Inhaltsangabe

Der Kapitalismus zerstört sich selbst, wenn er auf den Profit der wenigen setzt, sagt Robert B. Reich, Ikone der amerikanischen Linken. Dabei geht es nicht um die Frage, ob wir mehr Markt oder mehr Staat brauchen, sondern wer welche Spielregeln setzt. Denn die Marktregeln, die sich eine Gesellschaft gibt, spiegeln, was sie für gut und fair hält. Amerika, das kurz vor der Präsidentschaftswahl steht, ist ein zweifelhaftes Vorbild, denn der Unmut in der Bevölkerung über die immer stärkere Machtkonzentration wächst. Sie spaltet Establishment und Anti-Establishment, Arm und Reich. Doch es ist nicht zu spät, den Kapitalismus zu retten: für alle, nicht für 1 Prozent.

Reich warnt ins seinem Buch vor einer gegenwärtigen Entwicklung, die weder ökonomisch noch politisch nachhaltig ist. Reich ist überzeugt: Politische Ökonomien, die den größten Teil ihrer Gewinne einer kleinen Gruppe an der Spitze zuteilen, sind ihrem Wesen nach instabil.


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Kritikerstimmen


Reich liefert den schlagenden Beweis dafür, dass die zunehmende Ungleichheit politische Entscheidungen spiegelt, die auch in eine ganz andere Richtung hätten gehen können... "Rettet den Kapitalismus‹" ist in unserer gegenwärtigen Lage ein sehr guter Lotse.
-- The New York Review of Books
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Kundenrezensionen

Hilfreichste
4 out of 5 stars
Von Michael Schilke Am hilfreichsten 24.01.2017

Stimmige Zusammenfassung des ist Zustandes

Würden Sie Rettet den Kapitalismus! Für alle, nicht für 1% noch mal anhören? Warum?

Ichwürde mir das Buch noch einmal anhören, weil es so viele Informationen enthält, so dass man sich diese nicht beim einmaligen (nebenbei)hören merken kann.

Würden Sie sich auch für ein anderes Hörbuch interessieren, das Erich Wittenberg spricht?

Ja, weil ich finde, dass der doch etwas "trockene" Stoff nicht viel besser transportiert werden kann.

Hätten Sie das Hörbuch am liebsten in einem Rutsch durchgehört?

nein, weil die fülle der Fakten einen erschlägt.

Was wäre für andere Hörer sonst noch hilfreich zu wissen, um das Hörbuch richtig einschätzen zu können?

Man muss sich für die Materie interessieren, ansonsten besteht die Gefahr sich zu langweilen. Es ist m. Ansicht nach eher ein Sachbuch.

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3 von 4 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

5 out of 5 stars
Von doktorFaustus Am hilfreichsten 29.11.2016

Wenn es sie doch gäbe - die Leistungsgesellschaft

Kevin Costner und Ben Affleck sinngemäß in Company Men: "Der CEO verdient das 700-fache seiner Angestellten! Arbeitet er denn auch 700-mal so viel?"
Wenn der Mann von der Straße irritiert nachfragt wie es denn sein kann das so mancher Spitzen-CEO das 300-fache seiner Angestellten verdient, wird gerne mit der Logik des Marktes geantwortet. Wird nach persönlicher, eben individueller Verantwortung für skandalöse Geschäftspraktiken gefragt, wird gerne auf die Hyperkomplexität des Finanzkapitalismus verwiesen. Wäre der Kapitalismus eine Religion so müssten sich seine Hohepriester wohl den Vorwurf gefallen lassen das die Wirklichkeit weit hinter der frohen Botschaft zurückbleibt. So etwas wie einen freien Markt hat es in aller Wirtschaftsgeschichte noch nie gegeben. Die Deregulierung der Finanzmärkte war vielmehr eine Reregulierung. Robert Reich leuchtet die macht-, rechts- und vermögenspolitische Wirklichkeit aus. Wie auch in den anderen hier auf Audible erhältlichen Büchern zum Thema wird nicht gegen das "Schweinesystem" polemisiert, sondern beim Wort genommen. Was nützen die besten Gesetze wenn die Behörden die deren Umsetzung sicherstellen sollen personell und finanziell ausgeblutet werden? Wie steht es um die sozialen Aufstiegsmöglichkeiten jener Menschen die nicht in ein reiches, bestens vernetztes, hochgebildetes Elternhaus hineingeboren werden?
Sollte sich Reichtum tatsächlich der Leistungskraft des Reichen verdanken, Armut dagegen ein Beweis für die fehlende Leistungsbereitschaft der Armen sein?
Der Kapitalismus scheint im Begriff zu sein die eigenen Grundlagen zu zerstören. In diesem Sinne gilt es tatsächlich den Kapitalismus zu retten, eben nicht nur für das sagenhafte 1%
"Rettet den Kapitalismus" leitet direkt über zu "Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung!"
Und noch ein Filmzitat: Martin und Charlie Sheen in Wall Street: "Nein! Ich sehe hier bloß einen neidischen alten Monteur der es nicht aushalten kann das sein Sohn viel erfolgreicher ist als er! Du siehst hier nur einen Kerl der niemals den Wert eines Menschen daran gemessen hat wie dick seine Brieftasche ist!"
Von Herrn Wittenberg souverän gelesen!

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13 von 19 Hörern fanden diese Rezension hilfreich

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