in Fahrt kommt, kommt doch noch Spannung auf. Man hängt an diesen Kerlen und möchte, dass sie da unbeschadet rauskommen.


Würden Sie sich jetzt auch für ein anderes Hörbuch von Stephan Ludwig interessieren? Warum oder warum nicht?

Ja, sicher. Der Mann kann denkwürdige Charaktere erschaffen und gut unterhalten. Das kann ich mir sogar in einem ganz anderen Genre gut vorstellen, z.B. einem Roman.


Wie hat Ihnen David Nathan als Sprecher gefallen? Warum?

David Nathan war wie immer fehlerlos, ein Voll-Profi. Allerdings kann er seine Stärken aufgrund der relativen Ereignislosigkeit und fehlenden Komplexität der 1. Hälfte des Hörbuchs erst in der 2. richtig ausspielen. Da kommen mehr Spannung und Emotionen rein, und Nathan kann hier seine Stärken besser ausspielen.


Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

Dieses ja. Es ist vom Thema her relativ 'leicht', und man braucht keine Pausen, um sich zu sortieren. Das perfekte Hörbuch für eine lange Autofahrt, z.B. in den Urlaub.


Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Es ist diesmal kein Whodunit, also nichts für Hörer, die einen intelligenten Thriller zum Mitraten möchten. Das hier ist eher wie ein guter 'Tatort', mit einem schlichten Fall und einem sympathischen Gespann à la Schimanski & Thanner.
Die Zorn-Reihe hat weniger mit Brillianz oder Tiefgang zu tun, als viel mehr mit Typen und guter Unterhaltung.

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- querbeet

Kurzweilig wie immer, aber nicht der beste Fall

Es hat sich einiges geändert bei dem Kommissar-Duo Zorn/Schröder. Nach dem letzten Fall hat Schröder den Dienst quittiert und hat ein kleines Restaurant eröffnet. In diesem Restaurant hat er eigentlich nur zwei Gäste: seine Mutter, die im Altenheim lebt und der er täglich Essen bringt, und seinen ehemaligen Chef Kommissar Zorn. Der ist ziemlich häufig bei ihm zu Gast, denn Zorn möchte unbedingt, dass Schröder wieder zu seiner Arbeit bei der Polizei zurückkehrt. Durch die intensiven Bemühungen, Schröder zurückzuholen, erkennt Zorn nicht, dass eine Vielzahl von Todesfällen in seiner Stadt keine natürlichen Todesursachen haben. Zusätzlich bekommt er noch einen neuen Kollegen, den er nicht ausstehen kann und auch im Privatleben gibt es einige einschneidende Überraschungen.

Es ist also wieder für einige Abwechslung im neuen Fall von Claudius Zorn gesorgt. Das neue Hörbuch hat wieder alle positiven Eigenschaften, die die Zorn-Reihe so hörenswert machen. Insbesondere die oftmals schnippischen Dialoge zwischen Zorn und Schröder machen wieder sehr viel Spaß. Davon lebt das Hörbuch, denn die Geschichte ist - vorsichtig ausgedrückt - doch sehr konstruiert und übertrieben. Ohne das ganze Geschehen um den eigentliche Kriminalfall wäre das Hörbuch nur sehr schwer erträglich. Letztendlich ist es halt wie im Tatort aus Münster. Dort ist eigentlich auch völlig egal, um was für einen Fall es sich handelt. Der Tatort Münster lebt von den Figuren Thiele und Boerne. Bei den Büchern von Stephan Ludwig sind es die Figuren Zorn und Schröder.

Hinzu kommt in diesem Fall, dass der Autor mit Sätzen wie "Hätte er bereits jetzt gewusst, was später passieren würde ..." oder "Es war das letzte Mal, dass er den Laden betreten würde." versucht, krampfhaft Spannung aufzubauen. Das kann man einmal oder zweimal im Hörbuch machen, aber wenn es gehäuft auftritt, ist der Effekt weg und ich habe mich wirklich gefragt, was das soll. Solche Pseudo-Spannung hat die Zorn-Reihe doch überhaupt nicht nötig.

Fans der Serie, so wie ich, hören aber einfach darüber hinweg und freuen sich beispielsweise an den Machtspielen zwischen Zorn und der Staatsanwältin. Die Staatsanwältin hat am Ende dann auch eine tolle Idee (bzw. hat natürlich der Autor Stephan Ludwig diese Idee), die ich hier nicht verrate, die aber dazu führen wird, dass auch im nächsten Fall aus der Zorn-Reihe keine Langeweile aufkommen wird.

Gelesen wird das Hörbuch von David Nathan, der ganz einfach die Idealbesetzung für dieses Hörbuch ist.

Mein Fazit: Vier von fünf Sternen. Ich bleibe dabei: das Duo Zorn/Schröder ist das unterhaltsamste Ermittlerpaar im deutschsprachigen Raum. Es macht unheimlich Spaß, den beiden bei der Auflösung des Falles zu folgen, auch wenn dieser Fall sicher nicht das interessanteste Hörbuch der Serie ist. Von daher sollten Einsteiger in die Serie auch nicht unbedingt mit dem Fall "Zorn - Wie sie töten" beginnen.
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- hoermalwieder

Weitere Infos zum Hörbuch

  • Erscheinungsdatum: 23.10.2014
  • Verlag: Argon Verlag